070 : 謎が悉す不可解な万有の真相

 

 

SERIES ≫  無限定に相対する写像 / 射影配景における切断の意味 ” 華麗な罠 ” ( 2018 )

 

 

ARTWORK_070_under (1)

 

CLICK UP ! ” First Future ”
Etching with aquatint, print 2 of the second edition.
Max Klinger ( 1879-80 ; print made 1882 )
Source : Saint Louis Art Museum official site
From Wikimedia Commons, the free media repository, https://commons.wikimedia.org/wiki/
File:Max Klinger – First Future.jpg

 

 

 

 

ARTWORK : 070 「 謎が悉す不可解な万有の真相 」

 

 

シュトラウス : 交響詩 ツァラトゥストラは こう語った < ニーチェに従って自由に >
( ニーチェ :「 ツァラトゥストラは こう語った 」 より )

 

凝視 崇拝 経験 疑い 理解 絶望
舞踏の歌 夜の彷徨い人の歌 ( 舞踏讃歌 情熱 満たされたあこがれ )
自然の動機
畏怖の動機 あこがれの動機 信仰のテーマ
生の衝動の動機
情熱の主題 嫌悪の動機 疑いの動機
舞踏の動機

ニーチェに従って自由に

1. 序奏( 序説 )/ 日の出
2. 世界の背後を説く者について
3. 大いなるあこがれについて
4. 喜びの そして苦しみの情熱について ( 喜びと情熱について )
5. 墓場の歌
6. 学問について
7. 病より癒え行く者 ( 快癒に向かう者 )
8. 舞踏の歌
9. 夜の彷徨い人 ( 流離い人 ) の歌

 

 

Richard Georg Strauss : Sinfonische Dichtung, Also sprach Zarathustra.
< frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche >
Tondichtung für grosses Orchester Op.30, TrV 176.
( aus Also sprach Zarathustra von Nietzsche )

 

 

Schauen, Anbeten, Erleben, Zweifeln, Erkennen, Verzweifeln.
Das Tanzlied, Nachtwandlerlied ; Tanzhymnus, Leidenschaft, erfüllte Sehnsucht.

Naturmotiv.
Schauer-motiv, Sehnsuchtsmotiv, Glaubensthema.
Lebenstriebmotiv.
Leidenschaftsthema, Ekel-mot, Zweifel-motiv.
Tanzmotiv.

frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche.

1. Einleitung ( Vorrede )/ Sonnenaufgang
2. Von den Hinterweltlern
3. Von der großen Sehnsucht
4. Von den Freuden-und Leidenschaften
5. Das Grablied
6. Von der Wissenschaft
7. Der Genesende
8. Das Tanzlied
9. Nachtwandlerlied

 

 

 

 

9. 夜の彷徨い人 ( 流離い人 ) の歌

 

 

嫌悪の動機 疑いの動機 生の衝動の動機 反復

情熱の主題 よろこびの情熱

自然の動機

 

 

9. Nachtwandlerlied

 

Ekel-motiv, Zweifel-motiv, ebenstriebmoti.

Leidenschaftsthema, Freudenschaft.

Naturmotiv.

 

 

Richard Georg Strauss : Sinfonische Dichtung, Also sprach Zarathustra.
< frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche >
9. Nachtwandlerlied, Tondichtung für grosses Orchester Op.30, TrV 176.
( aus Also sprach Zarathustra von Nietzsche )

 

 

 

 

Max Klinger, "Intermezzi" Opus IV, 1881, Plate XII, "Amor, God und Jenseits."

 

CLICK UP ! ” Intermezzi Portfolio,” Opus IV, Plate XII, ” Amor, God und Jenseits.”
Max Klinger ( 1881 )

 

 

 

 

ニーチェ : 「 ツァラトゥストラは こう語った 」 第3部 / 第二の舞踏の歌

 

…… 鐘が 真夜中の時を打つのを聞くと
最初の一つから 最後の十二までの間 あなたは ずっとあのことを考えるのです……

…… 一つ
おお人間よ しかと聞け
…… 二つ
深い真夜中は 何を語るか
…… 三つ
私は 眠りに眠り
…… 四つ
深い夢から いま 目が覚めた
…… 五つ
この世は深い
…… 六つ
昼が考えたよりも さらに深い
…… 七つ
この世の嘆き苦しみは深い
…… 八つ
しかし このよろこび それは 心の底からの 哀しみ 苦悩 それよりも一層深い
…… 九つ
嘆き 苦しみ その声は言う 終わってくれと
…… 十
しかし すべてのよろこびは 永遠を欲してやまぬ
…… 十一
そう 深い 深い永遠を
…… 十二

 

 

Friedrich Wilhelm Nietzsche : Also sprach Zarathustra, Ein Buch für Alle und Keinen.
Dritter Teil. Also sprach Zarathustra. Also sprach Zarathustra / Das andere Tanzlied

 

1.

»In dein Auge schaute ich jüngst, o Leben: Gold sah ich in deinem Nacht-Auge blinken, – mein Herz stand still vor dieser Wollust:
– einen goldenen Kahn sah ich blinken auf nächtigen Gewässern, einen sinkenden, trinkenden, wieder winkenden goldenen Schaukel-Kahn!
Nach meinem Fuße, dem tanzwütigen, warfst du einen Blick, einen lachenden fragenden schmelzenden Schaukel-Blick:
Zweimal nur regtest du deine Klapper mit kleinen Händen – da schaukelte schon mein Fuß vor Tanz-Wut. –
Meine Fersen bäumten sich, meine Zehen horchten, dich zu verstehen: trägt doch der Tänzer sein Ohr – in seinen Zehen!
Zu dir hin sprang ich: da flohst du zurück vor meinem Sprunge; und gegen mich züngelte deines fliehenden fliegenden Haars Zunge!
Von dir weg sprang ich und von deinen Schlangen: da standst du schon, halbgewandt, das Auge voll Verlangen.
Mit krummen Blicken – lehrst du mich krumme Bahnen; auf krummen Bahnen lernt mein Fuß – Tücken!
Ich fürchte dich nahe, ich liebe dich ferne; deine Flucht lockt mich, dein Suchen stockt mich – ich leide, aber was litt ich um dich nicht gerne!
Deren Kälte zündet, deren Haß verführt, deren Flucht bindet, deren Spott – rührt:
– wer haßte dich nicht, dich große Binderin, Umwinderin, Versucherin, Sucherin, Finderin! Wer liebte dich nicht, dich unschuldige, ungeduldige, windseilige, kindsäugige Sünderin!
Wohin ziehst du mich jetzt, du Ausbund und Unband? Und jetzt fliehst du mich wieder, du süßer Wildfang und Undank!
Ich tanze dir nach, ich folge dir auch auf geringer Spur. Wo bist du? Gib mir die Hand! Oder einen Finger nur!
Hier sind Höhlen und Dickichte: wir werden uns verirren! – Halt! Steh still! Siehst du nicht Eulen und Fledermäuse schwirren?
Du Eule! Du Fledermaus! Du willst mich äffen? Wo sind wir? Von den Hunden lerntest du dies Heulen und Kläffen.
Du fletschest mich lieblich an mit weißen Zähnlein, deine bösen Augen springen gegen mich aus lockichtem Mähnlein!
Das ist ein Tanz über Stock und Stein: ich bin der Jäger – willst du mein Hund oder meine Gemse sein?
Jetzt neben mir! Und geschwind, du boshafte Springerin! Jetzt hinauf! Und hinüber! – Wehe! Da fiel ich selber im Springen hin!
O sieh mich liegen, du Übermut, und um Gnade flehn! Gerne möchte ich mit dir – lieblichere Pfade gehn!
– der Liebe Pfade durch stille bunte Büsche! Oder dort den See entlang: da schwimmen und tanzen Goldfische!
Du bist jetzt müde? Da drüben sind Schafe und Abendröten: ist es nicht schön, zu schlafen, wenn Schäfer flöten?
Du bist so arg müde? Ich trage dich hin, laß nur die Arme sinken! Und hast du Durst – ich hätte wohl etwas, aber dein Mund will es nicht trinken! –
– O diese verfluchte flinke gelenke Schlange und Schlupf-Hexe! Wo bist du hin? Aber im Gesicht fühle ich von deiner Hand zwei Tupfen und rote Klexe!
Ich bin es wahrlich müde, immer dein schafichter Schäfer zu sein! Du Hexe, habe ich dir bisher gesungen, nun sollst du mir – schrein!
Nach dem Takt meiner Peitsche sollst du mir tanzen und schrein! Ich vergaß doch die Peitsche nicht? – Nein!« –

2.

Da antwortete mir das Leben also und hielt sich dabei die zierlichen Ohren zu:
»O Zarathustra! Klatsche doch nicht so fürchterlich mit deiner Peitsche! Du weißt es ja: Lärm mordet Gedanken – und eben kommen mir so zärtliche Gedanken.
Wir sind beide zwei rechte Tunichtgute und Tunichtböse. Jenseits von Gut und Böse fanden wir unser Eiland und unsre grüne Wiese – wir zwei allein! Darum müssen wir schon einander gut sein!
Und lieben wir uns auch nicht von Grund aus –, muß man sich denn gram sein, wenn man sich nicht von Grund aus liebt?
Und daß ich dir gut bin und oft zu gut, das weißt du: und der Grund ist, daß ich auf deine Weisheit eifersüchtig bin. Ah, diese tolle alte Närrin von Weisheit!
Wenn dir deine Weisheit einmal davonliefe, ach! da liefe dir schnell auch meine Liebe noch davon.« –

Darauf blickte das Leben nachdenklich hinter sich und um sich und sagte leise: »O Zarathustra, du bist mir nicht treu genug!
Du liebst mich lange nicht so sehr wie du redest; ich weiß, du denkst daran, daß du mich bald verlassen willst.
Es gibt eine alte schwere schwere Brumm-Glocke: die brummt nachts bis zu deiner Höhle hinauf: –
– hörst du diese Glocke mitternachts die Stunde schlagen, so denkst du zwischen eins und zwölf daran –
– du denkst daran, o Zarathustra, ich weiß es, daß du mich bald verlassen willst!« –

»Ja«, antwortete ich zögernd, »aber du weißt es auch –« Und ich sagte ihr etwas ins Ohr, mitten hinein zwischen ihre verwirrten gelben törichten Haar-Zotteln.
»Du weißt das, o Zarathustra? Das weiß niemand. – –«
Und wir sahen uns an und blickten auf die grüne Wiese, über welche eben der kühle Abend lief, und weinten miteinander. – Damals aber war mir das Leben lieber, als je alle meine Weisheit. –

3.

…… Eins!
O Mensch! Gib acht!
…… Zwei!
Was spricht die tiefe Mitternacht?
…… Drei!
Ich schlief, ich schlief –,
…… Vier!
Aus tiefem Traum bin ich erwacht: –
…… Fünf!
Die Welt ist tief,
…… Sechs!
Und tiefer als der Tag gedacht.
…… Sieben!
Tief ist ihr Weh –,
…… Acht!
Lust – tiefer noch als Herzeleid:
…… Neun!
Weh spricht: Vergeh!
…… Zehn!
Doch alle Lust will Ewigkeit –,
…… Elf!
– will tiefe, tiefe Ewigkeit!
…… Zwölf!

 

 

ニーチェ : 「 ツァラトゥストラは こう語った 」 第4部 / 酔歌

 

おお人間よ おお人間よ
心せよ 心せよ
何を語っているのか 深い真夜中は
われは 眠っていた われは 眠っていた
深き夢より われは 目覚める
世界は 深い
はるかに深いのだ 昼間が考えていたよりもずっと
おお人間よ おお人間よ
深い 深い 深いのは その苦悩 深いのは その苦悩
だが快楽は 心の苦悩より なお深いのだ
苦悩は 語る 消え去れと
だが あらゆる快楽は 永遠を求める
深い 深い 永遠を求めるのだ

 

マーラ― : 交響曲 第3番
第4楽章 ” おお人間よ 心せよ / 酔いしれた者の歌 ” ( ツァラトゥストゥラの真夜中の歌 )
ニーチェ :「 ツァラトゥストゥラは こう語った 」 より

 

 

Friedrich Wilhelm Nietzsche : Also sprach Zarathustra, Ein Buch für Alle und Keinen.
Vierter und letzter Theil. Also sprach Zarathustra ” Das Nachtwandler-Lied ; Das trunkene Lied ” / 12.

 

O Mensch! O Mensch!
Gib acht! Gib acht!
Was spricht,die tiefe Mitternacht?
Ich schlief,ich schlief
Aus tiefem Traum bin ich erwacht!
Die Welt ist tief!
und tiefer,als der Tag gedacht!
O Mensch! O Mensch!
Tief ! Tief ! Tief ist ihr Weh!,Tief ist ihr Weh!,
Lust Lust tiefer noch als Herzeleid!
Weh spricht: Vergeh! Weh spricht: Vergeh!
Doch alle Lust will Ewigkeit -,
will tiefe,tiefe Ewigkeit!”

 

G.Mahler : Symphony No.3
4th movement ” O Mensch! Gib acht ” ( Zarathustras Mitternachts )
aus Also sprach Zarathustra von Nietzsche.

 

 

 

 

Picture, Drawing & Photo, Text ; Image Credit With Copyright.

 

 

 

 

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