078 : 奔放な範型

 

 

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ARTWORK_078_

 

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Titian;Tiziano Vecelli or Tiziano Vecellio ( circa 1515 / 1512 ~ 1515 )

 

 

 

 

ARTWORK : 078 「 奔放な範型( 星々を従える太陽 )」

 

 

 

何という かなしいものを
人は 創ったことだろう
その前に 立つものは
そのまま 己の前に立ち
その前で 問うものは
そのまま 問われるものとなる
しかもなお
その奥処へと 進み入るため
人は更に
逆に しりぞかねばならぬとは

 

 

髙田 三郎 「 ひとりの対話 Ⅲ 鏡 」 / 高野 喜久雄

 

 

 

 

ARTWORK_078_with_frame

 

CLICK UP ! 「 Woman with a Mirror / Woman at her Toilet 」With frame
Titian;Tiziano Vecelli or Tiziano Vecellio ( circa 1515 / 1512 ~ 1515 )
Current location : Louvre-Lens
Prêt du : Louvre Museum

 

 

 

 

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077 : 光と影の明確に恐怖

 

 

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Self portrait, after Sebastiano del Piombo

 

CLICK UP ! Copy Self portrait, after Sebastiano del Piombo.
Sebastiano del Piombo, The lutanist ; Tromba marina / Trumscheit, sometimes claimed to be a self-portrait. ( Later copy of painting dated 1518 )

 

 

 

 

ARTWORK : 077 「 光と影の明確に恐怖 」

 

 

ビザンティウムへの船出

 

ここは 老人の住める国ではない
若者たちは 手をつなぎあい
命はかなき鳥たちも 木の枝で歌を歌う
滝には 鮭が飛びつき 海は 鯖で溢れ
魚も 獣も 鳥類も 一夏じゅう
命の営みを 謳歌する
官能の音楽に 心を奪われ
不老の知恵を 省みるものはいない

ここでは 老人は余計物あつかい
壁に引っ掛けられたコートのようだ
躍動する魂が 大きな声で歌い
肉体の綻びを 嘆くことはない
ここで人々が 教わる歌といえば
刹那の喜びを 歌うものばかり
それ故 わたしは ここを去って
ビザンティウムの聖なる都市へと 船出した( 老いる )のだ

壁に嵌められた黄金の モザイクのような
神の火につつまれた 聖者たちよ
その火のなかから 螺旋を描きながら飛び出し
わたしに 魂の歌を教えてほしい
わたしの心を 焼き尽くしてほしい
欲望に燃え 命に執着するわたしの心を
それは 自分のなんなるかを 知らないゆえ
永遠の芸術品へと 鍛えなおしてほしい

かくして 自然を超越したからには
ふたたび 現身の姿には戻るまい
眠たげな皇帝を 目覚めさせておくために
ギリシャの匠たちが 黄金でつくったという
あの永遠の姿を まとうとしよう
しかして 黄金の枝を握りながら
ビザンティウムの貴人たちを前に
過去 現在 未来について歌い続けよう

 

 

Sailing to Byzantium

 

That is no country for old men. The young
In one another’s arms, birds in the trees
- Those dying generations – at their song,
The salmon-falls, the mackerel-crowded seas,
Fish, flesh, or fowl, commend all summer long
Whatever is begotten, born, and dies.
Caught in that sensual music all neglect
Monuments of unageing intellect.

An aged man is but a paltry thing,
A tattered coat upon a stick, unless
Soul clap its hands and sing, and louder sing
For every tatter in its mortal dress,
Nor is there singing school but studying
Monuments of its own magnificence;
And therefore I have sailed the seas and come
To the holy city of Byzantium.

O sages standing in God’s holy fire
As in the gold mosaic of a wall,
Come from the holy fire, perne in a gyre,
And be the singing-masters of my soul.
Consume my heart away; sick with desire
And fastened to a dying animal
It knows not what it is; and gather me
Into the artifice of eternity.

Once out of nature I shall never take
My bodily form from any natural thing,
But such a form as Grecian goldsmiths make
Of hammered gold and gold enamelling
To keep a drowsy Emperor awake;
Or set upon a golden bough to sing
To lords and ladies of Byzantium
Of what is past, or passing, or to come.

 

 

William Butler Yeats, ” Sailing to Byzantium “

 

 

 

 

ARTWORL_077_under

 

CLICK UP ! 「 Portrait of Andrea Doria 」 ohne Rahmen ; Without frame
Sebastiano del Piombo ( circa 1526 )

 

 

 

 

海の静けさ

 

深い静けさが 水の中を支配し
動きなく海は 安らいでいる
そして 船乗りは 心配そうに見回す
まわりの 平らな水面を
どの方向からも 風がこないのだ
恐ろしいばかりの 死の静けさ
この限りない 広がりの中
波ひとつ 立つことがないのだ

 

 

Meeresstille

 

Tiefe Stille herrscht im Wasser,
Ohne Regung ruht das Meer,
Und bekümmert sieht der Schiffer
Glatte Fläche rings umher.
Keine Luft von keiner Seite!
Todesstille fürchterlich!
In der ungeheuren Weite
Reget keine Welle sich.

 

 

Franz Peter Schubert「 Meeresstille 」 Op.3-2  D 216
Johann Wolfgang von Goethe ” Meeres-Stille ” .

 

 

 

 

ARTWORL_077_under_parts_2

 

CLICK UP ! 「 Portrait of Andrea Doria 」 portion
lumina inter umbras clariora sunt, umbram suam metuit?

 

 

 

 

ARTWORL_077_under_withflame

 

CLICK UP ! 「 Portrait of Andrea Doria 」 With frame
Sebastiano del Piombo ( circa 1526 )
Current location ; Villa del Principe

 

 

 

 

時の飛翔

 

時は つむじ風となって 飛び去り
人生の計画も 一緒に 持ち去ってしまった
まるで 嵐のようだ その行程は
しばしば 厄介で 厭なものだった

こうして そいつは あらゆる所を 行き過ぎた
子供時代を通り 青春の幸運を抜け
谷間を通る 喜びが住み
憧れの眼差しが 物思いつつ 探している谷間を

友情の明るい丘に たどり着くまで
時は 滑らかに 静かに 飛んで
そして 最後に そこで すばやい翼を
甘い安らぎの中で たたんだのだ

 

 

Der Flug der Zeit

 

Es floh die Zeit im Wirbelfluge
Und trug des Lebens Plan mit sich.
Wohl stürmisch war es auf dem Zuge,
Beschwerlich oft und widerlich.

So ging es fort durch alle Zonen,
Durch Kinderjahre,durch Jugendglück,
Durch Täler,wo die Freuden wohnen,
Die sinnend sucht der Sehnsucht Blick.

Bis an der Freundschaft lichten Hügel
Die Zeit nun sanfter,stiller flog,
Und endlich da die raschen Flügel
In süßer Ruh’ zusammenbog.

 

 

Franz Peter Schubert 「 Der Flug der Zeit 」 Op.7-2 D 515
Lajos Széchényi de Sárvár-Felsővidék

 

 

 

 

ARTWORK_077_bronzino

 

CLICK UP ! 「 Portrait of Andrea Doria as Neptune 」
Agnolo di Cosimo ; Agnolo Bronzino ( between 1550 and 1555 )
Current location ; Pinacoteca di Brera

 

 

 

 

Picture, Drawing & Photo, Text ; Image Credit With Copyright.

 

 

 

 

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076 : つらつら月日つらつらに

 

 

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ARTWORK_076_withflame_2

 

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With frame
( Cautiously and three beasts ; Three generations of allegory / cowardice allegory )
Titian and workshop, Titian ; Tiziano Vecelli or Tiziano Vecellio
( between circa 1550 and circa 1565 )
Current location: National Gallery

 

 

 

ARTWORK : 076 「 つらつら月日つらつらに  」

 

 

4つの時代( 世代 ): Op.111, No.3, D.391

 

Wohl perlet im Glase der purpurne Wein,
Wohl glänzen die Augen der Gäste,
Es zeigt sich der Sänger, er tritt herein,
Zu dem Guten bringt er das Beste,
Denn ohne die Leier im himmlischen Saal
Ist die Freude gemein auch beim Nektarmahl.

Ihm gaben die Götter das reine Gemüth,
Wo die Welt sich, die [ewige]1, spiegelt,
Er hat alles gesehn, was auf Erden geschieht,
Und was uns die Zukunft versiegelt,
Er saß in der Götter urältestem Rath,
Und behorchte der Dinge geheimste Saat.

Er breitet es lustig und glänzend aus
Das zusammengefaltete Leben,
Zum Tempel schmückt er das irdische Haus,
Ihm hat es die Muse gegeben,
Kein Dach ist so niedrig, keine Hütte so klein,
Er führt einen Himmel voll Götter hinein.

Und wie der erfindende Sohn des Zeus
Auf des Schildes einfachem Runde
Die Erde, das Meer und den Sternenkreis
Gebildet mit göttlicher Kunde,
So drückt er ein Bild des unendlichen All
In des Augenblicks flüchtig verrauschenden Schall.

Er kommt aus dem kindlichen Alter der Welt,
Wo die Völker sich jugendlich freuten,
Er hat sich, ein fröhlicher Wandrer, gesellt
Zu allen Geschlechtern und Zeiten.
Vier Menschenalter hat er gesehn,
Und läßt sie am Fünften vorübergehn.

Erst regierte Saturnus schlicht und gerecht,
Da war es Heute wie Morgen,
Da lebten die Hirten, ein harmlos Geschlecht,
Und brauchten für gar nichts zu sorgen,
Sie liebten und thaten weiter nichts mehr,
Die Erde gab alles freiwillig her.

Drauf kam die Arbeit, der Kampf begann
Mit Ungeheuern und Drachen,
Und die Helden fingen, die Herrscher, an,
Und den Mächtigen suchten die Schwachen,
Und der Streit zog in des Skamanders Feld,
Doch die Schönheit war immer der Gott der Welt.

Aus dem Kampf gieng endlich der Sieg hervor,
Und der Kraft entblühte die Milde,
Da sangen die Musen im himmlischen Chor,
Da erhuben sich Göttergebilde!
Das Alter der göttlichen Phantasie,
Es ist verschwunden, es kehret nie.

Die Götter sanken vom Himmelsthron,
Es stürzten die herrlichen Säulen,
Und geboren wurde der Jungfrau Sohn,
Die Gebrechen der Erde zu heilen,
Verbannt ward der Sinne flüchtige Lust,
Und der Mensch griff denkend in seine Brust.

Und der eitle, der üppige Reiz entwich,
Der die frohe Jugendwelt zierte,
Der Mönch und die Nonne zergeisselten sich,
Und der eiserne Ritter turnierte.
Doch war das Leben auch finster und wild,
So blieb doch die Liebe lieblich und mild.

Und einen heiligen keuschen Altar
Bewahrten sich stille die Musen,
Es lebte, was edel und sittlich war,
In der Frauen züchtigem Busen,
Die Flamme des Liedes entbrannte neu
An der schönen Minne und Liebestreu.

Drum soll auch ein ewiges zartes Band
Die Frauen, die Sänger umflechten,
Sie wirken und weben Hand in Hand
Den Gürtel des Schönen und Rechten.
Gesang und Liebe in schönem Verein
Sie erhalten dem Leben den Jugendschein.

 

Franz Schubert ” Die vier Weltalter “, Op.111, No.3, D.391
Friedrich von Schiller ” Wohl perlet im Glase der purpurne Wein ”
( Ἡσίοδος ; Hēsíodos ” θεογονία ; Theogony ” )

 

 

 

 

ARTWORK_076_up

 

CLICK UP ! 「 Allegory of Time Governed by Prudence / An Allegory of Prudence 」
ohne Rahmen ; Without frame
( Cautiously and three beasts ; Three generations of allegory / cowardice allegory )
Titian and workshop, Titian ; Tiziano Vecelli or Tiziano Vecellio
( between circa 1550 and circa 1565 )

 

 

 

 

ARTWORK_076_parts

 

CLICK UP ! 「Allegory of Time Governed by Prudence / An Allegory of Prudence 」 portion
Inscription, ” ex praete / rito, praesens prvden / ter agit, ni fvtvrv / actione de / tvrpet ”
( Carefully / from the past / current actions so as not to hurt future actions )

 

 

 

 

4つの時代 : オウィディウス

 

黄金の時代が 最初に生じたが そこでは 懲罰者もいず 法律もなしに
おのずから 信実と正義が守られていた
刑罰も恐怖もなかったし 銅板による公告にも 威嚇的な言辞は読み取れなかった
哀願する罪人たちの群れが 裁判官の顔に恐怖をおぼえることもなく
罰し手などは いなくても 生活は 無事であった

生い育った山中で 松の木が切り倒され 船につくられて 海へおろされ
異国へ旅することも まだなかった
人々は ふるさとの海辺をしか知らなかったのだ
切り立った堀が 都市を囲むこともまだなく 銅でつくられたまっすぐな喇叭も
角のように曲がった号笛もなく 兜も 剣もなかった
兵士は 不要であり いずこの民も 安全無事に おだやかで気楽な日々を送っていた
大地そのものも ひとに仕える義務はなく
鍬で汚されたり 鋤の刃で傷つけられたりすることなしに
おのずから 必要なものすべてを 与えていた

人々は ひとりでに できる食べ物に満足して ヤマモモや 野山のイチゴや ヤマグミや
刺々の潅木にまつわりつく キイチゴや
さらには、生いひろがった樫の木から落ちた ドングリを集めていたのだ

常春の季節が続くのだった
そよと吹く西風が なまあたたかいその息吹きで 種もなしに自生した花々を愛撫していた
やがて 大地は 耕されもしないのに 穀物をさえもたらすのであった
田畑は 掘り返されないでも 豊かな穂先で白く光っていた
乳の河が 流れるかとおもえば ネクタルの流れが走り
青々とした柊からは 黄金色の蜜がしたたっていた

サトゥルヌスが 奈落の底へ送られ 世界がユピテルの支配下に屈したとき 銀の時代がやってきた
これは 黄金の時代よりは劣っていたが 黄褐色の銅の時代よりは価値がまさっていた
ユピテルは かつての春の期間を縮め
冬と夏 不順な秋と短い春という四つの季節で一年が終わるようにした
そして そのときはじめて 大気が炎暑に焼かれて白熱し
また 風を受けて凝固した氷柱が 垂れ下がったのだ
家に住むことがおこなわれたのも このときがはじめてだった
もっとも 家というのは 洞穴であり 密生した茂みであり 樹皮でつなぎ合わされた小枝であった
穀物の種子が長い畝に蒔かれ
若い雄牛がくびきに押さえられて呻吟したのも これがはじめてのことだった

このあと 三番目に 銅の時代の種族がつづいた
彼らは 気質がいっそう荒々しく いっそうためらいもなく 残忍な武器を手に取ったが
しかし 罪深いというほどではなかったのだ

最後は 固い鉄の時代だ
いっそう質の劣ったこの時代に たちまち あらゆる悪行が押し寄せ
恥じらいや 真実や 信義は逃げ去った
そして それらのかわりに 欺瞞 奸計 陰謀 暴力と 忌まわしい所有欲がやってきた
水夫は 風について まだよくは知りもしないのに 吹く風に帆をあげた
今まで高い山にそびえていた木々が 船となって 嬉しげに未知の波を分けた
これまでは 日の光や空気のように共通の財であった土地に
用心深い測量者が 長い境界線で目印をつけた

豊かな大地は 穀物や 当然与えるべき食糧を求められただけでなく
地中の深い内奥にまで 人間の手がのびた
大地が隠しもっていて 下界の暗がり近くにしまいこんでいた富までが 掘り出されたのだ
そして その富が 諸悪を誘い出す源となった
今や 有害な鉄と 鉄よりも有害な金が出現していた
この両方を手だてとする戦争も発生し 血塗れの手が 鳴り響く武器をふりまわした
略奪が生活の手段となり 主人は客の 婿は舅の 安全を守らず 兄弟愛もまれなものでしかなかった
夫は妻の 妻は夫の 死を画策し 恐ろしい継母は 死を呼ぶ毒薬を調合する
息子も 早くから 父の寿命に探りをいれ
敬虔は うちまかされて 地にふし
最後に残った神である処女神 正義( アストライア )も 殺戮の血に濡れたこの地上を去った

 

 

 

 

ARTWORK_076_withflame_1

 

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ÜBERSETZUNG : OVID – DIE VIER WELTALTER

 

Als erstes wurde das goldene Zeitalter erschaffen, welches ohne Beschützer, aus eigenem Antrieb und ohne Gesetz die Treue und das Recht pflegte. Strafe und Furcht waren fern und keine drohenden Worte wurden auf einer angehefteten Erzstafel gelesen und keine flehende Menge fürchtete die Aussprüche ihres Richters, sondern sie waren ohne einen Beschützer sicher. Noch nicht war die gefällte Pinie aus ihren Bergen herabgestiegen in die klaren Flute, um einen fremden Erdteil zu sehen, und die Sterblichen kannten keine außer den ihren Küsten. Noch nicht umgaben tiefe Gräben die Städte; es gab keine Tuba von geradem, und keine Hörner von gebogenem Kupfer, keine Helme und kein Schwert: Ohne den Gebrauch eines Soldaten verbrachten die sorglosen Völker ruhige Tage. Auch die Erde selbst, unversehrt, von einer Hacke unberührt und nicht durch irgendwelche Pflugscharen verletzt, von sich aus/freiwillig alle Dinge, und zufrieden mit der Nahrung, die ohne Zwang hervorgebracht worden war, sammelten sie die Früchte des Erdbeerbaumes, die auf Bergen befindlichen Erdbeeren, Kirschen, Brombeeren, die an dornigen Brombeersträuchern hingen und die Eicheln, die vom weitverzweigten Baum des Jupiters herabgefallen waren. Der Frühling war ewig, und die sanften Westwinde streichelten die Blumen, die ohne Samen entstanden waren, mit lauen Luftzügen. Bald auch brachte die ungepflügte Erde die Früchte, und kein erneuerter Acker glänzte weiß von schwerbehangenen Ähren; schon flossen Flüsse aus Milch, schon Flüsse aus Nektar, und goldgelber Honig tropfte von der grünen Steineiche herab.

Nachdem die Welt unter Jupiters Herrschaft war, nachdem Saturn in den finsteren Tartarus geworfen worden war, folgte das silberne Weltalter nach, schlechter als das Goldene, wertvoller als das Gelbe. Jupiter verkürzte die Zeiten des alten Frühlings und erreichte durch die Winter, Sommer, ungleichen Herbste und den kurzen Frühling ein Jahr in vier Zeitabschnitten. Damals erglühte zum ersten Mal die Luft, verbrannt durch siedende Hitze, und durch die Winde erstarrte Eiszapfen hingen herab. Damals suchten sie zum ersten Mal Häuser auf (die Häuser waren Höhlen und dicht gehäufte Gestrüppe und mit Bast gebundene Zweige); Damals wurden zum ersten Mal die Samen der Ceres von langen Furchen erdrückt und die jungen Stiere stöhnten, weil sie durch das Joch niedergedrückt worden waren.

Als Drittes folgte nach jenem das erzürne Zeitalter nach, wilder von den Veranlagungen und bereiter zu den schrecklichen Waffen zu greifen, dennoch nicht verbrecherisch

Das letzte ist vom harten Eisen. Ferner brach in das Zeitalter das ganze Unrecht von schlechterer Ader ein: Scham, Wahrheit und Treue flohen. An den Platz derer folgten sowohl Betrug als auch List als auch Hinterhalt und Gewalt und die verbrecherische Liebe zu besitzen (=Geiz) nach. Der Seemann vertraute den Winden die Schiffe an (und bisher kannte er jene nicht gut): und die Schiffe, die lange Zeit auf den hohen Bergen gestanden waren, jauchzten in den unbekannten Fluten. Und ein genauer Feldmesser bezeichnete mit einer langen Grenze den, früher wie das Licht der Sonne und die Luft, gemeinsamen Erdboden. Und man forderte vom reichen Erdboden nicht nur die Saat und die geschuldete Nahrung, sondern man ging auch in den Bauch der Erde, und man hatte die Schätze, die sie geborgen hatte und die sie den Schatten des Styx nahegebracht hatte, ausgegraben, als Anreiz zum Bösen. Und schon war das schädliche Eisen und das Gold, schädlicher als Eiden, hervorgegangen: es entsteht Krieg, der nach beiden Seiten kämpft und der mit blutiger Hand die klirrenden Waffen zusammenschlägt. Man lebt vom Raub; der Gastfreund ist nicht sicher vor dem Gast, der Schwiegervater nicht vor dem Schwiegersohn; auch die Gunst der Brüder ist selten. Der Mann trachtet nach dem Verderben der Gattin, jene nach dem des Gatten; die schrecklichen Stiefmütter mischen tödlichen Eisenhut; der Sohn forscht vor der Zeit nach den Jahren des Vaters. Und die jungfräuliche Göttin der Gerechtigkeit verlässt als letzte der Götter die von Gemetzel triefenden Länder.

 

Ovid( Ovidiu ): Metamorphosen – Buch 1 – Die vier Weltalter – Übersetzung
Lateinischer Text :

 

 

 

 

Picture, Drawing & Photo, Text ; Image Credit With Copyright.

 

 

 

 

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075 : 的追い的外れ

 

 

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Die Sünde _With frame_2

 

CLICK UP ! 「 Lamia / Die Sünde ; The sin 」 With frame
Franz von Stuck ( 1905 )
Current location : Auckland Art Gallery
From Wikimedia Commons, the free media repository, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:John_Waterhouse_-_Lamia_-_Google_Art_Project.jpg

 

 

 

 

ARTWORK : 075 「 的追い的外れ ( 罪 ) 」

 

 

レイミア ( ラミアー ) / 第一部

 

…… 彼女の頭は 蛇だったが ああ ほろ苦い
彼女は 貝から出でた 月の雫ほどに美しい光沢に富む真珠の 口をしていた
人魚の涙ほど輝く眼 そのような彼女の目は何を物語るのだろうか
泣くに泣いて ……

…… 彼女の喉は 蛇だった 彼女が言った
さあ 泡立つ蜜のように 愛のために ……

…… 滑らかすぎるほどの口をした蛇
ゆっくりとしかし的確に 疑うごとのない見事な触発 憂鬱な目をする花輪 ……
…… 蛇を返す 宣誓で封印 正しい神
誓いは 蛇の棒によって ……

…… そして あなたの目によって そして あなたの星の王冠によって
吹かれた花の中で 光り ……

…… 自分自身に任せて 蛇が今始まった ……

…… 何故 この公正な生き物が とても公平に選んだのか
延々と続く道のりによって 我々は 見ることができるであろう
しかし 先ずはじめに 彼女がどうやって 入神することができるのかを
そして 夢 蛇の世界(( 獄 )で 蛇の時 ……

 

 

Lamia / Part Ⅰ

 

… Her head was serpent, but ah, bitter-sweet!
She had a woman’s mouth with all its pearls complete:
And for her eyes: what could such eyes do there
But weep, and weep, ……

…… Her throat was serpent, but the words she spake
Came, as through bubbling honey, for Love’s sake, ……

…… “Thou smooth-lipp’d serpent, surely high inspired!
“Thou beauteous wreath, with melancholy eyes, ……

…… Return’d the snake, “but seal with oaths, fair God!”
“I swear,” said Hermes, “by my serpent rod,
“And by thine eyes, and by thy starry crown!” ……
Light flew ……

…… Left to herself, the serpent now began ……

…… Why this fair creature chose so fairily
By the wayside to linger, we shall see;
But first ’tis fit to tell how she could muse
And dream, when in the serpent prison-house, ……

 

 

John Keats, ” Lamia ” / Part Ⅰ
Edward MacDowell’s symphonic poem, Lamia, Opus 29.

 

 

 

 

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Franz von Stuck ( 1905 )
Current location : Auckland Art Gallery
From Wikimedia Commons, the free media repository, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:John_Waterhouse_-_Lamia_-_Google_Art_Project.jpg

 

 

 

 

レイミア ( ラミアー ) / 第ニ部

 

…… 全ての魅力が 飛び去るわけではない
冷たい哲学 その単なる触れ合いだけで
かつて 天国には 荘厳な虹があった
我々は 知っている 彼女の見た目と感触 肌理の感じ 与えられた彼女の
道義上の 退屈な蔵書の その目録で
哲学 ( 学問 ) は 天使の翼を 切り裂き
全ての謎を克服する 驚嘆する精神が 正確 ( 厳密 ) すぎるほど
虚空は 空っぽ 怒る精 宝の箱 ( 宝庫 )
そう 虹は ばらばらに打ち砕かれ 醸造されたように
そうして 壊れやすく傷つきやすいラミアは その美しい色合いは 陰へと溶け込む

…… その後 ラミアは 死の息を呼んだ
巧妙な目 冷たい哲学 ( 学問 ) 鋭い槍のように 彼女を完全に通り抜け ……

…… 余りにも虚しく
彼は 見返した まさか
蛇! 思わず彼は叫んだ そう言うや否や
その恐ろしい叫び声よりも先に 彼女は消え去った ……

その同じ夜 彼の人生の肢は終わった
高いソファーの上に 彼は眠る
彼の友人は見舞った
彼を看回ったが すでに脈拍も息もなかった
結婚を奪った衣装 そう 体の重い傷だけだった ……

 

 

Lamia / Part Ⅱ

 

…… Do not all charms fly
At the mere touch of cold philosophy?
There was an awful rainbow once in heaven:
We know her woof, her texture; she is given
In the dull catalogue of common things.
Philosophy will clip an Angel’s wings,
Conquer all mysteries by rule and line,
Empty the haunted air, and gnomèd mine—
Unweave a rainbow, as it erewhile made
The tender-person’d Lamia melt into a shade. ……

…… Then Lamia breath’d death breath; the sophist’s eye,
Like a sharp spear, went through her utterly, ……

…… ; vainly so,
He look’d and look’d again a level – No!
“A Serpent!” echoed he; no sooner said,
Than with a frightful scream she vanished: ……

…… As were his limbs of life, from that same night.
On the high couch he lay! – his friends came round -
Supported him – no pulse, or breath they found,
And, in its marriage robe, the heavy body wound. On the high couch he lay! ……

 

 

John Keats, ” Lamia ” / Part Ⅱ
Edward MacDowell’s symphonic poem, Lamia, Opus 29.

 

 

 

 

John_Waterhouse__Lamia

 

CLICK UP ! 「 Lamia 」
John William Waterhouse  ( 1905 )
Current location : Auckland City Art Gallery
From Wikimedia Commons, the free media repository,https://commons.wikimedia.org/wiki/File:John Waterhouse – Lamia – Google Art Project.jpg

 

 

 

 

創世記 3章 1 ~ 7節 / 14節 / 15節 / 16 ~ 19節 [ 新改訳 ]

 

…… 1. 神である主が造られたあらゆる野の獣のうちで 蛇が一番狡猾であった
蛇は 女に言った あなたがたは 園のどんな木からも食べてはならない
と神は ほんとうに言われたのか
2. 女は 蛇に言った 私たちは 園にある木の実を食べてよいのです
3. しかし 園の中央にある木の実について 神は
あなたがたは それを食べてはならない それに触れてもいけない
あなたがたが 死ぬといけないからだ と仰せになった
4. そこで 蛇は 女に言った あなたがたは 決して死にません
5. あなたがたが それを食べるその時 あなたがたの目が開け
あなたがたが 神のようになり 善悪を知るようになることを 神は 知っているのです
6a. そこで女が見ると その木は まことに食べるのに良く
目に慕わしく 賢くするというその木は いかにも好ましかった
6b. それで 女は その実を取って食べ いっしょにいた夫にも与えたので 夫も食べた
7. このようにして ふたりの目は 開かれ それで 彼らは 自分たちが 裸であることを知った
そこで 彼らは いちじくの葉をつづり合わせて 自分たちの腰の覆いを作った ……

…… 14. 神である主は 蛇に仰せられた
おまえが こんな事をしたので おまえは あらゆる家畜 あらゆる野の獣よりも呪われる
おまえは 一生 腹ばいで歩き ちりを食べなければならない
15. わたしは おまえと女との間に また おまえの子孫と女の子孫との間に 敵意を置く
彼は おまえの頭を踏み砕き おまえは 彼の踵に咬みつくかみつく ……

…… 16. 女には こう仰せられた
わたしは あなたのうめきと苦しみを大いに増す
あなたは 苦しんで子を産まなければならない
しかも あなたは 夫を恋い慕うが 彼は あなたを支配することになる
17. また 人に仰せられた あなたが 妻の声に聞き従い
食べてはならないと わたしが 命じておいた木から食べたので
18. 土地は あなたのゆえに呪われてしまった
あなたは 一生 苦しんで 食を得なければならない
土地は あなたのために イバラとアザミを生えさせ
あなたは 野の草を食べなければならない
19. あなたは 顔に汗を流して糧を得 ついに あなたは 土に帰る
あなたは そこから取られたのだから
あなたは 塵だから 塵に帰らなければならない ……

 

 

Genesis 3 : 1 ~ 7 / 14 / 15 / 16 ~ 19 [ NLT ]

 

…… 1. The serpent was the shrewdest of all the wild animals the Lord God had made. One day he asked the woman, “Did God really say you must not eat the fruit from any of the trees in the garden?”
2. “Of course we may eat fruit from the trees in the garden,” the woman replied.
3. “It’s only the fruit from the tree in the middle of the garden that we are not allowed to eat. God said, ‘You must not eat it or even touch it; if you do, you will die.’”
4. “You won’t die!” the serpent replied to the woman.
5. “God knows that your eyes will be opened as soon as you eat it, and you will be like God, knowing both good and evil.”
6a. The woman was convinced. She saw that the tree was beautiful and its fruit looked delicious, and she wanted the wisdom it would give her.
6b. So she took some of the fruit and ate it. Then she gave some to her husband, who was with her, and he ate it, too.
7. At that moment their eyes were opened, and they suddenly felt shame at their nakedness. So they sewed fig leaves together to cover themselves. ……

…… 14. Then the Lord God said to the serpent, “Because you have done this, you are cursed more than all animals, domestic and wild. You will crawl on your belly, groveling in the dust as long as you live.
15. And I will cause hostility between you and the woman, and between your offspring and her offspring. He will strike[b] your head, and you will strike his heel.” ……

…… 16. Then he said to the woman, “I will sharpen the pain of your pregnancy, and in pain you will give birth. And you will desire to control your husband, but he will rule over you.”
17. And to the man he said, “Since you listened to your wife and ate from the tree whose fruit I commanded you not to eat, the ground is cursed because of you. All your life you will struggle to scratch a living from it.
18. It will grow thorns and thistles for you, though you will eat of its grains. ……
19. By the sweat of your brow will you have food to eat until you return to the ground from which you were made. For you were made from dust, and to dust you will return.” ……

 

 

 

 

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074 : 空っぽの伴走

 

 

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CLICK UP ! 「 Endymion 」
George Frederic Watts ( 1872 )
From Wikimedia Commons, the free media repository, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Endymion_1872_George_Frederic_Watts.jpg

 

 

 

 

ARTWORK : 074 「 空っぽの伴走 ( 誰の目にも触れず ) 」

 

 

エンディミオン

 

美しいものは 永遠の喜びだ
それは 日ごとに美しさを増し
決して 色あせることがない
わたしたちに 安らぎをもたらし
夢多く 健康で 静かな眠りを与えてくれる

それ故 毎朝 わたしたちは 花輪を編み
自分たちを 大地に結び付けるのだ
落胆していようとも 暗澹とした日々に
生きるのが ままならないとも
なにもかもが 意に反して
むしゃくしゃしていようとも

わたしたちの 心の暗闇から不吉なものを
追い払ってくれる 美しさがある 
太陽や月の美しさが そうだ
また 若葉を芽吹いて 繁みとなる木々
緑に包まれて のびのびと咲く水仙たち
灼熱の季節にも 自分のために
涼しさを生み出す 小川の流れ
麝香バラの咲き乱れる 森の繁み

また わたしたちが 偉大な死者について
思い描く運命の壮大さや
聞いたり 読んだりした 美しい物語の数々
天空の一端から わたしたちに降り注ぐ
不死の飲み物の尽きせぬ泉に そんな美しさを感ずるのだ

 

 

 

 

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CLICK UP ! 「 The Kiss of the Sphinx 」
George Frederic Watts ( 1895 )
The Kiss of the Sphinx, a painting from Symbolism crafted by German Franz von Stuck (1863-1928). The mythological Sphinx, portrayed as a female being, grabs a man with her lion’s talons while avidly kisses him.
From Wikimedia Commons, the free media repository,https://commons.wikimedia.org/wiki/File:The_Kiss_of_the_Sphinx.jpg

 

 

Endymion

 

A thing of beauty is a joy for ever:
Its loveliness increases; it will never
Pass into nothingness; but still will keep
A bower quiet for us, and a sleep
Full of sweet dreams, and health, and quiet breathing.

Therefore, on every morrow, are we wreathing
A flowery band to bind us to the earth,
Spite of despondence, of the inhuman dearth
Of noble natures, of the gloomy days,
Of all the unhealthy and o’er-darkened ways
Made for our searching: yes, in spite of all,

Some shape of beauty moves away the pall
From our dark spirits. Such the sun, the moon,
Trees old and young, sprouting a shady boon
For simple sheep; and such are daffodils
With the green world they live in; and clear rills
That for themselves a cooling covert make
Gainst the hot season; the mid forest brake,
Rich with a sprinkling of fair musk-rose blooms:

And such too is the grandeur of the dooms
We have imagined for the mighty dead;
All lovely tales that we have heard or read:
An endless fountain of immortal drink,
Pouring unto us from the heaven’s brink.

 

 

John Keats

 

 

 

 

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073 : 地平の申し立て

 

 

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CLICK UP ! 「 Júpiter y Tetis 」
Jean-Auguste-Dominique Ingres ( 1811 )
Current location : Musée Granet

 

 

 

 

ARTWORK : 073 「 地平の申し立て ( 野放図との架け橋 / 大いなる脈略 ) 」

 

 

プロメテウス

 

お前の空を覆うがいい ゼウスよ
雲の霞で
そして 示すがいい お前の力を試してみるがいい
ちょうど少年が アザミを摘むように
樫の木や山の頂きに お前の力を
けれど 俺の大地は.
そなままにして置け
そして 俺の小屋
おまえが建てたものではない俺のこの小屋も
そして 俺の竈
そこの炎のために
お前が 俺を妬み 俺を羨んでいるこの竈も

俺は お前たち神々ほど これほどまでに哀れな者たちを 他には知らぬ
この太陽の下 お前たちほどの 神々よ
お前たちは かろうじて 哀れにも喰らっている
生贄の捧げものを
祈りの吐息を
お前たちの尊厳を養い 権威のため
そして 餓死するだろう もしも
子供や乞食のような
希望で一杯の愚か者たちがいなければ

俺が 子供の頃には
何もわからず 知らなかったのだ どこがどうなっているのかを
俺は 困惑して揺らぐ目で見上げた
太陽に向かって まるでそこにあるかのように
俺の嘆きを聴いてくれる耳が
俺のもののような心が 俺と同じ 苦しむ者を憐れむ心があるかのように
打ちひしがれた者に慈悲を与えてくれる心が

誰が 俺を助けてくれるというのか
高慢な巨人 ( ティタン ) どもの横暴に対して 俺を助け出したのか
死から救い出したのか 誰が 死から俺を救ってくれるというのか
奴隷の境遇から その暮らしから
お前は そのすべてを自分で お前自身が すべて成し遂げたのではないか
神々しく燃え立つ心よ 俺の心よ
そして お前は 若々しく 未熟で 善良にも燃え上がらせたのだ
騙され 欺かれた その救いの 感謝の思いを そして 捧げ
天で惰眠を貪っている者に対して

俺が お前を讃えるだと お前を歌う 何のために
お前が かつて 苦しむ者の痛みをやわらげてくれたことがあったか
重荷を背負っている者の
お前が 涙を静めてくれたことがあったか
不安におののき さいなまれている者の
俺を 男に鍛え上げたのは
全能の時間ではなかったのか
そして 永遠の運命ではなかったのか
俺の主人であり また お前の主人でもある

お前は 思っているのだろう しかし お前は 勘違いしているのでは
私が 生を厭うているはずだと 人生に嫌気をさして
荒野へと 逃れ出し 去っていくのだろうと
すべての 花のような夢が 実るわけではなく
そのすべては 実現しないからといって

ここに 俺は 座って 己の姿をかたどり 人間なるものを創造している
俺自身の姿に 似せて 一族を
そう 俺と同じ様な種族を 俺と同じように
悩み 苦しみ 泣き
喜び 楽しむ
そして お前を敬ったり崇拝したりしない者を
俺のように 俺と同じ様に

 

 

Prometheus

 

Bedecke deinen Himmel, Zeus,
Mit Wolkendunst
Und übe, dem Knaben gleich,
Der Disteln köpft,
An Eichen dich und Bergeshöhn;
Mußt mir meine Erde
Doch lassen stehn
Und meine Hütte, die du nicht gebaut,
Und meinen Herd,
Um dessen Glut
Du mich beneidest.

Ich kenne nichts Ärmeres
Unter der Sonn als euch, Götter!
Ihr nähret kümmerlich
Von Opfersteuern
Und Gebetshauch
Eure Majestät
Und darbtet, wären
Nicht Kinder und Bettler
Hoffnungsvolle Toren.

Da ich ein Kind war,
Nicht wußte, wo aus noch ein,
Kehrt ich mein verirrtes Auge
Zur Sonne, als wenn drüber wär
Ein Ohr, zu hören meine Klage,
Ein Herz wie meins,
Sich des Bedrängten zu erbarmen.

Wer half mir
Wider der Titanen Übermut?
Wer rettete vom Tode mich,
Von Sklaverei?
Hast du nicht alles selbst vollendet,
Heilig glühend Herz?
Und glühtest jung und gut,
Betrogen, Rettungsdank
Dem Schlafenden da droben?

Ich dich ehren? Wofür?
Hast du die Schmerzen gelindert
Je des Beladenen?
Hast du die Tränen gestillet
Je des Geängsteten?
Hat nicht mich zum Manne geschmiedet
Die allmächtige Zeit
Und das ewige Schicksal,
Meine Herrn und deine?

Wähntest du etwa,
Ich sollte das Leben hassen,
In Wüsten fliehen,
Weil nicht alle
Blütenträume reiften?

Hier sitz ich, forme Menschen
Nach meinem Bilde,
Ein Geschlecht, das mir gleich sei,
Zu leiden, zu weinen,
Zu genießen und zu freuen sich,
Und dein nich zu achten,
Wie ich!

 

 

Franz Peter Schubert, Prometheus D 674.
Johann Wolfgang von Goethe
Hugo Wolf, Lieder nach Texten von Johann Wolfgang von Goethe, “ Prometheus ”

 

 

 

 

Picture, Drawing & Photo, Text ; Image Credit With Copyright.

 

 

 

 

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072 : 調べの緒

 

 

SERIES ≫  無限定に相対する写像 / 射影配景における切断の意味 ” 華麗な罠 ” ( 2018 )

 

 

ARTWORK_072_low

 

CLICK UP ! 「 Das Gastmahl. Nach Platon ( zweite Fassung ) 」
( from 1871 until 1874 )

Das Gastmahl. Nach Platon (zweite Fassung)
Anselm Feuerbach ( 1873 ; from 1871 until 1874 ) 
The Symposium ; Second Version
Current location : Alte Nationalgalerie

 

 

 

 

ARTWORK : 072 「 調べの緒 ( 二分する結点 ) 」

 

 

ギリシャの壺に寄す

 

いまなお 穢れなき静寂の花嫁よ
沈黙と悠久の養女よ
森の歴史家でもある お前は
誰よりも やさしく花物語を語る
お前が 神であれ 人間であれ
お前の姿には テンペ あるいは アルカディアの谷の
緑に縁取られた伝説が 付き添う
お前に描かれたものは 男か 神か 拒絶する乙女たちか
狂おしき狩の追跡か 逃れようとする獣のあがきか
ラッパと太鼓 荒々しい陶酔か

耳に響くメロディに増して 沈黙のメロディは 甘い
それ故 描かれたラッパたちよ
耳にではなく 心に向けて吹き鳴らせ
音を伴わぬ旋律を
木陰なる青年よ お前は歌を忘れえず
木々もまた 常に 緑であることを忘れない
恋する青年よ お前は 競技に勝っても
乙女の接吻を もらえぬのを 嘆くなかれ
乙女は 消え去ることなく 永遠に若きままに
お前の愛を 受け止め続けるのだから

幸福な枝々よ お前たちは 葉を落とすことなく
春に別れを 告げることもない
そよぐ音は 幸せなメロディとなって
永遠に歌い続けるのだ
それは 幸せな 更に 幸せな愛
なぜなら 常に暖かくかつ静かで
常に何かを追い求め 若々しくいられるからだ
人間のはかない情動を超越し
悲しみにくれた心や 燃える額
舌の渇きなどに 係わりをもたない

生贄のために 連れて行かれるのは 誰だ
おお 神秘の僧侶よ いかなる緑の祭壇に
悲しげに泣きながら わき腹を綱でしばられた
これらの雌羊たちを 連れて行くのだ
川沿いや 海辺の小さな町
また 山中に建てられた砦には
何故 人がいないのか この平和な朝に
小さな町の通りは 永遠に静まり返り
誰一人として そのわけを
答えるために 戻って来ることはない

アッチカ風の形 上品な風情に
大理石の 青年や乙女が彫りこまれ
木々の枝や 踏みしだかれた草が描かれている
その静かな形は 見るものを慰め
永遠の感情に包んでくれる 冷たい田園の光景よ!
人間たちの古い世代が滅び去っても
お前は そのままに生き続ける
そして 友として人間にいうのだ
美は 真 真は 美 それがすべて
汝らが知り また知っておらねばならぬことだ と

 

 

 

 

ARTWORK_072_up

 

CLICK UP ! 「 Medea an der Urne 」
Anselm Feuerbach ( 1873 )
Current location : Kunsthistorisches Museum

 

 

 

 

Ode on a Grecian Urn

 

Thou still unravish’d bride of quietness,
Thou foster-child of Silence and slow Time,
Sylvan historian, who canst thus express
A flowery tale more sweetly than our rhyme:
What leaf-fringed legend haunts about thy shape
Of deities or mortals, or of both,
In Tempe or the dales of Arcady?
What men or gods are these? What maidens loth?
What mad pursuit? What struggle to escape?
What pipes and timbrels? What wild ecstasy?

Heard melodies are sweet, but those unheard
Are sweeter; therefore, ye soft pipes, play on;
Not to the sensual ear, but, more endear’d,
Pipe to the spirit ditties of no tone:
Fair youth, beneath the trees, thou canst not leave
Thy song, nor ever can those trees be bare;
Bold Lover, never, never canst thou kiss,
Though winning near the goal?yet, do not grieve;
She cannot fade, though thou hast not thy bliss,
For ever wilt thou love, and she be fair!

Ah, happy, happy boughs! that cannot shed
Your leaves, nor ever bid the Spring adieu;
And, happy melodist, unwearied,
For ever piping songs for ever new;
More happy love! more happy, happy love!
For ever warm and still to be enjoy’d,
For ever panting, and for ever young;
All breathing human passion far above,
That leaves a heart high-sorrowful and cloy’d,
A burning forehead, and a parching tongue.

Who are these coming to the sacrifice?
To what green altar, O mysterious priest,
Lead’st thou that heifer lowing at the skies,
And all her silken flanks with garlands drest?
What little town by river or sea-shore,
Or mountain-built with peaceful citadel,
Is emptied of its folk, this pious morn?
And, little town, thy streets for evermore
Will silent be; and not a soul, to tell
Why thou art desolate, can e’er return.

O Attic shape! fair attitude! with brede
Of marble men and maidens overwrought,
With forest branches and the trodden weed;
Thou, silent form! dost tease us out of thought
As doth eternity: Cold Pastoral!
When old age shall this generation waste,
Thou shalt remain, in midst of other woe
Than ours, a friend to man, to whom thou say’st,
‘Beauty is truth, truth beauty,that is all
Ye know on earth, and all ye need to know.’

 

 

John Keats
” Here lies one whose name was writ in water ”

 

 

 

 

Picture, Drawing & Photo, Text ; Image Credit With Copyright.

 

 

 

 

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071 : 体相用の大いなる心象

 

 

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ARTWORK_071_t

 

CLICK UP ! 「 Medea ; Tragödie nach ‘Euripides’ 」
Anselm Feuerbach ( 1870 )
Current location : Neue Pinakothek

 

 

 

 

ARTWORK : 071 「 体相用の大いなる心象 ( 広大無辺 / 無限 ) 」

 

 

哀悼の歌 / 悲歌 ( ネーニエ : 哀悼 )

 

美しき者とて 滅びねばならぬ
それこそが 人々と神々を支配する掟
地獄のゼウスの 青銅の心臓を動かすことはない
かつて たった一度だけ 愛が その闇の主の心を溶かしたことはあったが
出口にたどり着かぬうちに 厳しくも 彼は その贈り物を取り返したのだ
アフロディテさえも かの美しき少年の傷を癒すことはないであろう
その華奢な体を かの猪が残酷に引き裂きしものを
神々の英雄をも その不死の母が救うことはなかったのだ
スケイアの門にて倒れ 彼が死の運命を受け入れしときにも
けれども 彼女は 海底よりネレウスの娘たちと共に上がり
偉大な息子のために 嘆きの歌を歌ったのだ
見よ 神々が泣いている 女神たちも 皆泣いている
美しきものが色あせることに 完全なるものも 死にゆくことに
愛する者の口より出ずる嘆きの歌は 素晴らしいものだ
なぜなら 凡人たちは 音も立てずに冥界へと降りてゆくのだから

 

 

Nänie

 

Auch das Schöne muß sterben! Das Menschen und Götter bezwinget,
Nicht die eherne Brust rührt es dem stygischen Zeus.
Einmal nur erweichte die Liebe den Schattenbeherrscher,
Und an der Schwelle noch,streng,rief er zurück sein Geschenk.
Nicht stillt Aphrodite dem schönen Knaben die Wunde,
Die in den zierlichen Leib grausam der Eber geritzt.
Nicht errettet den göttlichen Held die unsterbliche Mutter,
Wann er am skäischen Tor fallend sein Schicksal erfüllt.
Aber sie steigt aus dem Meer mit allen Töchtern des Nereus,
Und die Klage hebt an um den verherrlichten Sohn.
Siehe! Da weinen die Götter,es weinen die Göttinnen alle,
Daß das Schöne vergeht,daß das Vollkommene stirbt.
Auch ein Klagelied zu sein im Mund der Geliebten ist herrlich;
Denn das Gemeine geht klanglos zum Orkus hinab.

 

 

Johannes Brahms, Nänie Op.82
Friedrich von Schiller, ” Näni ”

 

 

 

 

ARTWORK_071_c

 

CLICK UP ! 「 Iphigenia I 」
Anselm Feuerbach ( 1862 )
Current location : Hessisches Landesmuseum Darmstadt

 

 

 

 

運命の歌

 

おん身らは 天上で 光の中を 柔らかなところを
踏んで 逍遥する 至福の精霊たちよ
そこには 光り輝くそよ風が 神々しい大気が
そっと おん身らに ほのかに吹き寄せる
女たちの指が
きよらかな絃に触れるように

天上の霊たちは
運命に わずらわされず まどろむ赤子のように
運命を超えた世界の息づき 天上のものらは 安らかに息づく
つつましやかな蕾の中で
きよらかに 純潔のその身を譲られて
彼らの 心は 魂は 永遠に花咲き
その至福の眼差しは
おだやかな永遠の明るさで輝いている
静かに澄んだ清澄さも見入っている

しかし わたしたち人間には
どこにも安らうことも許されない定めだ
悩み多く生きる人間たちは 盲目のままに
この瞬間から次の瞬間へと
過ぎゆき 落ちて 消え失せ 落ちてゆく
岩の断崖から断崖へと
ほうり出され落ちてゆく水のように
一時も休むことなく 行く末も知らず
いつか 見わけのつかぬものとなって 落ちてゆく

 

 

Schicksalslied

 

Ihr wandelt droben im Licht
Auf weichem Boden,selige Genien!
Glänzende Götterlüfte
Rühren Euch leicht,
Wie die Finger der Künstlerin
Heilige Saiten.

Schicksallos,wie der schlafende
Säugling,atmen die Himmlischen;
Keusch bewahrt
in bescheidener Knospe,
Blühet ewig
Ihnen der Geist,
Und die seligen Augen
Blicken in stiller
Ewiger Klarheit.

Doch uns ist gegeben,
Auf keiner Stätte zu ruhn;
Es schwinden,es fallen
Die leidenden Menschen
Blindlings von einer
Stunde zur andern,
Wie Wasser von Klippe
Zu Klippe geworfen,
Jahrlang ins Ungewisse hinab.

 

 

Johannes Brahms, Schicksalslied  Op.54
Johann Christian Friedrich Hölderlin, ” Hyperion ”

 

 

 

 

ARTWORK_071_u

 

CLICK UP ! 「 Iphigenia II 」
Anselm Feuerbach ( 1871 )
Current location : Staatsgalerie Stuttgart

 

 

 

 

4つの厳粛な歌

 

 

1. 獣にきたるがごとく 人にも きたるものなれば

獣にきたるがごとく 人にも きたるものなれば
獣が死せるごとく 人も 死すべきものなり
すべてのものは 同じ息を持ち
人といえども 獣にまさることなし
なぜなら 一切は 空虚なればなり

すべてのものは ひとつの場所に向かう
みな 塵より出でて
そして 再び塵に帰る
誰が知ろう 人の魂が天へと昇り
そして 獣の息が
地の底に 下るか否かなど

ゆえに 我は 見たり これに勝れるものなしと
人は 己が仕事のもとにおきて幸いなることを
これぞ 人の分限なり
なぜなら 誰も 人をかの地へと導き
人に その行く末を見せることあたわざれば

 

2. 我は 振り返り そして 見たり

我は 振り返り そして 見たり
太陽のもとで 上正に苦しむ すべての者たちを
そして 見よ そこで涙を流す者たちの涙を
彼らは 上正に苦しみ慰める者とていない
そして 彼らに 上正をなす者は あまりに強大なれば
誰も 彼らを慰めることあたわざり

ゆえに 我は 死者を讃えん
もう 既に死せる者たちを
生ける者よりも
いまだ生き続ける者たちよりも
然れども なお未だ生まれざる者は そのいずれよりも 幸いなり
かかる悪しきことを未だ見ざれば
この太陽のもとでなされる悪しきことを

 

3. おお 死よ なんと 汝は 苦きことか

おお 死よ なんと 汝は 苦きことか
汝のことを 人が考えるときには
その人が 善き日々を送り
悩みごとなく暮らし
万事がつつがなく
食べることにも困らぬときに
おお 死よ なんと 汝は 苦きことか

おお 死よ なんと 汝は 貧しき者には心地よきものか
か弱き者や年老いたる者には
あまたの悩みの中に投げ込まれ
もはや 何もより 良きものを望むことあたわず
期待することあたわざる者には
おお 死よ なんと 汝は 貧しき者には心地よきものか

 

4. たとえ われが 人間の また天使の言葉で語ろうとも

たとえ われが 人間の また 天使の言葉で語ろうとも
そこに 愛がなかりせば
それは 鳴り響く銅鑼と
あるいは 鳴り響く鈴と同じものなり
たとえ われが 予言をなす力を持ち
あらゆる秘密を知り
あらゆる知識を持っていようとも
そして また あらゆる信仰心
山をも動かす信仰心を持っていようとも
そこに 愛がなかりせば
われは 無に等しき者

たとえ われが 貧しき者へと 我が持てる物をみな施そうとも
我が身を燃やさせようと
そこに 愛がなかりせば
みなわれには 無意味なことなり

われらは 今 鏡を通して見る
謎めいた言葉もて
だが 時来たれば 顔と顔を見合わせる
今 われが 知るのは 断片なれど
その時には 知ることになる
われが 今 知られているのと同じ程に

永遠に残りしものは 信仰 希望 愛
この三つなり
だが 愛こそが この中でもっとも尊きもの

 

 

Vier ernste Gesänge

 

1. Denn es gehet dem Menschen wie dem Vieh

Denn es gehet dem Menschen wie dem Vieh;
wie dies stirbt,so stirbt er auch;
und haben alle einerlei Odem;
und der Mensch hat nichts mehr denn das Vieh:
denn es ist alles eitel.

Es fährt alles an einem Ort;
es ist alles von Staub gemacht,
und wird wieder zu Staub.
Wer weiß,ob der Geist des Menschen
aufwärts fahre,
und der Odem des Viehes unterwärts unter
die Erde fahre?

Darum sahe ich,daß nichts bessers ist,
denn daß der Mensch fröhlich sei in seiner Arbeit,
denn das ist sein Teil.
Denn wer will ihn dahin bringen,
daß er sehe,was nach ihm geschehen wird?

 

2. Ich wandte mich und sahe an

Ich wandte mich und sahe an
Alle,die Unrecht leiden unter der Sonne;
Und siehe,da waren Tränen derer,
Die Unrecht litten und hatten keinen Tröster;
Und die ihnen Unrecht täten,waren zu mächtig,
Daß sie keinen Tröster haben konnten.

Da lobte ich die Toten,
Die schon gestorben waren
Mehr als die Lebendigen,
Die noch das Leben hatten;
Und der noch nicht ist,ist besser,als alle beide,
Und des Bösen nicht inne wird,
Das unter der Sonne geschieht.

 

3. O Tod,wie bitter bist du

O Tod,wie bitter bist du,
Wenn an dich gedenket ein Mensch,
Der gute Tage und genug hat
Und ohne Sorge lebet;
Und dem es wohl geht in allen Dingen
Und noch wohl essen mag!
O Tod,wie bitter bist du.

O Tod,wie wohl tust du dem Dürftigen,
Der da schwach und alt ist,
Der in allen Sorgen steckt,
Und nichts Bessers zu hoffen,
Noch zu erwarten hat!
O Tod,wie wohl tust du!

 

4. Wenn ich mit Menschen und mit Engelszungen redete

Wenn ich mit Menschen und mit Engelszungen redete,
Und hätte der Liebe nicht,
So wär’ ich ein tönend Erz,
Oder eine klingende Schelle.
Und wenn ich weissagen könnte,
Und wüßte alle Geheimnisse
Und alle Erkenntnis,
Und hätte allen Glauben,also
Daß ich Berge versetzte,
Und hätte der Liebe nicht,
So wäre ich nichts.

Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe,
Und ließe meinen Leib brennen,
Und hätte der Liebe nicht,
So wäre mir’s nichts nütze.

Wir sehen jetzt durch einen Spiegel
In einem dunkeln Worte;
Dann aber von Angesicht zu Angesichte.
Jetzt erkenne ich’s stückweise,
Dann aber werd ich’s erkennen,
Gleich wie ich erkennet bin.

Nun aber bleibet Glaube,Hoffnung,Liebe,
Diese drei;
Aber die Liebe ist die größeste unter ihnen.

 

 

Johannes Brahms, Vier ernste Gesänge Op.121 ( Hymn, – )

 

 

 

 

Picture, Drawing & Photo, Text ; Image Credit With Copyright.

 

 

 

 

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070 : 謎が悉す不可解な万有の真相

 

 

SERIES ≫  無限定に相対する写像 / 射影配景における切断の意味 ” 華麗な罠 ” ( 2018 )

 

 

ARTWORK_070_under (1)

 

CLICK UP ! ” First Future ”
Etching with aquatint, print 2 of the second edition.
Max Klinger ( 1879-80 ; print made 1882 )
Source : Saint Louis Art Museum official site
From Wikimedia Commons, the free media repository, https://commons.wikimedia.org/wiki/
File:Max Klinger – First Future.jpg

 

 

 

 

ARTWORK : 070 「 謎が悉す不可解な万有の真相 」

 

 

シュトラウス : 交響詩 ツァラトゥストラは こう語った < ニーチェに従って自由に >
( ニーチェ :「 ツァラトゥストラは こう語った 」 より )

 

凝視 崇拝 経験 疑い 理解 絶望
舞踏の歌 夜の彷徨い人の歌 ( 舞踏讃歌 情熱 満たされたあこがれ )
自然の動機
畏怖の動機 あこがれの動機 信仰のテーマ
生の衝動の動機
情熱の主題 嫌悪の動機 疑いの動機
舞踏の動機

ニーチェに従って自由に

1. 序奏( 序説 )/ 日の出
2. 世界の背後を説く者について
3. 大いなるあこがれについて
4. 喜びの そして苦しみの情熱について ( 喜びと情熱について )
5. 墓場の歌
6. 学問について
7. 病より癒え行く者 ( 快癒に向かう者 )
8. 舞踏の歌
9. 夜の彷徨い人 ( 流離い人 ) の歌

 

 

Richard Georg Strauss : Sinfonische Dichtung, Also sprach Zarathustra.
< frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche >
Tondichtung für grosses Orchester Op.30, TrV 176.
( aus Also sprach Zarathustra von Nietzsche )

 

 

Schauen, Anbeten, Erleben, Zweifeln, Erkennen, Verzweifeln.
Das Tanzlied, Nachtwandlerlied ; Tanzhymnus, Leidenschaft, erfüllte Sehnsucht.

Naturmotiv.
Schauer-motiv, Sehnsuchtsmotiv, Glaubensthema.
Lebenstriebmotiv.
Leidenschaftsthema, Ekel-mot, Zweifel-motiv.
Tanzmotiv.

frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche.

1. Einleitung ( Vorrede )/ Sonnenaufgang
2. Von den Hinterweltlern
3. Von der großen Sehnsucht
4. Von den Freuden-und Leidenschaften
5. Das Grablied
6. Von der Wissenschaft
7. Der Genesende
8. Das Tanzlied
9. Nachtwandlerlied

 

 

 

 

9. 夜の彷徨い人 ( 流離い人 ) の歌

 

 

嫌悪の動機 疑いの動機 生の衝動の動機 反復

情熱の主題 よろこびの情熱

自然の動機

 

 

9. Nachtwandlerlied

 

Ekel-motiv, Zweifel-motiv, ebenstriebmoti.

Leidenschaftsthema, Freudenschaft.

Naturmotiv.

 

 

Richard Georg Strauss : Sinfonische Dichtung, Also sprach Zarathustra.
< frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche >
9. Nachtwandlerlied, Tondichtung für grosses Orchester Op.30, TrV 176.
( aus Also sprach Zarathustra von Nietzsche )

 

 

 

 

Max Klinger, "Intermezzi" Opus IV, 1881, Plate XII, "Amor, God und Jenseits."

 

CLICK UP ! ” Intermezzi Portfolio,” Opus IV, Plate XII, ” Amor, God und Jenseits.”
Max Klinger ( 1881 )

 

 

 

 

ニーチェ : 「 ツァラトゥストラは こう語った 」 第3部 / 第二の舞踏の歌

 

…… 鐘が 真夜中の時を打つのを聞くと
最初の一つから 最後の十二までの間 あなたは ずっとあのことを考えるのです……

…… 一つ
おお人間よ しかと聞け
…… 二つ
深い真夜中は 何を語るか
…… 三つ
私は 眠りに眠り
…… 四つ
深い夢から いま 目が覚めた
…… 五つ
この世は深い
…… 六つ
昼が考えたよりも さらに深い
…… 七つ
この世の嘆き苦しみは深い
…… 八つ
しかし このよろこび それは 心の底からの 哀しみ 苦悩 それよりも一層深い
…… 九つ
嘆き 苦しみ その声は言う 終わってくれと
…… 十
しかし すべてのよろこびは 永遠を欲してやまぬ
…… 十一
そう 深い 深い永遠を
…… 十二

 

 

Friedrich Wilhelm Nietzsche : Also sprach Zarathustra, Ein Buch für Alle und Keinen.
Dritter Teil. Also sprach Zarathustra. Also sprach Zarathustra / Das andere Tanzlied

 

1.

»In dein Auge schaute ich jüngst, o Leben: Gold sah ich in deinem Nacht-Auge blinken, – mein Herz stand still vor dieser Wollust:
– einen goldenen Kahn sah ich blinken auf nächtigen Gewässern, einen sinkenden, trinkenden, wieder winkenden goldenen Schaukel-Kahn!
Nach meinem Fuße, dem tanzwütigen, warfst du einen Blick, einen lachenden fragenden schmelzenden Schaukel-Blick:
Zweimal nur regtest du deine Klapper mit kleinen Händen – da schaukelte schon mein Fuß vor Tanz-Wut. –
Meine Fersen bäumten sich, meine Zehen horchten, dich zu verstehen: trägt doch der Tänzer sein Ohr – in seinen Zehen!
Zu dir hin sprang ich: da flohst du zurück vor meinem Sprunge; und gegen mich züngelte deines fliehenden fliegenden Haars Zunge!
Von dir weg sprang ich und von deinen Schlangen: da standst du schon, halbgewandt, das Auge voll Verlangen.
Mit krummen Blicken – lehrst du mich krumme Bahnen; auf krummen Bahnen lernt mein Fuß – Tücken!
Ich fürchte dich nahe, ich liebe dich ferne; deine Flucht lockt mich, dein Suchen stockt mich – ich leide, aber was litt ich um dich nicht gerne!
Deren Kälte zündet, deren Haß verführt, deren Flucht bindet, deren Spott – rührt:
– wer haßte dich nicht, dich große Binderin, Umwinderin, Versucherin, Sucherin, Finderin! Wer liebte dich nicht, dich unschuldige, ungeduldige, windseilige, kindsäugige Sünderin!
Wohin ziehst du mich jetzt, du Ausbund und Unband? Und jetzt fliehst du mich wieder, du süßer Wildfang und Undank!
Ich tanze dir nach, ich folge dir auch auf geringer Spur. Wo bist du? Gib mir die Hand! Oder einen Finger nur!
Hier sind Höhlen und Dickichte: wir werden uns verirren! – Halt! Steh still! Siehst du nicht Eulen und Fledermäuse schwirren?
Du Eule! Du Fledermaus! Du willst mich äffen? Wo sind wir? Von den Hunden lerntest du dies Heulen und Kläffen.
Du fletschest mich lieblich an mit weißen Zähnlein, deine bösen Augen springen gegen mich aus lockichtem Mähnlein!
Das ist ein Tanz über Stock und Stein: ich bin der Jäger – willst du mein Hund oder meine Gemse sein?
Jetzt neben mir! Und geschwind, du boshafte Springerin! Jetzt hinauf! Und hinüber! – Wehe! Da fiel ich selber im Springen hin!
O sieh mich liegen, du Übermut, und um Gnade flehn! Gerne möchte ich mit dir – lieblichere Pfade gehn!
– der Liebe Pfade durch stille bunte Büsche! Oder dort den See entlang: da schwimmen und tanzen Goldfische!
Du bist jetzt müde? Da drüben sind Schafe und Abendröten: ist es nicht schön, zu schlafen, wenn Schäfer flöten?
Du bist so arg müde? Ich trage dich hin, laß nur die Arme sinken! Und hast du Durst – ich hätte wohl etwas, aber dein Mund will es nicht trinken! –
– O diese verfluchte flinke gelenke Schlange und Schlupf-Hexe! Wo bist du hin? Aber im Gesicht fühle ich von deiner Hand zwei Tupfen und rote Klexe!
Ich bin es wahrlich müde, immer dein schafichter Schäfer zu sein! Du Hexe, habe ich dir bisher gesungen, nun sollst du mir – schrein!
Nach dem Takt meiner Peitsche sollst du mir tanzen und schrein! Ich vergaß doch die Peitsche nicht? – Nein!« –

2.

Da antwortete mir das Leben also und hielt sich dabei die zierlichen Ohren zu:
»O Zarathustra! Klatsche doch nicht so fürchterlich mit deiner Peitsche! Du weißt es ja: Lärm mordet Gedanken – und eben kommen mir so zärtliche Gedanken.
Wir sind beide zwei rechte Tunichtgute und Tunichtböse. Jenseits von Gut und Böse fanden wir unser Eiland und unsre grüne Wiese – wir zwei allein! Darum müssen wir schon einander gut sein!
Und lieben wir uns auch nicht von Grund aus –, muß man sich denn gram sein, wenn man sich nicht von Grund aus liebt?
Und daß ich dir gut bin und oft zu gut, das weißt du: und der Grund ist, daß ich auf deine Weisheit eifersüchtig bin. Ah, diese tolle alte Närrin von Weisheit!
Wenn dir deine Weisheit einmal davonliefe, ach! da liefe dir schnell auch meine Liebe noch davon.« –

Darauf blickte das Leben nachdenklich hinter sich und um sich und sagte leise: »O Zarathustra, du bist mir nicht treu genug!
Du liebst mich lange nicht so sehr wie du redest; ich weiß, du denkst daran, daß du mich bald verlassen willst.
Es gibt eine alte schwere schwere Brumm-Glocke: die brummt nachts bis zu deiner Höhle hinauf: –
– hörst du diese Glocke mitternachts die Stunde schlagen, so denkst du zwischen eins und zwölf daran –
– du denkst daran, o Zarathustra, ich weiß es, daß du mich bald verlassen willst!« –

»Ja«, antwortete ich zögernd, »aber du weißt es auch –« Und ich sagte ihr etwas ins Ohr, mitten hinein zwischen ihre verwirrten gelben törichten Haar-Zotteln.
»Du weißt das, o Zarathustra? Das weiß niemand. – –«
Und wir sahen uns an und blickten auf die grüne Wiese, über welche eben der kühle Abend lief, und weinten miteinander. – Damals aber war mir das Leben lieber, als je alle meine Weisheit. –

3.

…… Eins!
O Mensch! Gib acht!
…… Zwei!
Was spricht die tiefe Mitternacht?
…… Drei!
Ich schlief, ich schlief –,
…… Vier!
Aus tiefem Traum bin ich erwacht: –
…… Fünf!
Die Welt ist tief,
…… Sechs!
Und tiefer als der Tag gedacht.
…… Sieben!
Tief ist ihr Weh –,
…… Acht!
Lust – tiefer noch als Herzeleid:
…… Neun!
Weh spricht: Vergeh!
…… Zehn!
Doch alle Lust will Ewigkeit –,
…… Elf!
– will tiefe, tiefe Ewigkeit!
…… Zwölf!

 

 

ニーチェ : 「 ツァラトゥストラは こう語った 」 第4部 / 酔歌

 

おお人間よ おお人間よ
心せよ 心せよ
何を語っているのか 深い真夜中は
われは 眠っていた われは 眠っていた
深き夢より われは 目覚める
世界は 深い
はるかに深いのだ 昼間が考えていたよりもずっと
おお人間よ おお人間よ
深い 深い 深いのは その苦悩 深いのは その苦悩
だが快楽は 心の苦悩より なお深いのだ
苦悩は 語る 消え去れと
だが あらゆる快楽は 永遠を求める
深い 深い 永遠を求めるのだ

 

マーラ― : 交響曲 第3番
第4楽章 ” おお人間よ 心せよ / 酔いしれた者の歌 ” ( ツァラトゥストゥラの真夜中の歌 )
ニーチェ :「 ツァラトゥストゥラは こう語った 」 より

 

 

Friedrich Wilhelm Nietzsche : Also sprach Zarathustra, Ein Buch für Alle und Keinen.
Vierter und letzter Theil. Also sprach Zarathustra ” Das Nachtwandler-Lied ; Das trunkene Lied ” / 12.

 

O Mensch! O Mensch!
Gib acht! Gib acht!
Was spricht,die tiefe Mitternacht?
Ich schlief,ich schlief
Aus tiefem Traum bin ich erwacht!
Die Welt ist tief!
und tiefer,als der Tag gedacht!
O Mensch! O Mensch!
Tief ! Tief ! Tief ist ihr Weh!,Tief ist ihr Weh!,
Lust Lust tiefer noch als Herzeleid!
Weh spricht: Vergeh! Weh spricht: Vergeh!
Doch alle Lust will Ewigkeit -,
will tiefe,tiefe Ewigkeit!”

 

G.Mahler : Symphony No.3
4th movement ” O Mensch! Gib acht ” ( Zarathustras Mitternachts )
aus Also sprach Zarathustra von Nietzsche.

 

 

 

 

Picture, Drawing & Photo, Text ; Image Credit With Copyright.

 

 

 

 

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069 : 迷妄を離れる道そのものなく

 

 

SERIES ≫  無限定に相対する写像 / 射影配景における切断の意味 ” 華麗な罠 ” ( 2018 )

 

 

ARTWORK_069_up

 

CLICK UP ! 「 Opus II, Rettung Ovidischer Opfer, Erstes Intermezzo ( Schaukel )」
Erstes Intermezzo series Rettungen ovvidischer Opfer
Radierung und Aquatinta
Max Klinger ( 1879 )

 

 

 

 

ARTWORK : 069 「 迷妄を離れる道そのものなく 」

 

 

シュトラウス : 交響詩 ツァラトゥストラは こう語った < ニーチェに従って自由に >
( ニーチェ :「 ツァラトゥストラは こう語った 」 より )

 

凝視 崇拝 経験 疑い 理解 絶望
舞踏の歌 夜の彷徨い人の歌 ( 舞踏讃歌 情熱 満たされたあこがれ )
自然の動機
畏怖の動機 あこがれの動機 信仰のテーマ
生の衝動の動機
情熱の主題 嫌悪の動機 疑いの動機
舞踏の動機

ニーチェに従って自由に

1. 序奏( 序説 )/ 日の出
2. 世界の背後を説く者について
3. 大いなるあこがれについて
4. 喜びの そして苦しみの情熱について ( 喜びと情熱について )
5. 墓場の歌
6. 学問について
7. 病より癒え行く者 ( 快癒に向かう者 )
8. 舞踏の歌
9. 夜の彷徨い人 ( 流離い人 ) の歌

 

 

Richard Georg Strauss : Sinfonische Dichtung, Also sprach Zarathustra.
< frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche >
Tondichtung für grosses Orchester Op.30, TrV 176.
( aus Also sprach Zarathustra von Nietzsche )

 

 

Schauen, Anbeten, Erleben, Zweifeln, Erkennen, Verzweifeln.
Das Tanzlied, Nachtwandlerlied ; Tanzhymnus, Leidenschaft, erfüllte Sehnsucht.

Naturmotiv.
Schauer-motiv, Sehnsuchtsmotiv, Glaubensthema.
Lebenstriebmotiv.
Leidenschaftsthema, Ekel-mot, Zweifel-motiv.
Tanzmotiv.

frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche.

1. Einleitung ( Vorrede )/ Sonnenaufgang
2. Von den Hinterweltlern
3. Von der großen Sehnsucht
4. Von den Freuden-und Leidenschaften
5. Das Grablied
6. Von der Wissenschaft
7. Der Genesende
8. Das Tanzlied
9. Nachtwandlerlied

 

 

 

 

8. 舞踏の歌

 

 

自然の動機

畏怖の動機

信仰のテーマ

生の衝動の動機 解き放たれ

舞踏の動機

嫌悪の動機 疑いの動機

情熱の主題

あこがの動機

 

 

8. Das Tanzlied

 

Naturmotiv.

Schauer-motiv.

Glaubensthema.

Lebenstriebmotiv.

Tanzmotiv.

Ekel-motiv, Zweifel-motiv.

Leidenschaftsthema.

Sehnsuchtsmotiv.

 

 

Richard Georg Strauss : Sinfonische Dichtung, Also sprach Zarathustra.
< frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche >
8. Das Tanzlied, Tondichtung für grosses Orchester Op.30, TrV 176.
( aus Also sprach Zarathustra von Nietzsche )

 

 

 

 

ARTWORK_069_under

 

CLICK UP ! 「 Aus dem Zyklus ” Vom Toter, Erster Teil ” : Kind 」
From the Cycle ” On Death Part I ” : Child
Radierung und Aquatinta auf Papier ; Etching and aquatint on paper
Max Klinger ( 1879 )
Current location : Albertina

 

 

 

 

ニーチェ : 「 ツァラトゥストラは こう語った 」 第2部 / 舞踊の歌

 

…… 泉を捜していると 思いがけなく木々と茂みにかこまれた静かな緑の草地に出た
そこに 少女たちが互いに踊っていた
ツァラトゥストラは やさしい様子で少女たちに近づき このように言った

…… 美しい踊り子たちよ
わたしが小さな神をすこし無理に起こしても
わたしを悪く思わないでおくれ ……

…… このわたしが 彼の踊りのために歌を歌ってやろう
わたしの歌は 重力の魔を嘲る舞踊の歌だ
この重力の魔こそ わたしにとって
最高で最強の悪魔人々の言うところの ” この世の主だ ” ……

…… 童神が 少女たちと一緒に踊ったとき ツァラトゥストラが歌ったのが つぎの歌である

…… おお ” 生 ” よ わたしは さきごろ おまえの眼をのぞきこんだ
すると わたしは 底知れぬ深みのなかに沈んで行くかと思われた
しかし お前は 黄金の釣り針で わたしを引き上げてくれた ……

…… ” 知恵 ” は ” 生 ” と同じ眼を持ち 笑いを持ち 黄金の釣り竿まで持っている
この二人が これほど似ているからといって わたしには どうすることもできないことだ ……

…… ああ お前は再び眼をあけた わたしの最愛の ” 生 ” よ
そして わたしは再び底知れぬ深みの中に沈んで行くかと思われた ……

…… おお ツァラトゥストラ わたしは知っています
あなたが まもなく このわたしを この ” 生” を 見捨てようと考えていることを ……

…… そうだと わたしは 躊躇いながら答えた

…… しかし お前も知っているはずだ

…… わたしは 彼女の耳にあることをささやいた

…… おお ツァラトゥストラ あなたは それを知っておいでなの 知る者は誰もいないのに ……

 

 

Friedrich Wilhelm Nietzsche : Also sprach Zarathustra, Ein Buch für Alle und Keinen.
Zweiter Teil. Also sprach Zarathustra / Das Tanzlied

 

Eines Abends ging Zarathustra mit seinen Jüngern durch den Wald; und als er nach einem Brunnen suchte, siehe, da kam er auf eine grüne Wiese, die von Bäumen und Gebüsch still umstanden war: auf der tanzten Mädchen miteinander. Sobald die Mädchen Zarathustra erkannten, ließen sie vom Tanze ab; Zarathustra aber trat mit freundlicher Gebärde zu ihnen und sprach diese Worte:
»Laßt vom Tanze nicht ab, ihr lieblichen Mädchen! Kein Spielverderber kam zu euch mit bösem Blick, kein Mädchen-Feind.
Gottes Fürsprecher bin ich vor dem Teufel: der aber ist der Geist der Schwere. Wie sollte ich, ihr Leichten, göttlichen Tänzen feind sein? Oder Mädchen-Füßen mit schönen Knöcheln?
Wohl bin ich ein Wald und eine Nacht dunkler Bäume: doch wer sich vor meinem Dunkel nicht scheut, der findet auch Rosenhänge unter meinen Zypressen.
Und auch den kleinen Gott findet er wohl, der den Mädchen der liebste ist: neben dem Brunnen liegt er, still, mit geschlossenen Augen.
Wahrlich, am hellen Tage schlief er mir ein, der Tagedieb! Haschte er wohl zuviel nach Schmetterlingen?
Zürnt mir nicht, ihr schönen Tanzenden, wenn ich den kleinen Gott ein wenig züchtige! Schreien wird er wohl und weinen – aber zum Lachen ist er noch im Weinen!
Und mit Tränen im Auge soll er euch um einen Tanz bitten; und ich selber will ein Lied zu seinem Tanze singen:
Ein Tanz- und Spottlied auf den Geist der Schwere, meinen allerhöchsten großmächtigsten Teufel, von dem sie sagen, daß er ›der Herr der Welt‹ sei.« –
Und dies ist das Lied, welches Zarathustra sang, als Kupido und die Mädchen zusammen tanzten:

In dein Auge schaute ich jüngst, oh Leben! Und ins Unergründliche schien ich mir da zu sinken.
Aber du zogst mich mit goldner Angel heraus; spöttisch lachtest du, als ich dich unergründlich nannte.
»So geht die Rede aller Fische«, sprachst du; »was sie nicht ergründen, ist unergründlich.
Aber veränderlich bin ich nur und wild und in allem ein Weib, und kein tugendhaftes:
Ob ich schon euch Männern ›die Tiefe‹ heiße oder ›die Treue‹, ›die Ewige‹, die ›Geheimnisvolle‹
Doch ihr Männer beschenkt uns stets mit den eignen Tugenden – ach, ihr Tugendhaften!«
Also lade sie, die Unglaubliche; aber ich glaube ihr niemals und ihrem Lachen, wenn sie bös von sich selber spricht.
Und als ich unter vier Augen mit meiner wilden Weisheit redete, sagte sie mir zornig: »Du willst, du begehrst, du liebst, darum allein lobst du das Leben!«
Fast hätte ich da bös geantwortet und der Zornigen die Wahrheit gesagt; und man kann nicht böser antworten, als wenn man seiner Weisheit »die Wahrheit sagt«.
So nämlich steht es zwischen uns dreien. Von Grund aus liebe ich nur das Leben – und, wahrlich, am meisten dann, wenn ich es hasse!
Daß ich aber der Weisheit gut bin und oft zu gut: das macht, sie erinnert mich gar sehr an das Leben!
Sie hat ihr Auge, ihr Lachen und sogar ihr goldnes Angelrütchen: was kann ich dafür, daß die beiden sich so ähnlich sehn?
Und als mich einmal das Leben fragte: Wer ist denn das, die Weisheit? – da sagte ich eifrig: »Ach ja! die Weisheit!
Man dürstet um sie und wird nicht satt, man blickt durch Schleier, man hascht durch Netze.
Ist sie schön? Was weiß ich! Aber die ältesten Karpfen werden noch mit ihr geködert.
Veränderlich ist sie und trotzig; oft sah ich sie sich die Lippe beißen und den Kamm wider ihres Haares Strich führen.
Vielleicht ist sie böse und falsch, und in allem ein Frauenzimmer; aber wenn sie von sich selber schlecht spricht, da gerade verführt sie am meisten.«
Als ich dies zu dem Leben sagte, da lachte es boshaft und machte die Augen zu. »Von wem redest du doch? sagte es, wohl von mir?
Und wenn du Recht hättest – sagt man das mir so ins Gesicht! Aber nun sprich doch auch von deiner Weisheit!«
Ach, und nun machtest du wieder dein Auge auf, oh geliebtes Leben! Und ins Unergründliche schien ich mir wieder zu sinken. –
Also sang Zarathustra. Als aber der Tanz zu Ende und die Mädchen fortgegangen waren, wurde er traurig.
»Die Sonne ist lange schon hinunter«, sagte er endlich; »die Wiese ist feucht, von den Wäldern her kommt Kühle.
Ein Unbekanntes ist um mich und blickt nachdenklich. Was! Du lebst noch, Zarathustra?
Warum? Wofür? Wodurch? Wohin? Wo? Wie? Ist es nicht Torheit, noch zu leben? –
Ach, meine Freunde, der Abend ist es, der so aus mir fragt. Vergebt mir meine Traurigkeit!
Abend ward es: vergebt mir, daß es Abend ward!«

 

 

 

 

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