071 : 体相用の大いなる心象

 

 

SERIES ≫  無限定に相対する写像 / 射影配景における切断の意味 ” 華麗な罠 ” ( 2018 )

 

 

ARTWORK_071_t

 

CLICK UP ! 「 Medea ; Tragödie nach ‘Euripides’ 」
Anselm Feuerbach ( 1870 )
Current location : Neue Pinakothek

 

 

 

 

ARTWORK : 071 「 体相用の大いなる心象 ( 広大無辺 / 無限 ) 」

 

 

哀悼の歌 / 悲歌 ( ネーニエ : 哀悼 )

 

美しき者とて 滅びねばならぬ
それこそが 人々と神々を支配する掟
地獄のゼウスの 青銅の心臓を動かすことはない
かつて たった一度だけ 愛が その闇の主の心を溶かしたことはあったが
出口にたどり着かぬうちに 厳しくも 彼は その贈り物を取り返したのだ
アフロディテさえも かの美しき少年の傷を癒すことはないであろう
その華奢な体を かの猪が残酷に引き裂きしものを
神々の英雄をも その不死の母が救うことはなかったのだ
スケイアの門にて倒れ 彼が死の運命を受け入れしときにも
けれども 彼女は 海底よりネレウスの娘たちと共に上がり
偉大な息子のために 嘆きの歌を歌ったのだ
見よ 神々が泣いている 女神たちも 皆泣いている
美しきものが色あせることに 完全なるものも 死にゆくことに
愛する者の口より出ずる嘆きの歌は 素晴らしいものだ
なぜなら 凡人たちは 音も立てずに冥界へと降りてゆくのだから

 

 

Nänie

 

Auch das Schöne muß sterben! Das Menschen und Götter bezwinget,
Nicht die eherne Brust rührt es dem stygischen Zeus.
Einmal nur erweichte die Liebe den Schattenbeherrscher,
Und an der Schwelle noch,streng,rief er zurück sein Geschenk.
Nicht stillt Aphrodite dem schönen Knaben die Wunde,
Die in den zierlichen Leib grausam der Eber geritzt.
Nicht errettet den göttlichen Held die unsterbliche Mutter,
Wann er am skäischen Tor fallend sein Schicksal erfüllt.
Aber sie steigt aus dem Meer mit allen Töchtern des Nereus,
Und die Klage hebt an um den verherrlichten Sohn.
Siehe! Da weinen die Götter,es weinen die Göttinnen alle,
Daß das Schöne vergeht,daß das Vollkommene stirbt.
Auch ein Klagelied zu sein im Mund der Geliebten ist herrlich;
Denn das Gemeine geht klanglos zum Orkus hinab.

 

 

Johannes Brahms, Nänie Op.82
Friedrich von Schiller, ” Näni ”

 

 

 

 

ARTWORK_071_c

 

CLICK UP ! 「 Iphigenia I 」
Anselm Feuerbach ( 1862 )
Current location : Hessisches Landesmuseum Darmstadt

 

 

 

 

運命の歌

 

おん身らは 天上で 光の中を 柔らかなところを
踏んで 逍遥する 至福の精霊たちよ
そこには 光り輝くそよ風が 神々しい大気が
そっと おん身らに ほのかに吹き寄せる
女たちの指が
きよらかな絃に触れるように

天上の霊たちは
運命に わずらわされず まどろむ赤子のように
運命を超えた世界の息づき 天上のものらは 安らかに息づく
つつましやかな蕾の中で
きよらかに 純潔のその身を譲られて
彼らの 心は 魂は 永遠に花咲き
その至福の眼差しは
おだやかな永遠の明るさで輝いている
静かに澄んだ清澄さも見入っている

しかし わたしたち人間には
どこにも安らうことも許されない定めだ
悩み多く生きる人間たちは 盲目のままに
この瞬間から次の瞬間へと
過ぎゆき 落ちて 消え失せ 落ちてゆく
岩の断崖から断崖へと
ほうり出され落ちてゆく水のように
一時も休むことなく 行く末も知らず
いつか 見わけのつかぬものとなって 落ちてゆく

 

 

Schicksalslied

 

Ihr wandelt droben im Licht
Auf weichem Boden,selige Genien!
Glänzende Götterlüfte
Rühren Euch leicht,
Wie die Finger der Künstlerin
Heilige Saiten.

Schicksallos,wie der schlafende
Säugling,atmen die Himmlischen;
Keusch bewahrt
in bescheidener Knospe,
Blühet ewig
Ihnen der Geist,
Und die seligen Augen
Blicken in stiller
Ewiger Klarheit.

Doch uns ist gegeben,
Auf keiner Stätte zu ruhn;
Es schwinden,es fallen
Die leidenden Menschen
Blindlings von einer
Stunde zur andern,
Wie Wasser von Klippe
Zu Klippe geworfen,
Jahrlang ins Ungewisse hinab.

 

 

Johannes Brahms, Schicksalslied  Op.54
Johann Christian Friedrich Hölderlin, ” Hyperion ”

 

 

 

 

ARTWORK_071_u

 

CLICK UP ! 「 Iphigenia II 」
Anselm Feuerbach ( 1871 )
Current location : Staatsgalerie Stuttgart

 

 

 

 

4つの厳粛な歌

 

 

1. 獣にきたるがごとく 人にも きたるものなれば

獣にきたるがごとく 人にも きたるものなれば
獣が死せるごとく 人も 死すべきものなり
すべてのものは 同じ息を持ち
人といえども 獣にまさることなし
なぜなら 一切は 空虚なればなり

すべてのものは ひとつの場所に向かう
みな 塵より出でて
そして 再び塵に帰る
誰が知ろう 人の魂が天へと昇り
そして 獣の息が
地の底に 下るか否かなど

ゆえに 我は 見たり これに勝れるものなしと
人は 己が仕事のもとにおきて幸いなることを
これぞ 人の分限なり
なぜなら 誰も 人をかの地へと導き
人に その行く末を見せることあたわざれば

 

2. 我は 振り返り そして 見たり

我は 振り返り そして 見たり
太陽のもとで 上正に苦しむ すべての者たちを
そして 見よ そこで涙を流す者たちの涙を
彼らは 上正に苦しみ慰める者とていない
そして 彼らに 上正をなす者は あまりに強大なれば
誰も 彼らを慰めることあたわざり

ゆえに 我は 死者を讃えん
もう 既に死せる者たちを
生ける者よりも
いまだ生き続ける者たちよりも
然れども なお未だ生まれざる者は そのいずれよりも 幸いなり
かかる悪しきことを未だ見ざれば
この太陽のもとでなされる悪しきことを

 

3. おお 死よ なんと 汝は 苦きことか

おお 死よ なんと 汝は 苦きことか
汝のことを 人が考えるときには
その人が 善き日々を送り
悩みごとなく暮らし
万事がつつがなく
食べることにも困らぬときに
おお 死よ なんと 汝は 苦きことか

おお 死よ なんと 汝は 貧しき者には心地よきものか
か弱き者や年老いたる者には
あまたの悩みの中に投げ込まれ
もはや 何もより 良きものを望むことあたわず
期待することあたわざる者には
おお 死よ なんと 汝は 貧しき者には心地よきものか

 

4. たとえ われが 人間の また天使の言葉で語ろうとも

たとえ われが 人間の また 天使の言葉で語ろうとも
そこに 愛がなかりせば
それは 鳴り響く銅鑼と
あるいは 鳴り響く鈴と同じものなり
たとえ われが 予言をなす力を持ち
あらゆる秘密を知り
あらゆる知識を持っていようとも
そして また あらゆる信仰心
山をも動かす信仰心を持っていようとも
そこに 愛がなかりせば
われは 無に等しき者

たとえ われが 貧しき者へと 我が持てる物をみな施そうとも
我が身を燃やさせようと
そこに 愛がなかりせば
みなわれには 無意味なことなり

われらは 今 鏡を通して見る
謎めいた言葉もて
だが 時来たれば 顔と顔を見合わせる
今 われが 知るのは 断片なれど
その時には 知ることになる
われが 今 知られているのと同じ程に

永遠に残りしものは 信仰 希望 愛
この三つなり
だが 愛こそが この中でもっとも尊きもの

 

 

Vier ernste Gesänge

 

1. Denn es gehet dem Menschen wie dem Vieh

Denn es gehet dem Menschen wie dem Vieh;
wie dies stirbt,so stirbt er auch;
und haben alle einerlei Odem;
und der Mensch hat nichts mehr denn das Vieh:
denn es ist alles eitel.

Es fährt alles an einem Ort;
es ist alles von Staub gemacht,
und wird wieder zu Staub.
Wer weiß,ob der Geist des Menschen
aufwärts fahre,
und der Odem des Viehes unterwärts unter
die Erde fahre?

Darum sahe ich,daß nichts bessers ist,
denn daß der Mensch fröhlich sei in seiner Arbeit,
denn das ist sein Teil.
Denn wer will ihn dahin bringen,
daß er sehe,was nach ihm geschehen wird?

 

2. Ich wandte mich und sahe an

Ich wandte mich und sahe an
Alle,die Unrecht leiden unter der Sonne;
Und siehe,da waren Tränen derer,
Die Unrecht litten und hatten keinen Tröster;
Und die ihnen Unrecht täten,waren zu mächtig,
Daß sie keinen Tröster haben konnten.

Da lobte ich die Toten,
Die schon gestorben waren
Mehr als die Lebendigen,
Die noch das Leben hatten;
Und der noch nicht ist,ist besser,als alle beide,
Und des Bösen nicht inne wird,
Das unter der Sonne geschieht.

 

3. O Tod,wie bitter bist du

O Tod,wie bitter bist du,
Wenn an dich gedenket ein Mensch,
Der gute Tage und genug hat
Und ohne Sorge lebet;
Und dem es wohl geht in allen Dingen
Und noch wohl essen mag!
O Tod,wie bitter bist du.

O Tod,wie wohl tust du dem Dürftigen,
Der da schwach und alt ist,
Der in allen Sorgen steckt,
Und nichts Bessers zu hoffen,
Noch zu erwarten hat!
O Tod,wie wohl tust du!

 

4. Wenn ich mit Menschen und mit Engelszungen redete

Wenn ich mit Menschen und mit Engelszungen redete,
Und hätte der Liebe nicht,
So wär’ ich ein tönend Erz,
Oder eine klingende Schelle.
Und wenn ich weissagen könnte,
Und wüßte alle Geheimnisse
Und alle Erkenntnis,
Und hätte allen Glauben,also
Daß ich Berge versetzte,
Und hätte der Liebe nicht,
So wäre ich nichts.

Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe,
Und ließe meinen Leib brennen,
Und hätte der Liebe nicht,
So wäre mir’s nichts nütze.

Wir sehen jetzt durch einen Spiegel
In einem dunkeln Worte;
Dann aber von Angesicht zu Angesichte.
Jetzt erkenne ich’s stückweise,
Dann aber werd ich’s erkennen,
Gleich wie ich erkennet bin.

Nun aber bleibet Glaube,Hoffnung,Liebe,
Diese drei;
Aber die Liebe ist die größeste unter ihnen.

 

 

Johannes Brahms, Vier ernste Gesänge Op.121 ( Hymn, – )

 

 

 

 

Picture, Drawing & Photo, Text ; Image Credit With Copyright.

 

 

 

 

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070 : 謎が悉す不可解な万有の真相

 

 

SERIES ≫  無限定に相対する写像 / 射影配景における切断の意味 ” 華麗な罠 ” ( 2018 )

 

 

ARTWORK_070_under (1)

 

CLICK UP ! ” First Future ”
Etching with aquatint, print 2 of the second edition.
Max Klinger ( 1879-80 ; print made 1882 )
Source : Saint Louis Art Museum official site
From Wikimedia Commons, the free media repository, https://commons.wikimedia.org/wiki/
File:Max Klinger – First Future.jpg

 

 

 

 

ARTWORK : 070 「 謎が悉す不可解な万有の真相 」

 

 

シュトラウス : 交響詩 ツァラトゥストラは こう語った < ニーチェに従って自由に >
( ニーチェ :「 ツァラトゥストラは こう語った 」 より )

 

凝視 崇拝 経験 疑い 理解 絶望
舞踏の歌 夜の彷徨い人の歌 ( 舞踏讃歌 情熱 満たされたあこがれ )
自然の動機
畏怖の動機 あこがれの動機 信仰のテーマ
生の衝動の動機
情熱の主題 嫌悪の動機 疑いの動機
舞踏の動機

ニーチェに従って自由に

1. 序奏( 序説 )/ 日の出
2. 世界の背後を説く者について
3. 大いなるあこがれについて
4. 喜びの そして苦しみの情熱について ( 喜びと情熱について )
5. 墓場の歌
6. 学問について
7. 病より癒え行く者 ( 快癒に向かう者 )
8. 舞踏の歌
9. 夜の彷徨い人 ( 流離い人 ) の歌

 

 

Richard Georg Strauss : Sinfonische Dichtung, Also sprach Zarathustra.
< frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche >
Tondichtung für grosses Orchester Op.30, TrV 176.
( aus Also sprach Zarathustra von Nietzsche )

 

 

Schauen, Anbeten, Erleben, Zweifeln, Erkennen, Verzweifeln.
Das Tanzlied, Nachtwandlerlied ; Tanzhymnus, Leidenschaft, erfüllte Sehnsucht.

Naturmotiv.
Schauer-motiv, Sehnsuchtsmotiv, Glaubensthema.
Lebenstriebmotiv.
Leidenschaftsthema, Ekel-mot, Zweifel-motiv.
Tanzmotiv.

frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche.

1. Einleitung ( Vorrede )/ Sonnenaufgang
2. Von den Hinterweltlern
3. Von der großen Sehnsucht
4. Von den Freuden-und Leidenschaften
5. Das Grablied
6. Von der Wissenschaft
7. Der Genesende
8. Das Tanzlied
9. Nachtwandlerlied

 

 

 

 

9. 夜の彷徨い人 ( 流離い人 ) の歌

 

 

嫌悪の動機 疑いの動機 生の衝動の動機 反復

情熱の主題 よろこびの情熱

自然の動機

 

 

9. Nachtwandlerlied

 

Ekel-motiv, Zweifel-motiv, ebenstriebmoti.

Leidenschaftsthema, Freudenschaft.

Naturmotiv.

 

 

Richard Georg Strauss : Sinfonische Dichtung, Also sprach Zarathustra.
< frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche >
9. Nachtwandlerlied, Tondichtung für grosses Orchester Op.30, TrV 176.
( aus Also sprach Zarathustra von Nietzsche )

 

 

 

 

Max Klinger, "Intermezzi" Opus IV, 1881, Plate XII, "Amor, God und Jenseits."

 

CLICK UP ! ” Intermezzi Portfolio,” Opus IV, Plate XII, ” Amor, God und Jenseits.”
Max Klinger ( 1881 )

 

 

 

 

ニーチェ : 「 ツァラトゥストラは こう語った 」 第3部 / 第二の舞踏の歌

 

…… 鐘が 真夜中の時を打つのを聞くと
最初の一つから 最後の十二までの間 あなたは ずっとあのことを考えるのです……

…… 一つ
おお人間よ しかと聞け
…… 二つ
深い真夜中は 何を語るか
…… 三つ
私は 眠りに眠り
…… 四つ
深い夢から いま 目が覚めた
…… 五つ
この世は深い
…… 六つ
昼が考えたよりも さらに深い
…… 七つ
この世の嘆き苦しみは深い
…… 八つ
しかし このよろこび それは 心の底からの 哀しみ 苦悩 それよりも一層深い
…… 九つ
嘆き 苦しみ その声は言う 終わってくれと
…… 十
しかし すべてのよろこびは 永遠を欲してやまぬ
…… 十一
そう 深い 深い永遠を
…… 十二

 

 

Friedrich Wilhelm Nietzsche : Also sprach Zarathustra, Ein Buch für Alle und Keinen.
Dritter Teil. Also sprach Zarathustra. Also sprach Zarathustra / Das andere Tanzlied

 

1.

»In dein Auge schaute ich jüngst, o Leben: Gold sah ich in deinem Nacht-Auge blinken, – mein Herz stand still vor dieser Wollust:
– einen goldenen Kahn sah ich blinken auf nächtigen Gewässern, einen sinkenden, trinkenden, wieder winkenden goldenen Schaukel-Kahn!
Nach meinem Fuße, dem tanzwütigen, warfst du einen Blick, einen lachenden fragenden schmelzenden Schaukel-Blick:
Zweimal nur regtest du deine Klapper mit kleinen Händen – da schaukelte schon mein Fuß vor Tanz-Wut. –
Meine Fersen bäumten sich, meine Zehen horchten, dich zu verstehen: trägt doch der Tänzer sein Ohr – in seinen Zehen!
Zu dir hin sprang ich: da flohst du zurück vor meinem Sprunge; und gegen mich züngelte deines fliehenden fliegenden Haars Zunge!
Von dir weg sprang ich und von deinen Schlangen: da standst du schon, halbgewandt, das Auge voll Verlangen.
Mit krummen Blicken – lehrst du mich krumme Bahnen; auf krummen Bahnen lernt mein Fuß – Tücken!
Ich fürchte dich nahe, ich liebe dich ferne; deine Flucht lockt mich, dein Suchen stockt mich – ich leide, aber was litt ich um dich nicht gerne!
Deren Kälte zündet, deren Haß verführt, deren Flucht bindet, deren Spott – rührt:
– wer haßte dich nicht, dich große Binderin, Umwinderin, Versucherin, Sucherin, Finderin! Wer liebte dich nicht, dich unschuldige, ungeduldige, windseilige, kindsäugige Sünderin!
Wohin ziehst du mich jetzt, du Ausbund und Unband? Und jetzt fliehst du mich wieder, du süßer Wildfang und Undank!
Ich tanze dir nach, ich folge dir auch auf geringer Spur. Wo bist du? Gib mir die Hand! Oder einen Finger nur!
Hier sind Höhlen und Dickichte: wir werden uns verirren! – Halt! Steh still! Siehst du nicht Eulen und Fledermäuse schwirren?
Du Eule! Du Fledermaus! Du willst mich äffen? Wo sind wir? Von den Hunden lerntest du dies Heulen und Kläffen.
Du fletschest mich lieblich an mit weißen Zähnlein, deine bösen Augen springen gegen mich aus lockichtem Mähnlein!
Das ist ein Tanz über Stock und Stein: ich bin der Jäger – willst du mein Hund oder meine Gemse sein?
Jetzt neben mir! Und geschwind, du boshafte Springerin! Jetzt hinauf! Und hinüber! – Wehe! Da fiel ich selber im Springen hin!
O sieh mich liegen, du Übermut, und um Gnade flehn! Gerne möchte ich mit dir – lieblichere Pfade gehn!
– der Liebe Pfade durch stille bunte Büsche! Oder dort den See entlang: da schwimmen und tanzen Goldfische!
Du bist jetzt müde? Da drüben sind Schafe und Abendröten: ist es nicht schön, zu schlafen, wenn Schäfer flöten?
Du bist so arg müde? Ich trage dich hin, laß nur die Arme sinken! Und hast du Durst – ich hätte wohl etwas, aber dein Mund will es nicht trinken! –
– O diese verfluchte flinke gelenke Schlange und Schlupf-Hexe! Wo bist du hin? Aber im Gesicht fühle ich von deiner Hand zwei Tupfen und rote Klexe!
Ich bin es wahrlich müde, immer dein schafichter Schäfer zu sein! Du Hexe, habe ich dir bisher gesungen, nun sollst du mir – schrein!
Nach dem Takt meiner Peitsche sollst du mir tanzen und schrein! Ich vergaß doch die Peitsche nicht? – Nein!« –

2.

Da antwortete mir das Leben also und hielt sich dabei die zierlichen Ohren zu:
»O Zarathustra! Klatsche doch nicht so fürchterlich mit deiner Peitsche! Du weißt es ja: Lärm mordet Gedanken – und eben kommen mir so zärtliche Gedanken.
Wir sind beide zwei rechte Tunichtgute und Tunichtböse. Jenseits von Gut und Böse fanden wir unser Eiland und unsre grüne Wiese – wir zwei allein! Darum müssen wir schon einander gut sein!
Und lieben wir uns auch nicht von Grund aus –, muß man sich denn gram sein, wenn man sich nicht von Grund aus liebt?
Und daß ich dir gut bin und oft zu gut, das weißt du: und der Grund ist, daß ich auf deine Weisheit eifersüchtig bin. Ah, diese tolle alte Närrin von Weisheit!
Wenn dir deine Weisheit einmal davonliefe, ach! da liefe dir schnell auch meine Liebe noch davon.« –

Darauf blickte das Leben nachdenklich hinter sich und um sich und sagte leise: »O Zarathustra, du bist mir nicht treu genug!
Du liebst mich lange nicht so sehr wie du redest; ich weiß, du denkst daran, daß du mich bald verlassen willst.
Es gibt eine alte schwere schwere Brumm-Glocke: die brummt nachts bis zu deiner Höhle hinauf: –
– hörst du diese Glocke mitternachts die Stunde schlagen, so denkst du zwischen eins und zwölf daran –
– du denkst daran, o Zarathustra, ich weiß es, daß du mich bald verlassen willst!« –

»Ja«, antwortete ich zögernd, »aber du weißt es auch –« Und ich sagte ihr etwas ins Ohr, mitten hinein zwischen ihre verwirrten gelben törichten Haar-Zotteln.
»Du weißt das, o Zarathustra? Das weiß niemand. – –«
Und wir sahen uns an und blickten auf die grüne Wiese, über welche eben der kühle Abend lief, und weinten miteinander. – Damals aber war mir das Leben lieber, als je alle meine Weisheit. –

3.

…… Eins!
O Mensch! Gib acht!
…… Zwei!
Was spricht die tiefe Mitternacht?
…… Drei!
Ich schlief, ich schlief –,
…… Vier!
Aus tiefem Traum bin ich erwacht: –
…… Fünf!
Die Welt ist tief,
…… Sechs!
Und tiefer als der Tag gedacht.
…… Sieben!
Tief ist ihr Weh –,
…… Acht!
Lust – tiefer noch als Herzeleid:
…… Neun!
Weh spricht: Vergeh!
…… Zehn!
Doch alle Lust will Ewigkeit –,
…… Elf!
– will tiefe, tiefe Ewigkeit!
…… Zwölf!

 

 

ニーチェ : 「 ツァラトゥストラは こう語った 」 第4部 / 酔歌

 

おお人間よ おお人間よ
心せよ 心せよ
何を語っているのか 深い真夜中は
われは 眠っていた われは 眠っていた
深き夢より われは 目覚める
世界は 深い
はるかに深いのだ 昼間が考えていたよりもずっと
おお人間よ おお人間よ
深い 深い 深いのは その苦悩 深いのは その苦悩
だが快楽は 心の苦悩より なお深いのだ
苦悩は 語る 消え去れと
だが あらゆる快楽は 永遠を求める
深い 深い 永遠を求めるのだ

 

マーラ― : 交響曲 第3番
第4楽章 ” おお人間よ 心せよ / 酔いしれた者の歌 ” ( ツァラトゥストゥラの真夜中の歌 )
ニーチェ :「 ツァラトゥストゥラは こう語った 」 より

 

 

Friedrich Wilhelm Nietzsche : Also sprach Zarathustra, Ein Buch für Alle und Keinen.
Vierter und letzter Theil. Also sprach Zarathustra ” Das Nachtwandler-Lied ; Das trunkene Lied ” / 12.

 

O Mensch! O Mensch!
Gib acht! Gib acht!
Was spricht,die tiefe Mitternacht?
Ich schlief,ich schlief
Aus tiefem Traum bin ich erwacht!
Die Welt ist tief!
und tiefer,als der Tag gedacht!
O Mensch! O Mensch!
Tief ! Tief ! Tief ist ihr Weh!,Tief ist ihr Weh!,
Lust Lust tiefer noch als Herzeleid!
Weh spricht: Vergeh! Weh spricht: Vergeh!
Doch alle Lust will Ewigkeit -,
will tiefe,tiefe Ewigkeit!”

 

G.Mahler : Symphony No.3
4th movement ” O Mensch! Gib acht ” ( Zarathustras Mitternachts )
aus Also sprach Zarathustra von Nietzsche.

 

 

 

 

Picture, Drawing & Photo, Text ; Image Credit With Copyright.

 

 

 

 

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069 : 迷妄を離れる道そのものなく

 

 

SERIES ≫  無限定に相対する写像 / 射影配景における切断の意味 ” 華麗な罠 ” ( 2018 )

 

 

ARTWORK_069_up

 

CLICK UP ! 「 Opus II, Rettung Ovidischer Opfer, Erstes Intermezzo ( Schaukel )」
Erstes Intermezzo series Rettungen ovvidischer Opfer
Radierung und Aquatinta
Max Klinger ( 1879 )

 

 

 

 

ARTWORK : 069 「 迷妄を離れる道そのものなく 」

 

 

シュトラウス : 交響詩 ツァラトゥストラは こう語った < ニーチェに従って自由に >
( ニーチェ :「 ツァラトゥストラは こう語った 」 より )

 

凝視 崇拝 経験 疑い 理解 絶望
舞踏の歌 夜の彷徨い人の歌 ( 舞踏讃歌 情熱 満たされたあこがれ )
自然の動機
畏怖の動機 あこがれの動機 信仰のテーマ
生の衝動の動機
情熱の主題 嫌悪の動機 疑いの動機
舞踏の動機

ニーチェに従って自由に

1. 序奏( 序説 )/ 日の出
2. 世界の背後を説く者について
3. 大いなるあこがれについて
4. 喜びの そして苦しみの情熱について ( 喜びと情熱について )
5. 墓場の歌
6. 学問について
7. 病より癒え行く者 ( 快癒に向かう者 )
8. 舞踏の歌
9. 夜の彷徨い人 ( 流離い人 ) の歌

 

 

Richard Georg Strauss : Sinfonische Dichtung, Also sprach Zarathustra.
< frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche >
Tondichtung für grosses Orchester Op.30, TrV 176.
( aus Also sprach Zarathustra von Nietzsche )

 

 

Schauen, Anbeten, Erleben, Zweifeln, Erkennen, Verzweifeln.
Das Tanzlied, Nachtwandlerlied ; Tanzhymnus, Leidenschaft, erfüllte Sehnsucht.

Naturmotiv.
Schauer-motiv, Sehnsuchtsmotiv, Glaubensthema.
Lebenstriebmotiv.
Leidenschaftsthema, Ekel-mot, Zweifel-motiv.
Tanzmotiv.

frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche.

1. Einleitung ( Vorrede )/ Sonnenaufgang
2. Von den Hinterweltlern
3. Von der großen Sehnsucht
4. Von den Freuden-und Leidenschaften
5. Das Grablied
6. Von der Wissenschaft
7. Der Genesende
8. Das Tanzlied
9. Nachtwandlerlied

 

 

 

 

8. 舞踏の歌

 

 

自然の動機

畏怖の動機

信仰のテーマ

生の衝動の動機 解き放たれ

舞踏の動機

嫌悪の動機 疑いの動機

情熱の主題

あこがの動機

 

 

8. Das Tanzlied

 

Naturmotiv.

Schauer-motiv.

Glaubensthema.

Lebenstriebmotiv.

Tanzmotiv.

Ekel-motiv, Zweifel-motiv.

Leidenschaftsthema.

Sehnsuchtsmotiv.

 

 

Richard Georg Strauss : Sinfonische Dichtung, Also sprach Zarathustra.
< frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche >
8. Das Tanzlied, Tondichtung für grosses Orchester Op.30, TrV 176.
( aus Also sprach Zarathustra von Nietzsche )

 

 

 

 

ARTWORK_069_under

 

CLICK UP ! 「 Aus dem Zyklus ” Vom Toter, Erster Teil ” : Kind 」
From the Cycle ” On Death Part I ” : Child
Radierung und Aquatinta auf Papier ; Etching and aquatint on paper
Max Klinger ( 1879 )
Current location : Albertina

 

 

 

 

ニーチェ : 「 ツァラトゥストラは こう語った 」 第2部 / 舞踊の歌

 

…… 泉を捜していると 思いがけなく木々と茂みにかこまれた静かな緑の草地に出た
そこに 少女たちが互いに踊っていた
ツァラトゥストラは やさしい様子で少女たちに近づき このように言った

…… 美しい踊り子たちよ
わたしが小さな神をすこし無理に起こしても
わたしを悪く思わないでおくれ ……

…… このわたしが 彼の踊りのために歌を歌ってやろう
わたしの歌は 重力の魔を嘲る舞踊の歌だ
この重力の魔こそ わたしにとって
最高で最強の悪魔人々の言うところの ” この世の主だ ” ……

…… 童神が 少女たちと一緒に踊ったとき ツァラトゥストラが歌ったのが つぎの歌である

…… おお ” 生 ” よ わたしは さきごろ おまえの眼をのぞきこんだ
すると わたしは 底知れぬ深みのなかに沈んで行くかと思われた
しかし お前は 黄金の釣り針で わたしを引き上げてくれた ……

…… ” 知恵 ” は ” 生 ” と同じ眼を持ち 笑いを持ち 黄金の釣り竿まで持っている
この二人が これほど似ているからといって わたしには どうすることもできないことだ ……

…… ああ お前は再び眼をあけた わたしの最愛の ” 生 ” よ
そして わたしは再び底知れぬ深みの中に沈んで行くかと思われた ……

…… おお ツァラトゥストラ わたしは知っています
あなたが まもなく このわたしを この ” 生” を 見捨てようと考えていることを ……

…… そうだと わたしは 躊躇いながら答えた

…… しかし お前も知っているはずだ

…… わたしは 彼女の耳にあることをささやいた

…… おお ツァラトゥストラ あなたは それを知っておいでなの 知る者は誰もいないのに ……

 

 

Friedrich Wilhelm Nietzsche : Also sprach Zarathustra, Ein Buch für Alle und Keinen.
Zweiter Teil. Also sprach Zarathustra / Das Tanzlied

 

Eines Abends ging Zarathustra mit seinen Jüngern durch den Wald; und als er nach einem Brunnen suchte, siehe, da kam er auf eine grüne Wiese, die von Bäumen und Gebüsch still umstanden war: auf der tanzten Mädchen miteinander. Sobald die Mädchen Zarathustra erkannten, ließen sie vom Tanze ab; Zarathustra aber trat mit freundlicher Gebärde zu ihnen und sprach diese Worte:
»Laßt vom Tanze nicht ab, ihr lieblichen Mädchen! Kein Spielverderber kam zu euch mit bösem Blick, kein Mädchen-Feind.
Gottes Fürsprecher bin ich vor dem Teufel: der aber ist der Geist der Schwere. Wie sollte ich, ihr Leichten, göttlichen Tänzen feind sein? Oder Mädchen-Füßen mit schönen Knöcheln?
Wohl bin ich ein Wald und eine Nacht dunkler Bäume: doch wer sich vor meinem Dunkel nicht scheut, der findet auch Rosenhänge unter meinen Zypressen.
Und auch den kleinen Gott findet er wohl, der den Mädchen der liebste ist: neben dem Brunnen liegt er, still, mit geschlossenen Augen.
Wahrlich, am hellen Tage schlief er mir ein, der Tagedieb! Haschte er wohl zuviel nach Schmetterlingen?
Zürnt mir nicht, ihr schönen Tanzenden, wenn ich den kleinen Gott ein wenig züchtige! Schreien wird er wohl und weinen – aber zum Lachen ist er noch im Weinen!
Und mit Tränen im Auge soll er euch um einen Tanz bitten; und ich selber will ein Lied zu seinem Tanze singen:
Ein Tanz- und Spottlied auf den Geist der Schwere, meinen allerhöchsten großmächtigsten Teufel, von dem sie sagen, daß er ›der Herr der Welt‹ sei.« –
Und dies ist das Lied, welches Zarathustra sang, als Kupido und die Mädchen zusammen tanzten:

In dein Auge schaute ich jüngst, oh Leben! Und ins Unergründliche schien ich mir da zu sinken.
Aber du zogst mich mit goldner Angel heraus; spöttisch lachtest du, als ich dich unergründlich nannte.
»So geht die Rede aller Fische«, sprachst du; »was sie nicht ergründen, ist unergründlich.
Aber veränderlich bin ich nur und wild und in allem ein Weib, und kein tugendhaftes:
Ob ich schon euch Männern ›die Tiefe‹ heiße oder ›die Treue‹, ›die Ewige‹, die ›Geheimnisvolle‹
Doch ihr Männer beschenkt uns stets mit den eignen Tugenden – ach, ihr Tugendhaften!«
Also lade sie, die Unglaubliche; aber ich glaube ihr niemals und ihrem Lachen, wenn sie bös von sich selber spricht.
Und als ich unter vier Augen mit meiner wilden Weisheit redete, sagte sie mir zornig: »Du willst, du begehrst, du liebst, darum allein lobst du das Leben!«
Fast hätte ich da bös geantwortet und der Zornigen die Wahrheit gesagt; und man kann nicht böser antworten, als wenn man seiner Weisheit »die Wahrheit sagt«.
So nämlich steht es zwischen uns dreien. Von Grund aus liebe ich nur das Leben – und, wahrlich, am meisten dann, wenn ich es hasse!
Daß ich aber der Weisheit gut bin und oft zu gut: das macht, sie erinnert mich gar sehr an das Leben!
Sie hat ihr Auge, ihr Lachen und sogar ihr goldnes Angelrütchen: was kann ich dafür, daß die beiden sich so ähnlich sehn?
Und als mich einmal das Leben fragte: Wer ist denn das, die Weisheit? – da sagte ich eifrig: »Ach ja! die Weisheit!
Man dürstet um sie und wird nicht satt, man blickt durch Schleier, man hascht durch Netze.
Ist sie schön? Was weiß ich! Aber die ältesten Karpfen werden noch mit ihr geködert.
Veränderlich ist sie und trotzig; oft sah ich sie sich die Lippe beißen und den Kamm wider ihres Haares Strich führen.
Vielleicht ist sie böse und falsch, und in allem ein Frauenzimmer; aber wenn sie von sich selber schlecht spricht, da gerade verführt sie am meisten.«
Als ich dies zu dem Leben sagte, da lachte es boshaft und machte die Augen zu. »Von wem redest du doch? sagte es, wohl von mir?
Und wenn du Recht hättest – sagt man das mir so ins Gesicht! Aber nun sprich doch auch von deiner Weisheit!«
Ach, und nun machtest du wieder dein Auge auf, oh geliebtes Leben! Und ins Unergründliche schien ich mir wieder zu sinken. –
Also sang Zarathustra. Als aber der Tanz zu Ende und die Mädchen fortgegangen waren, wurde er traurig.
»Die Sonne ist lange schon hinunter«, sagte er endlich; »die Wiese ist feucht, von den Wäldern her kommt Kühle.
Ein Unbekanntes ist um mich und blickt nachdenklich. Was! Du lebst noch, Zarathustra?
Warum? Wofür? Wodurch? Wohin? Wo? Wie? Ist es nicht Torheit, noch zu leben? –
Ach, meine Freunde, der Abend ist es, der so aus mir fragt. Vergebt mir meine Traurigkeit!
Abend ward es: vergebt mir, daß es Abend ward!«

 

 

 

 

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068 : 永遠の充溢する中に戯れるも

 

 

SERIES ≫  無限定に相対する写像 / 射影配景における切断の意味 ” 華麗な罠 ” ( 2018 )

 

 

ARTWORK_068

 

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Max Klinger
Illustration zu Sakuntulla
eine nackte Frau wird von zwei Schwänen durch die Luft gezogen ( about 1903 )

 

 

 

 

ARTWORK : 068 「 永遠の充溢する中に戯れるも 」

 

 

シュトラウス : 交響詩 ツァラトゥストラは こう語った < ニーチェに従って自由に >
( ニーチェ :「 ツァラトゥストラは こう語った 」 より )

 

凝視 崇拝 経験 疑い 理解 絶望
舞踏の歌 夜の彷徨い人の歌 ( 舞踏讃歌 情熱 満たされたあこがれ )
自然の動機
畏怖の動機 あこがれの動機 信仰のテーマ
生の衝動の動機
情熱の主題 嫌悪の動機 疑いの動機
舞踏の動機

ニーチェに従って自由に

1. 序奏( 序説 )/ 日の出
2. 世界の背後を説く者について
3. 大いなるあこがれについて
4. 喜びの そして苦しみの情熱について ( 喜びと情熱について )
5. 墓場の歌
6. 学問について
7. 病より癒え行く者 ( 快癒に向かう者 )
8. 舞踏の歌
9. 夜の彷徨い人 ( 流離い人 ) の歌

 

 

Richard Georg Strauss : Sinfonische Dichtung, Also sprach Zarathustra.
< frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche >
Tondichtung für grosses Orchester Op.30, TrV 176.
( aus Also sprach Zarathustra von Nietzsche )

 

 

Schauen, Anbeten, Erleben, Zweifeln, Erkennen, Verzweifeln.
Das Tanzlied, Nachtwandlerlied ; Tanzhymnus, Leidenschaft, erfüllte Sehnsucht.

Naturmotiv.
Schauer-motiv, Sehnsuchtsmotiv, Glaubensthema.
Lebenstriebmotiv.
Leidenschaftsthema, Ekel-mot, Zweifel-motiv.
Tanzmotiv.

frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche.

1. Einleitung ( Vorrede )/ Sonnenaufgang
2. Von den Hinterweltlern
3. Von der großen Sehnsucht
4. Von den Freuden-und Leidenschaften
5. Das Grablied
6. Von der Wissenschaft
7. Der Genesende
8. Das Tanzlied
9. Nachtwandlerlied

 

 

 

 

7. 病より癒え行く者 ( 快癒に向かう者 )

 

 

自然の動機

嫌悪の動機 疑いの動機、

生の衝動の動機

あこがれの動機

 

 

7. Der Genesende

 

Naturmotiv.

Ekel-motiv, Zweifel-motiv.

Lebenstriebmotiv.

Sehnsuchtsmotiv.

 

 

Richard Georg Strauss : Sinfonische Dichtung, Also sprach Zarathustra.
< frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche >
7. Der Genesende, Tondichtung für grosses Orchester Op.30, TrV 176.
( aus Also sprach Zarathustra von Nietzsche )

 

 

 

 

ニーチェ : 「 ツァラトゥストラは こう語った 」 第3部 / 快癒に向かう者 – 1, 2

 

…… ツァラトゥストラは その寝床から狂人のようにはね起きて 恐ろしい声で叫んだ
ツァラトゥストラの口からでたことばは こうであった
おきてこい 深淵の思想よ わたしの深みから出てこい
ありがたい 近よってくれ 手をわたせ
うっ 放してくれ うっ 堪らぬ ( 嘔吐 嘔吐 嘔吐 )
なさけなや ……

…… こうした言葉を言いも終わらぬうちに ツァラトゥストラは 死人のように倒れた
そして そのまま長いこと 屍のように横たわっていた
やがて われに帰ったときも 顔は青ざめ 体は震え 
起きあがる力もなく 長いこと食べようとも飲もうともしなかった ……

…… おお ツァラトゥストラよ とそれを聞いて鷲と蛇が言った
わたしたちのように考える者にとっては 万物は自分たちで踊ってくれる。
かれらは やってきて 手を取り合い 笑い 逃げ
そして また戻ってくる ……

…… 一切は行き 一切は帰ってくる
存在の車輪は永遠にめぐる
一切は死に 一切はふたたび花ひらく
存在の年は永遠にめぐる ……

…… 永遠の道は曲線である ……

 

 

Friedrich Wilhelm Nietzsche : Also sprach Zarathustra, Ein Buch für Alle und Keinen.
Dritter Teil. Also sprach Zarathustra / Der Genesende 1, 2.

 

1.

Eines Morgens, nicht lange nach seiner Rückkehr zur Höhle, sprang Zarathustra von seinem Lager auf wie ein Toller, schrie mit furchtbarer Stimme und gebärdete sich, als ob noch einer auf dem Lager läge, der nicht davon aufstehn wolle; und also tönte Zarathustras Stimme, daß seine Tiere erschreckt hinzukamen, und daß aus allen Höhlen und Schlupfwinkeln, die Zarathustras Höhle benachbart waren, alles Getier davonhuschte – fliegend, flatternd, kriechend, springend, wie ihm nur die Art von Fuß und Flügel gegeben war. Zarathustra aber redete diese Worte:

Herauf, abgründlicher Gedanke, aus meiner Tiefe! Ich bin dein Hahn und Morgen-Grauen, verschlafener Wurm: auf! auf! Meine Stimme soll dich schon wach krähen!
Knüpfe die Fessel deiner Ohren los: horche! Denn ich will dich hören! Auf! Auf! Hier ist Donners genug, daß auch Gräber horchen lernen!
Und wische den Schlaf und alles Blöde, Blinde aus deinen Augen! Höre mich auch mit deinen Augen: meine Stimme ist ein Heilmittel noch für Blindgeborne.
Und bist du erst wach, sollst du mir ewig wach bleiben. Nicht ist das meine Art, Urgroßmütter aus dem Schlafe wecken, daß ich sie heiße – weiterschlafen!
Du regst dich, dehnst dich, röchelst? Auf! Auf! Nicht röcheln – reden sollst du mir! Zarathustra ruft dich, der Gottlose!
Ich, Zarathustra, der Fürsprecher des Lebens, der Fürsprecher des Leidens, der Fürsprecher des Kreises – dich rufe ich, meinen abgründlichsten Gedanken!
Heil mir! Du kommst – ich höre dich! Mein Abgrund redet, meine letzte Tiefe habe ich ans Licht gestülpt!
Heil mir! Heran! Gib die Hand – – ha! laß! Haha! – – Ekel, Ekel, Ekel – – – wehe mir!

2.

Kaum aber hatte Zarathustra diese Worte gesprochen, da stürzte er nieder gleich einem Toten und blieb lange wie ein Toter. Als er aber wieder zu sich kam, da war er bleich und zitterte und blieb liegen und wollte lange nicht essen noch trinken. Solches Wesen dauerte an ihm sieben Tage; seine Tiere verließen ihn aber nicht bei Tag und Nacht, es sei denn, daß der Adler ausflog, Speise zu holen. Und was er holte und zusammenraubte, das legte er auf Zarathustras Lager: also daß Zarathustra endlich unter gelben und roten Beeren, Trauben, Rosenäpfeln, wohlriechendem Krautwerke und Pinien-Zapfen lag. Zu seinen Füßen aber waren zwei Lämmer gebreitet, welche der Adler mit Mühe ihren Hirten abgeraubt hatte.
Endlich, nach sieben Tagen, richtete sich Zarathustra auf seinem Lager auf, nahm einen Rosenapfel in die Hand, roch daran und fand seinen Geruch lieblich. Da glaubten seine Tiere, die Zeit sei gekommen, mit ihm zu reden.

»O Zarathustra«, sagten sie, »nun liegst du schon sieben Tage so, mit schweren Augen: willst du dich nicht endlich wieder auf deine Füße stellen?
Tritt hinaus aus deiner Höhle: die Welt wartet dein wie ein Garten. Der Wind spielt mit schweren Wohlgerüchen, die zu dir wollen; und alle Bäche möchten dir nachlaufen.
Alle Dinge sehnen sich nach dir, dieweil du sieben Tage allein bliebst, – tritt hinaus aus deiner Höhle! Alle Dinge wollen deine Ärzte sein!
Kam wohl eine neue Erkenntnis zu dir, eine saure, schwere? Gleich angesäuertem Teige lagst du, deine Seele ging auf und schwoll über alle ihre Ränder. –«
– O meine Tiere, antwortete Zarathustra, schwätzt also weiter und laßt mich zuhören! Es erquickt mich so, daß ihr schwätzt: wo geschwätzt wird, da liegt mir schon die Welt wie ein Garten.
Wie lieblich ist es, daß Worte und Töne da sind: sind nicht Worte und Töne Regenbogen und Schein-Brücken zwischen Ewig-Geschiedenem?
Zu jeder Seele gehört eine andre Welt; für jede Seele ist jede andre Seele eine Hinterwelt.
Zwischen dem Ähnlichsten gerade lügt der Schein am schönsten; denn die kleinste Kluft ist am schwersten zu überbrücken.
Für mich – wie gäbe es ein Außer-mir? Es gibt kein Außen! Aber das vergessen wir bei allen Tönen; wie lieblich ist es, daß wir vergessen!
Sind nicht den Dingen Namen und Töne geschenkt, daß der Mensch sich an den Dingen erquicke? Es ist eine schöne Narretei, das Sprechen: damit tanzt der Mensch über alle Dinge.
Wie lieblich ist alles Reden und alle Lüge der Töne! Mit Tönen tanzt unsre Liebe auf bunten Regenbögen. –
– »O Zarathustra«, sagten darauf die Tiere, »solchen, die denken wie wir, tanzen alle Dinge selber: das kommt und reicht sich die Hand und lacht und flieht – und kommt
zurück.Alles geht, alles kommt zurück; ewig rollt das Rad des Seins. Alles stirbt, alles blüht wieder auf, ewig läuft das Jahr des Seins.
Alles bricht, alles wird neu gefügt; ewig baut sich das gleiche Haus des Seins. Alles scheidet, alles grüßt sich wieder; ewig bleibt sich treu der Ring des Seins.
In jedem Nu beginnt das Sein; um jedes Hier rollt sich die Kugel Dort. Die Mitte ist überall. Krumm ist der Pfad der Ewigkeit.« –
– O ihr Schalks-Narren und Drehorgeln! antwortete Zarathustra und lächelte wieder, wie gut wißt ihr, was sich in sieben Tagen erfüllen mußte: –
– und wie jenes Untier mir in den Schlund kroch und mich würgte! Aber ich biß ihm den Kopf ab und spie ihn weg von mir.[463]
Und ihr – ihr machtet schon ein Leier-Lied daraus? Nun aber liege ich da, müde noch von diesem Beißen und Wegspein, krank noch von der eigenen Erlösung.
Und ihr schautet dem allen zu? O meine Tiere, seid auch ihr grausam? Habt ihr meinem großen Schmerze zuschaun wollen, wie Menschen tun? Der Mensch nämlich ist das grausamste Tier.
Bei Trauerspielen, Stierkämpfen und Kreuzigungen ist es ihm bisher am wohlsten geworden auf Erden; und als er sich die Hölle erfand, siehe, da war das sein Himmel auf Erden.
Wenn der große Mensch schreit –: flugs läuft der kleine hinzu; und die Zunge hängt ihm aus dem Halse vor Lüsternheit. Er aber heißt es sein »Mitleiden«.
Der kleine Mensch, sonderlich der Dichter – wie eifrig klagt er das Leben in Worten an! Hört hin, aber überhört mir die Lust nicht, die in allem Anklagen ist!
Solche Ankläger des Lebens: die überwindet das Leben mit einem Augenblinzeln. »Du liebst mich?« sagt die Freche; »warte noch ein wenig, noch habe ich für dich nicht Zeit.«
Der Mensch ist gegen sich selber das grausamste Tier; und bei allem, was sich »Sünder« und »Kreuzträger« und »Büßer« heißt, überhört mir die Wollust nicht, die in diesem Klagen und Anklagen ist!
Solche Ankläger des Lebens: die überwindet das Leben mit einem Augenblinzeln. »Du liebst mich?« sagt die Freche; »warte noch ein wenig, noch habe ich für dich nicht Zeit.«

Der Mensch ist gegen sich selber das grausamste Tier; und bei allem, was sich »Sünder« und »Kreuzträger« und »Büßer« heißt, überhört mir die Wollust nicht, die in diesem Klagen und Anklagen ist!
Und ich selber – will ich damit des Menschen Ankläger sein? Ach, meine Tiere, das allein lernte ich bisher, daß dem Menschen sein Bösestes nötig ist zu seinem Besten, –
– daß alles Böseste seine beste Kraft ist und der härteste Stein dem höchsten Schaffenden; und daß der Mensch besser und böser werden muß: –
Nicht an dies Marterholz war ich geheftet, daß ich weiß: der Mensch ist böse – sondern ich schrie, wie noch niemand geschrien hat:
»Ach, daß sein Bösestes so gar klein ist! Ach, daß sein Bestes so gar klein ist!«
Der große Überdruß am Menschen – der würgte mich und war mir in den Schlund gekrochen: und was der Wahrsager wahrsagte: »Alles ist gleich, es lohnt sich nichts, Wissen würgt.«
Eine lange Dämmerung hinkte vor mir her, eine todesmüde, todestrunkene Traurigkeit, welche mit gähnendem Munde redete.
»Ewig kehrt er wieder, der Mensch, des du müde bist, der kleine Mensch« – so gähnte meine Traurigkeit und schleppte den Fuß und konnte nicht einschlafen.
Zur Höhle wandelte sich mir die Menschen-Erde, ihre Brust sank hinein, alles Lebendige ward mir Menschen-Moder und Knochen und morsche Vergangenheit.
Mein Seufzen saß auf allen Menschen-Gräbern und konnte nicht mehr aufstehn; mein Seufzen und Fragen unkte und würgte und nagte und klagte bei Tag und Nacht:
– »ach, der Mensch kehrt ewig wieder! Der kleine Mensch kehrt ewig wieder!«
Nackt hatte ich einst beide gesehn, den größten Menschen und den kleinsten Menschen: allzuähnlich einander – allzumenschlich auch den Größten noch!
Allzuklein der Größte! – das war mein Überdruß am Menschen! Und ewige Wiederkunft auch des Kleinsten! – das war mein Überdruß an allem Dasein!
Ach, Ekel! Ekel! Ekel! – – Also sprach Zarathustra und seufzte und schauderte; denn er erinnerte sich seiner Krankheit. Da ließen ihn aber seine Tiere nicht weiterreden.

»Sprich nicht weiter, du Genesender!« – so antworteten ihm seine Tiere, »sondern geh hinaus, wo die Welt auf dich wartet gleich einem Garten.
Geh hinaus zu den Rosen und Bienen und Taubenschwärmen! Sonderlich aber zu den Singe-Vögeln: daß du ihnen das Singen ablernst.
Singen nämlich ist für Genesende; der Gesunde mag reden. Und wenn auch der Gesunde Lieder will, will er andre Lieder doch als der Genesende.«
– »O ihr Schalks-Narren und Drehorgeln, so schweigt doch!« – antwortete Zarathustra und lächelte über seine Tiere. »Wie gut ihr wißt, welchen Trost ich mir selber in sieben Tagen erfand!
Daß ich wieder singen müsse – den Trost erfand ich mir und diese Genesung: wollt ihr auch daraus gleich wieder ein Leier-Lied machen?«
– »Sprich nicht weiter«, antworteten ihm abermals seine Tiere; »lieber noch, du Genesender, mache dir erst eine Leier zurecht, eine neue Leier!
Denn siehe doch, o Zarathustra! Zu deinen neuen Liedern bedarf es neuer Leiern.
Singe und brause über, o Zarathustra, heile mit neuen Liedern deine Seele: daß du dein großes Schicksal tragest, das noch keines Menschen Schicksal war!
Denn deine Tiere wissen es wohl, o Zarathustra, wer du bist und werden mußt: siehe, du bist der Lehrer der ewigen Wiederkunft –, das ist nun dein Schicksal!
Daß du als der erste diese Lehre lehren mußt – wie sollte dies große Schicksal nicht auch deine größte Gefahr und Krankheit sein!
Siehe, wir wissen, was du lehrst: daß alle Dinge ewig wiederkehren und wir selber mit, und daß wir schon ewige Male dagewesen sind, und alle Dinge mit uns.
Du lehrst, daß es ein großes Jahr des Werdens gibt, ein Ungeheuer von großem Jahre: das muß sich, einer Sanduhr gleich, immer wieder von neuem umdrehn, damit es von neuem ablaufe und auslaufe: –
– so daß alle diese Jahre sich selber gleich sind, im Größten und auch im Kleinsten, so daß wir selber in jedem großen Jahre uns selber gleich sind, im Größten und auch im Kleinsten.
Und wenn du jetzt sterben wolltest, o Zarathustra: siehe, wir wissen auch, wie du da zu dir sprechen würdest – aber deine Tiere bitten dich, daß du noch nicht sterbest!
Du würdest sprechen und ohne Zittern, vielmehr aufatmend vor Seligkeit: denn eine große Schwere und Schwüle wäre von dir genommen, du Geduldigster! –
›Nun sterbe und schwinde ich‹, würdest du sprechen, ›und im Nu bin ich ein Nichts. Die Seelen sind so sterblich wie die Leiber.
Aber der Knoten von Ursachen kehrt wieder, in den ich verschlungen bin – der wird mich wieder schaffen! Ich selber gehöre zu den Ursachen der ewigen Wiederkunft.
Ich komme wieder, mit dieser Sonne, mit dieser Erde, mit diesem Adler, mit dieser Schlange – nicht zu einem neuen Leben oder besseren Leben oder ähnlichen Leben:
– ich komme ewig wieder zu diesem gleichen und selbigen Leben, im Größten und auch im Kleinsten, daß ich wieder aller Dinge ewige Wiederkunft lehre, –
– daß ich wieder das Wort spreche vom großen Erden- und Menschen-Mittage, daß ich wieder den Menschen den Übermenschen künde.
Ich sprach mein Wort, ich zerbreche an meinem Wort: so will es mein ewiges Loos –, als Verkündiger gehe ich zugrunde!
Die Stunde kam nun, daß der Untergehende sich selber segnet. Also – endet Zarathustras Untergang.‹« – –

Als die Tiere diese Worte gesprochen hatten, schwiegen sie und warteten, daß Zarathustra etwas zu ihnen sagen werde: aber Zarathustra hörte nicht, daß sie schwiegen. Vielmehr lag er still, mit geschlossenen Augen, einem Schlafenden ähnlich, ob er schon nicht schlief: denn er unterredete sich eben mit seiner Seele. Die Schlange aber und der Adler, als sie ihn solchermaßen schweigsam fanden, ehrten die große Stille um ihn und machten sich behutsam davon.

 

 

 

 

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067 : 切断を繰り返す無限な時間よ

 

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ARTWORK : 067 「 切断を繰り返す無限な時間よ 」

 

 

シュトラウス : 交響詩 ツァラトゥストラは こう語った < ニーチェに従って自由に >
( ニーチェ :「 ツァラトゥストラは こう語った 」 より )

 

凝視 崇拝 経験 疑い 理解 絶望
舞踏の歌 夜の彷徨い人の歌 ( 舞踏讃歌 情熱 満たされたあこがれ )
自然の動機
畏怖の動機 あこがれの動機 信仰のテーマ
生の衝動の動機
情熱の主題 嫌悪の動機 疑いの動機
舞踏の動機

ニーチェに従って自由に

1. 序奏( 序説 )/ 日の出
2. 世界の背後を説く者について
3. 大いなるあこがれについて
4. 喜びの そして苦しみの情熱について ( 喜びと情熱について )
5. 墓場の歌
6. 学問について
7. 病より癒え行く者 ( 快癒に向かう者 )
8. 舞踏の歌
9. 夜の彷徨い人 ( 流離い人 ) の歌

 

 

Richard Georg Strauss : Sinfonische Dichtung, Also sprach Zarathustra.
< frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche >
Tondichtung für grosses Orchester Op.30, TrV 176.
( aus Also sprach Zarathustra von Nietzsche )

 

 

Schauen, Anbeten, Erleben, Zweifeln, Erkennen, Verzweifeln.
Das Tanzlied, Nachtwandlerlied ; Tanzhymnus, Leidenschaft, erfüllte Sehnsucht.

Naturmotiv.
Schauer-motiv, Sehnsuchtsmotiv, Glaubensthema.
Lebenstriebmotiv.
Leidenschaftsthema, Ekel-mot, Zweifel-motiv.
Tanzmotiv.

frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche.

1. Einleitung ( Vorrede )/ Sonnenaufgang
2. Von den Hinterweltlern
3. Von der großen Sehnsucht
4. Von den Freuden-und Leidenschaften
5. Das Grablied
6. Von der Wissenschaft
7. Der Genesende
8. Das Tanzlied
9. Nachtwandlerlied

 

 

 

 

6. 学問について

 

 

自然の動機 自然に根ざした根本的な感情

舞踏の動機

嫌悪の動機 疑いの動機

 

 

6. Von der Wissenschaft

 

Naturmoti.

Tanzmotiv.

Ekel-motiv, Zweifel-motiv.

 

 

Richard Georg Strauss : Sinfonische Dichtung, Also sprach Zarathustra.
< frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche >
6. Von der Wissenschaft, Tondichtung für grosses Orchester Op.30, TrV 176.
( aus Also sprach Zarathustra von Nietzsche )

 

 

 

 

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Max Klinger ( 1879 ) etching and aquatint

 

 

 

 

ニーチェ : 「 ツァラトゥストラは こう語った 」 第4部 / 学問

 

…… なぜなら さっき わたしは 怖いと言ったが この恐怖感
これこそ人間の原初以来の根本感情だからだ
この恐怖感から あらゆるものを説明することができる ……

…… そのような長期にわたる古い恐怖感が ついに洗練され 精神化され 知性化されて
今では 学問と呼ばれるにいたった
わたしは そう思う
良心的な学究は こう言った ……

…… なんだって!と ツァラトゥストラは叫んだ ……

…… 要するに 勇気こそは 人間の一切の先史学だと わたしには 思われる

…… この勇気 ついには洗練され 精神化され 知性化されたこの勇気
鷲のつばさと蛇のかしこさを備えた人間的勇気
それが 私の考えでは 今日

…… ツァラトゥストラの名で呼ばれているものだ!と そこにいあわせた者は 口を揃えて叫んだ
そして 大笑いした
すると なにか重い雲のようなものが 一同から離れて上方へ逃げていった ……

…… しかし そうしながら洞窟の入口に近づいたとき
見よ ふたたび かれは そとの良い空気と自分の動物たちへのあこがれに襲われた
かれは 洞窟からぬけだそうとした ……

 

 

Friedrich Wilhelm Nietzsche : Also sprach Zarathustra, Ein Buch für Alle und Keinen.
Vierter und letzter Teil. Also sprach Zarathustra / Von der Wissenschaft.

 

Also sang der Zauberer; und alle, die beisammen waren, gingen gleich Vögeln unvermerkt in das Netz seiner listigen und schwermütigen Wollust. Nur der Gewissenhafte des Geistes war nicht eingefangen: er nahm flugs dem Zauberer die Harfe weg und rief: »Luft! Laßt gute Luft herein! Laßt Zarathustra herein! Du machst diese Höhle schwül und giftig, du schlimmer alter Zauberer!
Du verführst, du Falscher, Feiner, zu unbekannten Begierden und Wildnissen. Und wehe, wenn solche wie du von der Wahrheit Redens und Wesens machen!
Wehe allen freien Geistern, welche nicht vor solchen Zauberern auf der Hut sind! Dahin ist es mit ihrer Freiheit: du lehrst und lockst zurück in Gefängnisse, –
– du alter schwermütiger Teufel, aus deiner Klage klingt eine Lockpfeife, du gleichst solchen, welche mit ihrem Lobe der Keuschheit heimlich zu Wollüsten laden!«
Also sprach der Gewissenhafte; der alte Zauberer aber blickte um sich, genoß seines Sieges und verschluckte darüber den Verdruß, welchen ihm der Gewissenhafte machte. »Sei still!« sagte er mit bescheidener Stimme, »gute Lieder wollen gut widerhallen; nach guten Liedern soll man lange schweigen.
So tun es diese alle, die höheren Menschen. Du aber hast wohl wenig von meinem Lied verstanden? In dir ist wenig von einem Zaubergeiste.«
»Du lobst mich«, entgegnete der Gewissenhafte, »indem du mich von dir abtrennst, wohlan! Aber ihr anderen, was sehe ich? Ihr sitzt alle noch mit lüsternen Augen da –:
Ihr freien Seelen, wohin ist eure Freiheit! Fast, dünkt mich’s, gleicht ihr solchen, die lange schlimmen tanzenden nackten Mädchen zusahn: eure Seelen ranzen selber!
In euch, ihr höheren Menschen, muß mehr von dem sein, was der Zauberer seinen bösen Zauber- und Truggeist nennt – wir müssen wohl verschieden sein.
Und wahrlich, wir sprachen und dachten genug mitsammen, ehe Zarathustra heimkam zu seiner Höhle, als daß ich nicht wüßte: wir sind verschieden.
Wir suchen Verschiednes auch hier oben, ihr und ich. Ich nämlich suche mehr Sicherheit, deshalb kam ich zu Zarathustra. Der nämlich ist noch der festeste Turm und Wille –
– heute, wo alles wackelt, wo alle Erde bebt. Ihr aber, wenn ich eure Augen sehe, die ihr macht, fast dünkt mich’s, ihr sucht mehr Unsicherheit,
– mehr Schauder, mehr Gefahr, mehr Erdbeben. Euch gelüstet, fast dünkt mich’s so, vergebt meinem Dünkel, ihr höheren Menschen –
– euch gelüstet nach dem schlimmsten gefährlichsten Leben, das mir am meisten Furcht macht, nach dem Leben wilder Tiere, nach Wäldern, Höhlen, steilen Bergen und Irr-Schlünden.
Und nicht die Führer aus der Gefahr gefallen euch am besten, sondern die euch von allen Wegen abführen, die Verführer. Aber, wenn solch Gelüsten an euch wirklich ist, so dünkt es mich trotzdem unmöglich.
Furcht nämlich – das ist des Menschen Erb- und Grundgefühl; aus der Furcht erklärt sich jegliches, Erbsünde und Erbtugend. Aus der Furcht wuchs auch meine Tugend, die heißt: Wissenschaft.
Die Furcht nämlich vor wildem Getier – die wurde dem Menschen am längsten angezüchtet, einschließlich das Tier, das er in sich selber birgt und fürchtet – Zarathustra heißt es ›das innere Vieh‹.
Solche lange alte Furcht, endlich fein geworden, geistlich, geistig – heute, dünkt mich, heißt sie: Wissenschaft.« –
Also sprach der Gewissenhafte; aber Zarathustra, der eben in seine Höhle zurückkam und die letzte Rede gehört und erraten hatte, warf dem Gewissenhaften eine Handvoll Rosen zu und lachte ob seiner »Wahrheiten«. »Wie!« rief er, »was hörte ich da eben? Wahrlich, mich dünkt, du bist ein Narr oder ich selber bin’s: und deine ›Wahrheit‹ stelle ich rucks und flugs auf den Kopf.
Furcht nämlich – ist unsre Ausnahme. Mut aber und Abenteuer und Lust am Ungewissen, am Ungewagten – Mut dünkt mich des Menschen ganze Vorgeschichte.
Den wildesten mutigsten Tieren hat er alle ihre Tugenden abgeneidet und abgeraubt: so erst wurde er – zum Menschen.
Dieser Mut, endlich fein geworden, geistlich, geistig, dieser Menschen-Mut mit Adler-Flügeln und Schlangen-Klugheit: der, dünkt mich, heißt heute –«
»Zarathustra!« schrien alle, die beisammen saßen, wie aus einem Munde und machten dazu ein großes Gelächter; es hob sich aber von ihnen wie eine schwere Wolke. Auch der Zauberer lachte und sprach mit Klugheit: »Wohlan! Er ist davon, mein böser Geist!
Und habe ich euch nicht selber vor ihm gewarnt, als ich sagte, daß er ein Betrüger sei, ein Lug- und Truggeist?
Sonderlich nämlich, wenn er sich nackend zeigt. Aber was kann ich für seine Tücken! Habe ich ihn und die Welt geschaffen?
Wohlan! Seien wir wieder gut und guter Dinge! Und ob schon Zarathustra böse blickt – seht ihn doch! er ist mir gram –:
– bevor die Nacht kommt, lernt er wieder mich lieben und loben, er kann nicht lange leben, ohne solche Torheiten zu tun.
Der – liebt seine Feinde: diese Kunst versteht er am besten von allen, die ich sah. Aber er nimmt Rache dafür – an seinen Freunden!«
Also sprach der alte Zauberer, und die höheren Menschen zollten ihm Beifall: so daß Zarathustra herumging und mit Bosheit und Liebe seinen Freunden die Hände schüttelte – gleichsam als einer, der an allen etwas gutzumachen und abzubitten hat. Als er aber dabei an die Tür seiner Höhle kam, siehe, da gelüstete ihn schon wieder nach der guten Luft da draußen und nach seinen Tieren – und er wollte hinausschlüpfen.

 

 

 

 

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066 : 等しきものの永遠回帰の陰画

 

 

SERIES ≫  無限定に相対する写像 / 射影配景における切断の意味 ” 華麗な罠 ” ( 2018 )

 

 

ARTWORK_066

 

CLICK UP ! 「 Homage ; Huldigung 」
plate 6 from the Ein Handschuh ( A Glove ) portfolio, 3rd/4th edition.
Credit Line : National Gallery of Victoria, Melbourne.
Max Klinger ( published 1893 )

 

 

 

 

ARTWORK : 066 「 等しきものの永遠回帰の陰画 」

 

 

シュトラウス : 交響詩 ツァラトゥストラは こう語った < ニーチェに従って自由に >
( ニーチェ :「 ツァラトゥストラは こう語った 」 より )

 

凝視 崇拝 経験 疑い 理解 絶望
舞踏の歌 夜の彷徨い人の歌 ( 舞踏讃歌 情熱 満たされたあこがれ )
自然の動機
畏怖の動機 あこがれの動機 信仰のテーマ
生の衝動の動機
情熱の主題 嫌悪の動機 疑いの動機
舞踏の動機

ニーチェに従って自由に

1. 序奏( 序説 )/ 日の出
2. 世界の背後を説く者について
3. 大いなるあこがれについて
4. 喜びの そして苦しみの情熱について ( 喜びと情熱について )
5. 墓場の歌
6. 学問について
7. 病より癒え行く者 ( 快癒に向かう者 )
8. 舞踏の歌
9. 夜の彷徨い人 ( 流離い人 ) の歌

 

 

Richard Georg Strauss : Sinfonische Dichtung, Also sprach Zarathustra.
< frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche >
Tondichtung für grosses Orchester Op.30, TrV 176.
( aus Also sprach Zarathustra von Nietzsche )

 

 

Schauen, Anbeten, Erleben, Zweifeln, Erkennen, Verzweifeln.
Das Tanzlied, Nachtwandlerlied ; Tanzhymnus, Leidenschaft, erfüllte Sehnsucht.

Naturmotiv.
Schauer-motiv, Sehnsuchtsmotiv, Glaubensthema.
Lebenstriebmotiv.
Leidenschaftsthema, Ekel-mot, Zweifel-motiv.
Tanzmotiv.

frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche.

1. Einleitung ( Vorrede )/ Sonnenaufgang
2. Von den Hinterweltlern
3. Von der großen Sehnsucht
4. Von den Freuden-und Leidenschaften
5. Das Grablied
6. Von der Wissenschaft
7. Der Genesende
8. Das Tanzlied
9. Nachtwandlerlied

 

 

 

 

5. 墓場の歌

 

 

情熱の主題

あこがれの動機

よろこびの情熱

 

 

5. Das Grablied

 

Leidenschaftsthema.

Sehnsuchtsmotiv

Freudenschaft

 

 

Richard Georg Strauss : Sinfonische Dichtung, Also sprach Zarathustra.
< frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche >
5. Das Grablied, Tondichtung für grosses Orchester Op.30, TrV 176.
( aus Also sprach Zarathustra von Nietzsche )

 

 

 

 

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Dedication( Widmung ): To Arnold Böcklin.
From the set of ten etchings, A Love( Eine Liebe / Opus X )
Max Klinger, dedicated to Symbolist painter Arnold Böcklin. ( 1887 )

 

 

 

 

ニーチェ : 「 ツァラトゥストラは こう語った 」 第2部 / 墓の歌

 

…… かなたに 墓の島がある 沈黙の島が
そこには わたしの青春を葬った墓標の列がある
わたしは そこへ生の常緑の葉飾りを供えに行こう
こう心をきめて、わたしは舟に乗って海を渡って行った ……

…… おお おまえたち わたしの青春の夢とまぼろしよ
おお おまえたち すべての愛のまなざし おまえたち 神的な瞬間たちよ
どうしておまえたちは そんなにも早く死んでしまったのか
きょう わたしは おまえたちを 亡き人々を偲ぶように 偲ぶ ……

…… わたしを殺すために 人々はおまえたちを殺したのだ
おまえたち わたしの希望の歌を歌った小鳥たちよ 最愛の者たちよ
そうだ 悪意はいつもおまえたちをねらって矢を放ったのだ ……

…… わたしの心臓をとめるために ……

 

 

 

 

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CLICK UP ! 「 Die Toteninsel( nach Arnold Böcklin )」
Max Klinger, dedicated to Symbolist painter Arnold Böcklin.( 1890 )
Etching and aquatint in black ink on ivory wove paper, laid down on ivory wove plate paper( chine collé )
Current location : Albertina

 

 

 

 

Friedrich Wilhelm Nietzsche : Also sprach Zarathustra, Ein Buch für Alle und Keinen.
Zweiter Teil. Also sprach Zarathustra / Das Grablied

 

»Dort ist die Gräberinsel, die schweigsame; dort sind auch die Gräber meiner Jugend. Dahin will ich einen immergrünen Kranz des Lebens tragen.«
Also im Herzen beschließend fuhr ich über das Meer.
Oh ihr, meiner Jugend Gesichte und Erscheinungen! Oh, ihr Blicke der Liebe alle, ihr göttlichen Augenblicke! Wie starbt ihr mir so schnell! Ich gedenke eurer heute wie meiner Toten.
Von euch her, meinen liebsten Toten, kommt mir ein süßer Geruch, ein herz- und tränenlösender. Wahrlich, er erschüttert und löst das Herz dem einsam Schiffenden.
Immer noch bin ich der Reichste und Bestzubeneidende – ich der Einsamste! Denn ich hatte euch doch, und ihr habt mich noch: sagt, wem fielen, wie mir, solche Rosenäpfel vom Baume?
Immer noch bin ich eurer Liebe Erbe und Erdreich, blühend zu eurem Gedächtnisse von bunten wildwachsenen Tugenden, oh ihr Geliebtesten!
Ach, wir waren gemacht, einander nahe zu bleiben, ihr holden fremden Wunder; und nicht schüchternen Vögeln gleich kamt ihr zu mir und meiner Begierde – nein, als Trauende zu dem Trauenden!
Ja, zur Treue gemacht, gleich mir, und zu zärtlichen Ewigkeiten: muß ich nun euch nach eurer Untreue heißen, ihr göttlichen Blicke und Augenblicke: keinen andern Namen lernte ich noch.
Wahrlich, zu schnell starbt ihr mir, ihr Flüchtlinge. Doch floht ihr mich nicht, noch floh ich euch: unschuldig sind wir einander in unsrer Untreue.
Mich zu töten, erwürgte man euch, ihr Singvögel meiner Hoffnungen! Ja, nach euch, ihr Liebsten, schoß immer die Bosheit Pfeile – mein Herz zu treffen!
Und sie traf! Wart ihr doch stets mein Herzlichstes, mein Besitz und mein Besessen-sein: darum mußtet ihr jung sterben und allzu frühe!
Nach dem Verwundbarsten, das ich besaß, schoß man den Pfeil: das waret ihr, denen die Haut einem Flaume gleich ist und mehr noch dem Lächeln, das an einem Blick erstirbt!
Aber dies Wort will ich zu meinen Feinden reden: was ist alles Menschen-Morden gegen das, was ihr mir tatet!
Böseres tatet ihr mir, als aller Menschen-Mord ist; Unwiederbringliches nahmt ihr mir – also rede ich zu euch, meine Feinde!
Mordetet ihr doch meiner Jugend Gesichte und liebste Wunder! Meine Gespielen nahmt ihr mir, die seligen Geister! Ihrem Gedächtnisse lege ich diesen Kranz und diesen Fluch nieder.
Diesen Fluch gegen euch, meine Feinde! Machtet ihr doch mein Ewiges kurz, wie ein Ton zerbricht in kalter Nacht!
Kaum als Aufblinken göttlicher Augen kam es mir nur – als Augenblick!
Also sprach zur guten Stunde einst meine Reinheit: »göttlich sollen mir alle Wesen sein.«
Da überfielt ihr mich mit schmutzigen Gespenstern; ach, wohin floh »nun jene gute Stunde!
Alle Tage sollen mir heilig sein« – so redete einst die Weisheit meiner Jugend: wahrlich, einer fröhlichen Weisheit Rede!
Aber da stahlt ihr Feinde mir meine Nächte und verkauftet sie zu schlafloser Qual: ach, wohin floh nun jene fröhliche Weisheit?
Einst begehrte ich nach glücklichen Vogelzeichen: da führtet ihr mir ein Eulen-Untier über den Weg, ein widriges. Ach, wohin floh da meine zärtliche Begierde?
Allem Ekel gelobte ich einst zu entsagen: da verwandeltet ihr meine Nahen und Nächsten in Eiterbeulen. Ach, wohin floh da mein edelstes Gelöbnis?
Als Blinder ging ich einst selige Wege: da warft ihr Unflat auf den Weg des Blinden: und nun ekelt ihn des alten Blinden-Fußsteigs.
Und als ich mein Schwerstes tat und meiner Überwindungen Sieg feierte: da machtet ihr die, welche mich liebten, schrein, ich tue ihnen am wehesten.
Wahrlich, das war immer euer Tun: ihr vergälltet mir meinen besten Honig und den Fleiß meiner besten Bienen.
Meiner Mildtätigkeit sandtet ihr immer die frechsten Bettler zu; um mein Mitleiden drängtet ihr immer die unheilbar Schamlosen. So verwundetet ihr meine Tugenden in ihrem Glauben.
Und legte ich noch mein Heiligstes zum Opfer hin: flugs stellte eure »Frömmigkeit« ihre fetteren Gaben dazu: also daß im Dampfe eures Fettes noch mein Heiligstes erstickte.
Und einst wollte ich tanzen, wie nie ich noch tanzte: über alle Himmel weg wollte ich tanzen. Da überredetet ihr meinen liebsten Sänger.
Und nun stimmte er eine schaurige dumpfe Weise an; ach, er tutete mir wie ein düsteres Horn zu Ohren!
Mörderischer Sänger, Werkzeug der Bosheit, Unschuldigster! Schon stand ich bereit zum besten Tanze: da mordetest du mit deinen Tönen meine Verzückung!
Nur im Tanze weiß ich der höchsten Dinge Gleichnis zu reden – und nun blieb mir mein höchstes Gleichnis ungeredet in meinen Gliedern!
Ungeredet und unerlöst blieb mir die höchste Hoffnung! Und es starben mir alle Gesichte und Tröstungen meiner Jugend!
Wie ertrug ich’s nur? Wie verwand und überwand ich solche Wunden? Wie erstand meine Seele wieder aus diesen Gräbern?
Ja, ein Unverwundbares, Unbegrabbares ist an mir, ein Felsensprengendes: das heißt mein Wille. Schweigsam schreitet es und unverändert durch die Jahre.
Seinen Gang will er gehn auf meinen Füßen, mein alter Wille; herzenshart ist ihm der Sinn und unverwundbar.
Unverwundbar bin ich allein an meiner Ferse. Immer noch lebst du da und bist dir gleich, Geduldigster! Immer noch brachst du dich durch alle Gräber!
In dir lebt auch noch das Unerlöste meiner Jugend; und als Leben und Jugend sitzest du hoffend hier auf gelben Grab-Trümmern.
Ja, noch bist du mir aller Gräber Zertrümmerer: Heil dir, mein Wille! Und nur wo Gräber sind, gibt es Auferstehungen.

 

 

 

 

Arnold Böcklin; Die Toteninsel (Erste Fassung); 1880

 

CLICK UP ! 「 Die Toteninse ; lIsle of the Dead 」
Arnold Böcklin ( 1880 )
Current location : Kunstmuseum Basel
Depositum der Gottfried Keller-Stiftung 1920
From Wikimedia Commons, the free media repository, https://commons.wikimedia.org/wiki/
File:Arnold Böcklin – Die Toteninsel I (Basel, Kunstmuseum).jpg

 

ARTWORK : 006 
「 Die Toteninsel III ( Alte Nationalgalerie, Berlin. ) 」Arnold Böcklin ( 1883 )

 

 

 

 

Picture, Drawing & Photo, Text ; Image Credit With Copyright.

 

 

 

 

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065 : 包越した消失点による力の場

 

 

SERIES ≫  無限定に相対する写像 / 射影配景における切断の意味 ” 華麗な罠 ” ( 2018 )

 

 

ARTWORK_065

 

CLICK UP ! 「 Cupid (Amor)/ plate X, from A Glove 」
Opus VI( Ein Handschuh, Opus VI )
Max Klinger ( 1881, print executed 1880 )

 

 

 

 

ARTWORK : 065 「 包越した消失点による力の場 」

 

 

シュトラウス : 交響詩 ツァラトゥストラは こう語った < ニーチェに従って自由に >
( ニーチェ :「 ツァラトゥストラは こう語った 」 より )

 

凝視 崇拝 経験 疑い 理解 絶望
舞踏の歌 夜の彷徨い人の歌 ( 舞踏讃歌 情熱 満たされたあこがれ )
自然の動機
畏怖の動機 あこがれの動機 信仰のテーマ
生の衝動の動機
情熱の主題 嫌悪の動機 疑いの動機
舞踏の動機

ニーチェに従って自由に

1. 序奏( 序説 )/ 日の出
2. 世界の背後を説く者について
3. 大いなるあこがれについて
4. 喜びの そして苦しみの情熱について ( 喜びと情熱について )
5. 墓場の歌
6. 学問について
7. 病より癒え行く者 ( 快癒に向かう者 )
8. 舞踏の歌
9. 夜の彷徨い人 ( 流離い人 ) の歌

 

 

Richard Georg Strauss : Sinfonische Dichtung, Also sprach Zarathustra.
< frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche >
Tondichtung für grosses Orchester Op.30, TrV 176.
( aus Also sprach Zarathustra von Nietzsche )

 

 

Schauen, Anbeten, Erleben, Zweifeln, Erkennen, Verzweifeln.
Das Tanzlied, Nachtwandlerlied ; Tanzhymnus, Leidenschaft, erfüllte Sehnsucht.

Naturmotiv.
Schauer-motiv, Sehnsuchtsmotiv, Glaubensthema.
Lebenstriebmotiv.
Leidenschaftsthema, Ekel-mot, Zweifel-motiv.
Tanzmotiv.

frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche.

1. Einleitung ( Vorrede )/ Sonnenaufgang
2. Von den Hinterweltlern
3. Von der großen Sehnsucht
4. Von den Freuden-und Leidenschaften
5. Das Grablied
6. Von der Wissenschaft
7. Der Genesende
8. Das Tanzlied
9. Nachtwandlerlied

 

 

 

 

4. 喜びの そして苦しみの情熱について ( 喜びと情熱について )

 

 

情熱の主題

生の衝動の動機 苦しみの情熱が渦巻く本能

よろこびの情熱

嫌悪の動機 疑いの動機

 

 

4. Von den Freuden-und Leidenschaften

 

Leidenschaftsthema.

Lebenstriebmotiv

Freudenschaft

Ekel-motiv, Zweifel-motiv.

 

 

Richard Georg Strauss : Sinfonische Dichtung, Also sprach Zarathustra.
< frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche >
4. Von den Freuden-und Leidenschaften, Tondichtung für grosses Orchester Op.30, TrV 176.
( aus Also sprach Zarathustra von Nietzsche )

 

 

 

 

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CLICK UP ! 「 Triumph 」
plate 5 from the Ein Handschuh( A Glove )portfolio, 3rd/4th edition.
Max Klinger ( 1881; published 1893 )etching
Credit Line : National Gallery of Victoria, Melbourne

 

 

 

 

ニーチェ : 「 ツァラトゥストラは こう語った 」 第1部 / 喜びと情熱について

 

…… かつて あなたは あなたを苦しめるさまざまの情熱を持ち それを悪と呼んだ
しかし いまはそれがすべて徳なのだ
苦しめる情熱から生まれたものだ
あなたは あなたの最高の目的を これらの苦しめる情熱にふかく植えつけた
そこで かれらは 徳とかわり よろこびの情熱となった ……

…… 人間は 克服されなければならない或る物である ……

だから あなたは あなたの徳たちを愛さなければならない ……
…… なぜなら あなたは 徳たちによってほろびるであろうから ……

 

 

Friedrich Wilhelm Nietzsche : Also sprach Zarathustra, Ein Buch für Alle und Keinen.
Die Reden Zarathustras. Also sprach Zarathustra / Von den Freuden-und Leidenschaften

 

Mein Bruder, wenn du eine Tugend hast, und es deine Tugend ist, so hast du sie mit niemandem gemeinsam.
Freilich, du willst sie bei Namen nennen und liebkosen; du willst sie am Ohre zupfen und Kurzweil mit ihr treiben.
Und siehe! Nun hast du ihren Namen mit dem Volke gemeinsam und bist Volk und Herde geworden mir deiner Tugend!
Besser tätest du, zu sagen: »Unaussprechbar ist und namenlos, was meiner Seele Qual und Süße macht und auch noch der Hunger meiner Eingeweide ist.«
Deine Tugend sei zu hoch für die Vertraulichkeit der Namen: und mußt du von ihr reden, so schäme dich nicht, von ihr zu stammeln.
So sprich und stammle: »Das ist mein Gutes, das liebe ich, so gefällt es mir ganz, so allein will ich das Gute.
Nicht will ich es als eines Gottes Gesetz, nicht will ich es als eine Menschen-Satzung und -Notdurft: kein Wegweiser sei es mir für Über-Erden und Paradiese.
Eine irdische Tugend ist es, die ich liebe: wenig Klugheit ist darin, und am wenigsten die Vernunft aller.
Aber dieser Vogel baute bei mir sich das Nest: darum liebe und herze ich ihn, – nun sitzt er bei mir auf seinen goldnen Eiern.«
So sollst du stammeln und deine Tugend loben.
Einst hattest du Leidenschaften und nanntest sie böse. Aber jetzt hast du nur noch deine Tugenden: die wuchsen aus deinen Leidenschaften.
Du legtest dein höchstes Ziel diesen Leidenschaften ans Herz: da wurden sie deine Tugenden und Freudenschaften.
Und ob du aus dem Geschlechte der Jähzornigen wärest oder aus dem der Wollüstigen oder der Glaubens-Wütigen oder der Rachsüchtigen:
Am Ende wurden alle deine Leidenschaften zu Tugenden und alle deine Teufel zu Engeln.
Einst hattest du wilde Hunde in deinem Keller: aber am Ende verwandelten sie sich zu Vögeln und lieblichen Sängerinnen.
Aus deinen Giften brautest du dir deinen Balsam; deine Kuh Trübsal melktest du – nun trinkst du die süße Milch ihres Euters.
Und nichts Böses wächst mehr fürderhin aus dir, es sei denn das Böse, das aus dem Kampfe deiner Tugenden wächst.
Mein Bruder, wenn du Glück hast, so hast du eine Tugend und nicht mehr: so gehst du leichter über die Brücke.
Auszeichnend ist es, viele Tugenden zu haben, aber ein schweres Los; und mancher ging in die Wüste und tötete sich, weil er müde war, Schlacht und Schlachtfeld vor Tugenden zu sein.
Mein Bruder, ist Krieg und Schlacht böse? Aber notwendig ist dies Böse, notwendig ist der Neid und das Mißtrauen und die Verleumdung unter deinen Tugenden.
Siehe, wie jede deiner Tugenden begehrlich ist nach dem Höchsten: sie will deinen ganzen Geist, daß er ihr Herold sei, sie will deine ganze Kraft in Zorn, Haß und Liebe.
Eifersüchtig ist jede Tugend auf die andre, und ein furchtbares Ding ist Eifersucht. Auch Tugenden können an der Eifersucht zugrunde gehn.
Wen die Flamme der Eifersucht umringt, der wendet zuletzt, gleich dem Skorpione, gegen sich selber den vergifteten Stachel.
Ach, mein Bruder, sahst du noch nie eine Tugend sich selber verleumden und erstechen?
Der Mensch ist etwas, das überwunden werden muß: und darum sollst du deine Tugenden lieben – denn du wirst an ihnen zugrunde gehn.

 

 

 

 

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064 : 遠近法に従い無垢は動きたり

 

 

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CLICK UP ! 「 Cycle ‘Rescue of Ovid’s Victims’, Opus II 」
Pictorial Dedication ; Sauvetages de sacrifices d’Ovide …
Opus II, Bl. 1 : Malerische Zueignung ( Anrufung ).
Max Klinger ( 1879 )

 

 

 

 

ARTWORK : 064 「 遠近法に従い無垢は動きたり 」

 

 

シュトラウス : 交響詩 ツァラトゥストラは こう語った < ニーチェに従って自由に >
( ニーチェ :「 ツァラトゥストラは こう語った 」 より )

 

凝視 崇拝 経験 疑い 理解 絶望
舞踏の歌 夜の彷徨い人の歌 ( 舞踏讃歌 情熱 満たされたあこがれ )

自然の動機
畏怖の動機 あこがれの動機 信仰のテーマ
生の衝動の動機
情熱の主題 嫌悪の動機 疑いの動機
舞踏の動機

ニーチェに従って自由に

1. 序奏( 序説 )/ 日の出
2. 世界の背後を説く者について
3. 大いなるあこがれについて
4. 喜びの そして苦しみの情熱について ( 喜びと情熱について )
5. 墓場の歌
6. 学問について
7. 病より癒え行く者 ( 快癒に向かう者 )
8. 舞踏の歌
9. 夜の彷徨い人 ( 流離い人 ) の歌

 

 

Richard Georg Strauss : Sinfonische Dichtung, Also sprach Zarathustra.
< frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche >
Tondichtung für grosses Orchester Op.30, TrV 176.
( aus Also sprach Zarathustra von Nietzsche )

 

Schauen, Anbeten, Erleben, Zweifeln, Erkennen, Verzweifeln.
Das Tanzlied, Nachtwandlerlied ; Tanzhymnus, Leidenschaft, erfüllte Sehnsucht.

Naturmotiv.
Schauer-motiv, Sehnsuchtsmotiv, Glaubensthema.
Lebenstriebmotiv.
Leidenschaftsthema, Ekel-mot, Zweifel-motiv.
Tanzmotiv.

frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche.

1. Einleitung ( Vorrede )/ Sonnenaufgang
2. Von den Hinterweltlern
3. Von der großen Sehnsucht
4. Von den Freuden-und Leidenschaften
5. Das Grablied
6. Von der Wissenschaft
7. Der Genesende
8. Das Tanzlied
9. Nachtwandlerlied

 

 

 

 

3. 大いなるあこがれについて

 

あこがれの動機

情熱の主題と動機

自然の動機 信仰のテーマ

壮大 堂々とした 尊大な

クレド

激しい動き 生の衝動の動機

嵐のように 否 を言い

 

聖唄 「 マニフィカト < 聖母マリアのカンティクム > 」 ( 断片の並列 / 短い経過句 )

わたしの魂は 主をあがめ
わたしの霊は 救い主である神を喜びたたえる
身分の低い この主のはしためにも
目を留めてくださったから
今から後 いつの世の人も
わたしを幸いな者と言う
力ある方が
わたしに偉大なことをなさいましたから
その御名は 尊く
その憐れみは 代々に限りなく
主を畏れる者に及びぶ
主は その腕で力を振るい
思い上がる者を打ち散らし
権力ある者をその座から引き降ろし
身分の低い者を高く上げ
飢えた人を良い物で満たし
富める者を空腹のまま追い返される
その僕イスラエルを受け入れて
憐れみをお忘れにならない
わたしたちの先祖におっしゃったとおり
アブラハムとその子孫に対してとこしえに

 

< 聖母マリアの歌 >

わたしは 神をあがめ
わたしの心は 神の救いによろこびおどる
神は 卑しいはしためを顧みられ
いつの代の人も わたしを幸せな者と呼ぶ
神は わたしに偉大なわざを行われた
その名は 尊く あわれみは 代々 神を畏れ敬う人の上に
神は その力を表し 思い上がる者を打ち砕き
権力をふるう者をその座から下ろし
見捨てられた人を高められる
飢えに苦しむ人はよいもので満たされ
おごり暮らす者は むなしくなって帰る
神は いつくしみを忘れることなく しもべイスラエルを助けられた
わたしたちの祖先
アブラハムとその子孫に約束されたように

 

< マリヤの賛歌 >

わたしの魂は 主をあがめ わたしの霊は 救い主である神を喜びたたえる
神は この貧しい女にも 目を留められた
今から後 いつの世の人も わたしを幸いな女と呼ぶ
力ある方が わたしに偉大なみ業をなさったから
主のみ名は 聖 その憐れみは 世々 主を敬い畏れる人に
主は み腕の力を振るい 思い上がる者を打ち散らし
権力を振るう者をその座から下ろし 身分の低い人を引き上げ
飢えた人を良い物で満たし 富んでいる人をむなしく追い返される
神は 父祖アブラハムとその子孫に 永遠に約束されたように
憐れみを忘れず 僕 ( しもべ ) イスラエルを助けられた

 

 

3. Von der großen Sehnsucht

 

Sehnsuchtsmotiv.

Leidenschaftsthema.

Naturmotiv, Glaubensthema.

magnific.

Gregorian chant ” Credo “.

Lebenstriebmotiv.

Ablehnung, Nein.

 

 

Vulgata ; editio Vulgata ” Magnificat ” < Canticum Mariae / Canticle of Mary >

 

Magnificat anima mea Dominum,
et exsultavit spiritus meus in Deo salvatore meo,
quia respexit humilitatem ancillae suae.
Ecce enim ex hoc beatam me dicent omnes generationes,
quia fecit mihi magna, qui potens est,
et sanctum nomen eius,
et misericordia eius in progenies et progenies
timentibus eum.
Fecit potentiam in brachio suo,
dispersit superbos mente cordis sui;
deposuit potentes de sede
et exaltavit humiles;
esurientes implevit bonis
et divites dimisit inanes.
Suscepit Israel puerum suum,
recordatus misericordiae,
sicut locutus est ad patres nostros,
Abraham et semini eius in saecula.

 

< Canticle of Mary >

My soul doth magnify the Lord : and my spirit hath rejoiced in God my Saviour.
For he hath regarded : the lowliness of his handmaiden.
For behold, from henceforth : all generations shall call me blessed.
For he that is mighty hath magnified me : and holy is his Name.
And his mercy is on them that fear him : throughout all generations.
He hath shewed strength with his arm : he hath scattered the proud in the imagination of their hearts.
He hath put down the mighty from their seat : and hath exalted the humble and meek.
He hath filled the hungry with good things : and the rich he hath sent empty away.
He remembering his mercy hath holpen his servant Israel : as he promised to our forefathers, Abraham and his seed for ever.

 

 

Richard Georg Strauss : Sinfonische Dichtung, Also sprach Zarathustra.
< frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche >
3. Von der großen Sehnsucht, Tondichtung für grosses Orchester Op.30, TrV 176.
( aus Also sprach Zarathustra von Nietzsche )

 

 

 

 

Print

 

CLICK UP ! 「 Opus II, plate 1, Titelblatt ( Evocation ) 」
Opus II, Bl. 1a : Titelblatt / Erweiterungsblatt.
Etching and aquatint. Musée d’Art Moderne et Contemporain de la Ville de Strasbourg.
Max Klinger ( 1879 )

 

 

 

 

ニーチェ : 「 ツァラトゥストラは こう語った 」 第3部 / 大いなるあこがれ

 

…… おお わたしの魂よ
わたしは おまえの身から小さな羞恥と窮屈な道徳を洗いおとした
そして 太陽の目の前に 素裸で立つように説いた ……

…… おお わたしの魂よ
わたしは おまえに 嵐のように 否 を言う権利を与え
晴れわたった空が 然り を言うように 然り を言う権利を与えた
おまえは 光明のように 静かにかがやき
しかも もろもろの否定の嵐をつらぬいて進んで行く ……

…… だが おまえが泣こうとしないなら
おまえの真紅の憂鬱を涙で洗い流そうとしないなら
おお わたしの魂よ
おまえは 歌うよりほかないだろう
そうだ わたし自身も微笑する
そうした予想をおまえに与えながら ……

 

 

Friedrich Wilhelm Nietzsche : Also sprach Zarathustra, Ein Buch für Alle und Keinen.
Dritter Theil. Also sprach Zarathustra / Von der großen Sehnsucht.

 

O meine Seele, ich lehrte dich»Heute«sagen wie»Einst«und»Ehemals« und über alles Hier und Da und Dort deinen Reigen hinwegtanzen.
O meine Seele, ich erlöste dich von allen Winkeln, ich kehrte Staub, Spinnen und Zwielicht von dir ab.
O meine Seele, ich wusch die kleine Scham und die Winkel-Tugend von dir ab und überredete dich, nackt vor den Augen der Sonne zu stehn.
Mit dem Sturme, welcher »Geist« heißt, blies ich über deine wogende See; alle Wolken blies ich davon, ich erwürgte selbst die Würgerin, die »Sünde« heißt.
O meine Seele, ich gab dir das Recht, nein zu sagen wie der Sturm, und ja zu sagen, wie offner Himmel ja sagt: still wie Licht stehst du und gehst du nun durch verneinende Stürme.
O meine Seele, ich gab dir die Freiheit zurück über Erschaffnes und Unerschaffnes: und wer kennt, wie du sie kennst, die Wollust des Zukünftigen?
O meine Seele, ich lehrte dich das Verachten, das nicht wie ein Wurmfraß kommt, das große, das liebende Verachten, welches am meisten liebt, wo es am meisten verachtet.
O meine Seele, ich lehrte dich so überreden, daß du zu dir die Gründe selber überredest: der Sonne gleich, die das Meer noch zu ihrer Höhe überredet.
O meine Seele, ich nahm von dir alles Gehorchen, Kniebeugen und Herr-Sagen; ich gab dir selber den Namen »Wende der Not« und »Schicksal«.
O meine Seele, ich gab dir neue Namen und bunte Spielwerke, ich hieß dich »Schicksal«und»Umfang der Umfänge« und »Nabelschnur der Zeit« und »azurne Glocke«.
O meine Seele, deinem Erdreich gab ich alle Weisheit zu trinken, alle neuen Weine und auch alle unvordenklich alten starken Weine der Weisheit.
O meine Seele, jede Sonne goß ich auf dich und jede Nacht und jedes Schweigen und jede Sehnsucht – da wuchsest du mir auf wie ein Weinstock.
O meine Seele, überreich und schwer stehst du nun da, ein Weinstock mit schwellenden Eutern und gedrängten braunen Gold-Weintrauben:
– gedrängt und gedrückt von deinem Glücke, wartend vor Überflusse und schamhaft noch ob deines Wartens.
O meine Seele, es gibt nun nirgends eine Seele, die liebender wäre und umfangender und umfänglicher! Wo wäre Zukunft und Vergangenes näher beisammen als bei dir?
O meine Seele, ich gab dir alles, und alle meine Hände sind an dich leer geworden – und nun! Nun sagst du mir lächelnd und voll Schwermut: »Wer von uns hat zu danken?
– hat der Geber nicht zu danken, daß der Nehmende nahm? Ist Schenken nicht eine Notdurft? Ist Nehmen nicht – Erbarmen?« –
O meine Seele, ich verstehe das Lächeln deiner Schwermut: dein Über-Reichtum selber streckt nun sehnende Hände aus!
Deine Fülle blickt über brausende Meere hin und sucht und wartet; die Sehnsucht der Über-Fülle blickt aus deinem lächelnden Augen-Himmel!
Und wahrlich, o meine Seele! Wer sähe dein Lächeln und schmölze nicht vor Tränen? Die Engel selber schmelzen vor Tränen ob der Über-Güte deines Lächelns.
Deine Güte und Über-Güte ist es, die nicht klagen und weinen will: und doch sehnt sich, o meine Seele, dein Lächeln nach Tränen und dein zitternder Mund nach Schluchzen.
»Ist alles Weinen nicht ein Klagen? Und alles Klagen nicht ein Anklagen?« Also redest du zu dir selber, und darum willst du, o meine Seele, lieber lächeln, als dein Leid ausschütten
– in stürzende Tränen ausschütten all dein Leid über deine Fülle und über all die Drängnis des Weinstocks nach Winzer und Winzermesser!
Aber willst du nicht weinen, nicht ausweinen deine purpurne Schwermut, so wirst du singen müssen, o meine Seele! – Siehe, ich lächle selber, der ich dir solches vorhersage:
– singen, mit brausendem Gesange, bis alle Meere still werden, daß sie deiner Sehnsucht zuhorchen, –
– bis über stille sehnsüchtige Meere der Nachen schwebt, das güldene Wunder, um dessen Gold alle guten schlimmen wunderlichen Dinge hüpfen: –
– auch vieles große und kleine Getier und alles, was leichte wunderliche Füße hat, daß es auf veilchenblauen Pfaden laufen kann, –
hin zu dem güldenen Wunder, dem freiwilligen Nachen und zu seinem Herrn: das aber ist der Winzer, der mit diamantenem Winzermesser wartet, –
– dein großer Löser, o meine Seele, der Namenlose – – dem zukünftige Gesänge erst Namen finden! Und wahrlich, schon duftet dein Atem nach zukünftigen Gesängen, –
– schon glühst du und träumst, schon trinkst du durstig an allen tiefen klingenden Trost-Brunnen, schon ruht deine Schwermut in der Seligkeit zukünftiger Gesänge! –
O meine Seele, nun gab ich dir alles und auch mein letztes, und alle meine Hände sind an dich leer geworden: – daß ich dich singen hieß, siehe, das war mein letztes!
Daß ich dich singen hieß, sprich nun, sprich: wer von uns hat jetzt – zu danken? – Besser aber noch: singe mir, singe, o meine Seele! Und mich laß danken! –

 

 

 

 

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063 : 自由遊具の囲繞をとっぱらい

 

 

SERIES ≫  無限定に相対する写像 / 射影配景における切断の意味 ” 華麗な罠 ” ( 2018 )

 

 

ARTWORK_063_1

 

CLICK UP ! 「 Cycle ‘On Death’, Part One, Opus XI 」
Vom Tode, Erster Teil, Opus XI. ; Herodes. Opus 11, from Vom Tode.
Max Klinger ( 1878 – 1885, 1879 – 1889 )

 

 

 

 

ARTWORK : 063 「 自由遊具の囲繞をとっぱらい 」

 

 

シュトラウス : 交響詩 ツァラトゥストラは こう語った < ニーチェに従って自由に >
( ニーチェ :「 ツァラトゥストラは こう語った 」 より )

 

凝視 崇拝 経験 疑い 理解 絶望
舞踏の歌 夜の彷徨い人の歌 ( 舞踏讃歌 情熱 満たされたあこがれ )

自然の動機
畏怖の動機 あこがれの動機 信仰のテーマ
生の衝動の動機
情熱の主題 嫌悪の動機 疑いの動機
舞踏の動機

ニーチェに従って自由に

1. 序奏( 序説 )/ 日の出
2. 世界の背後を説く者について
3. 大いなるあこがれについて
4. 喜びの そして苦しみの情熱について ( 喜びと情熱について )
5. 墓場の歌
6. 学問について
7. 病より癒え行く者 ( 快癒に向かう者 )
8. 舞踏の歌
9. 夜の彷徨い人 ( 流離い人 ) の歌

 

 

Richard Georg Strauss : Sinfonische Dichtung, Also sprach Zarathustra.
< frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche >
Tondichtung für grosses Orchester Op.30, TrV 176.
( aus Also sprach Zarathustra von Nietzsche )

 

Schauen, Anbeten, Erleben, Zweifeln, Erkennen, Verzweifeln.
Das Tanzlied, Nachtwandlerlied ; Tanzhymnus, Leidenschaft, erfüllte Sehnsucht.

Naturmotiv.
Schauer-motiv, Sehnsuchtsmotiv, Glaubensthema.
Lebenstriebmotiv.
Leidenschaftsthema, Ekel-mot, Zweifel-motiv.
Tanzmotiv.

frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche.

1. Einleitung ( Vorrede )/ Sonnenaufgang
2. Von den Hinterweltlern
3. Von der großen Sehnsucht
4. Von den Freuden-und Leidenschaften
5. Das Grablied
6. Von der Wissenschaft
7. Der Genesende
8. Das Tanzlied
9. Nachtwandlerlied

 

 

 

 

2. 世界の背後を説く者について

 

敬虔な畏怖

畏怖の動機 あこがれの動機 信仰のテーマ

人間の敬虔さに満ちた畏怖

 

グレゴリオ聖歌 「 クレド 」 ( 断片の提示 / 信仰の暗示 )

我は 信ず 唯一の神 全能の父 天と地 見ゆる物
見えざる物全ての造り主を
我は 信ず 唯一の主 神の御ひとり子 イエズス・キリストを
主は よろず世のさきに 父より生まれ 神よりの神 光よりの光 まことの
神よりのまことの神
造られずして生まれ 父と一体なり
全ては 主によりて造られたり
主は我ら人類のため また我らの救いのために天より下り 聖霊によりて処女マリアより
御からだを受け 人となりたまえり
ポンテオ ピラトのもとにて 我らのために十字架につけられ
苦しみを受け 葬られたまえり
聖書にありしごとく 三日目によみがえり
天にのぼりて 父の右に座したもう
主は 栄光のうちに再び来たり 生ける人と死せる人とを裁きたもう
主の国は 終わることなし
我は 信ず 主なる聖霊 生命の与えぬしを
聖霊は 父とともに出で
父と子とともに拝みあがめられ また預言者によりて 語りたまえり
我は 一 聖 公 使徒継承の教会を信じ
罪のゆるしのためなる唯一の洗礼をみとめ
死者のよみがえりと 来世の命とを待ち望む アーメン

 

 

2. Von den Hinterweltlern

 

fromme Schauer.

Schauer-motiv, Sehnsuchtsmotiv, Glaubensthema.

andachtsvoller Schauer.

 

 

Gregorian chant ” Credo ”

Credo in unum deum, patrem omnipotentem.
Factorem caeli et terrae, visibilium omnium et invisibilium,
Et in unum dominum. Jesum Christum filium dei unigenitum.
Et ex patre natum ante omnia saecula.
Deum de deo, lumen de lumine, deum verum de deo vero.
Genitum, non factum, consubstantialem patri: per quem omnia facta sunt.
Qui propter nos homines, et propter nostram salutem descendit de caelis.
Et incarnatus est de spiritu sancto ex Maria virgine: et homo factus est.
Crucifixus etiam pro nobis sub Pontio Pilato: passus, et sepultus est.
Et resurrexit tertia die, secundum scripturas.
Et ascendit in caelum: sedet ad dexteram patris.
Et iterum venturus est cum gloria judicare vivos et mortuos:
cujus regni non erit finis.
Et in spiritum sancutum dominum, et vivificantem: qui ex patre, filioque procedit.
Qui cum patre, et filio simul adoratur, et conglorificatur: qui locutus est per prophetas.
Et unam, sanctam, catholicam et apostolicam ecclesiam.
Confiteor unum baptisma in remissionem peccatorum.
Et exspecto resurrectionem mortuorum. Et vitam venturi saecli. Amen.

 

 

Richard Georg Strauss : Sinfonische Dichtung, Also sprach Zarathustra.
< frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche >
2. Von den Hinterweltlern, Tondichtung für grosses Orchester Op.30, TrV 176.
( aus Also sprach Zarathustra von Nietzsche )

 

 

 

 

1979.674.5

 

CLICK UP ! 「 Cycle ‘On Death’, Second Part, Opus XIII 」
On Death, II. Integer Vitae ( He who is upright in life )
” Integer Vitae … “, from the series Vom Tode Zweiter Teil.
Max Klinger ( 1895 – 1900 )
1878, later edition, Copper engraving.
Current location : Metropolitan Museum of Art, Drawings and Prints.
From Wikimedia Commons, the free media repository, https://commons.wikimedia.org/wiki/
File:”Integer Vitae…”, from the series Vom Tode Zweiter Teil MET DP824023.jpg

 

 

 

 

ニーチェ : 「 ツァラトゥストラは こう語った 」 第1部 / 世界の背後を説く者

 

…… かつては わたしツァラトゥストラもまた 世界の背後を説くすべての者のように
人間の彼方にある彼岸に 勝手な妄想を描いた
わたしは 世界の根柢に苦悩があると考えた
すなわち 苦悩にさいなまれた一個の神的存在があると考え
世界は その神による作り物であると考えた ……

…… 苦悩する者にとっては おのれの苦悩から眼をそらせ
自分を忘れるのは 陶酔に似たよろこびである
かつて わたしには この世界は陶酔に似たよろこびであり 忘我であると思われた ……

…… こうして わたしは 世界の背後を説くすべての者のように
人間のかなたにある彼岸に わたしの妄想をたくましゅうした
だが はたして それは 人間のかなたにある彼岸だったろうか
ああ わが兄弟たちよ わたしがつくったこの神は 人間の作品であり
人間の妄想であったすべての神々が そうであったように ……

 

 

Friedrich Wilhelm Nietzsche : Also sprach Zarathustra, Ein Buch für Alle und Keinen.
Erster Theil. Also sprach Zarathustra / Zarathustra’s Vorrede – 1.

 

Einst warf auch Zarathustra seinen Wahn jenseits des Menschen, gleich allen Hinterweltlern. Eines leidenden und zerquälten Gottes Werk schien mir da die Welt.
Traum schien mir da die Welt und Dichtung eines Gottes; farbiger Rauch vor den Augen eines göttlich Unzufriednen.
Gut und böse und Lust und Leid und Ich und Du – farbiger Rauch dünkte mich’s vor schöpferischen Augen. Wegsehn wollte der Schöpfer von sich, – da schuf er die Welt.
Trunkne Lust ist’s dem Leidenden, wegzusehn von seinem Leiden und sich zu verlieren. Trunkne Lust Und Selbst-sich-Verlieren dünkte mich einst die Welt.
Diese Welt, die ewig unvollkommene, eines ewigen Widerspruches Abbild und unvollkommnes Abbild – eine trunkne Lust ihrem unvollkommnen Schöpfer: – also dünkte mich einst die Welt.
Also warf auch ich einst meinen Wahn jenseits des Menschen, gleich allen Hinterweltlern. Jenseits des Menschen in Wahrheit?
Ach, ihr Brüder, dieser Gott, den ich schuf, war Menschen-Werk und
-Wahnsinn, gleich allen Göttern!
Mensch war er, und nur ein armes Stück Mensch und Ich: aus der eigenen Asche und Gluth kam es mir, dieses Gespenst, und wahrlich! Nicht kam es mir von Jenseits!
Was geschah, meine Brüder? Ich überwand mich, den Leidenden, ich trug meine eigne Asche zu Berge, eine hellere Flamme erfand ich mir. Und siehe! Da wich das Gespenst von mir!
Leiden wäre es mir jetzt und Qual dem Genesenen, solche Gespenster zu glauben: Leiden wäre es mir jetzt und Erniedrigung. Also rede ich zu den Hinterweltlern.
Leiden war’s und Unvermögen – das schuf alle Hinterwelten; und jener kurze Wahnsinn des Glücks, den nur der Leidendste erfährt.
Müdigkeit, die mit Einem Sprunge zum Letzten will, mit einem Todessprunge, eine arme unwissende Müdigkeit, die nicht einmal mehr wollen will: die schuf alle Götter und Hinterwelten.
Glaubt es mir, meine Brüder! Der Leib war’s, der am Leibe verzweifelte, – der tastete mit den Fingern des bethörten Geistes an die letzten Wände.
Glaubt es mir, meine Brüder! Der Leib war’s, der an der Erde verzweifelte, – der hörte den Bauch des Seins zu sich reden.
Und da wollte er mit dem Kopfe durch die letzten Wände, und nicht nur mit dem Kopfe, – hinüber zu “jener Welt”.
Aber “jene Welt” ist gut verborgen vor dem Menschen, jene entmenschte unmenschliche Welt, die ein himmlisches Nichts ist; und der Bauch des Seins redet gar nicht zum Menschen, es sei denn als Mensch.
Wahrlich, schwer zu beweisen ist alles Sein und schwer zum Reden zu bringen. Sagt mir, ihr Brüder, ist nicht das Wunderlichste aller Dinge noch am besten bewiesen?
Ja, diess Ich und des Ich’s Widerspruch und Wirrsal redet noch am redlichsten von seinem Sein, dieses schaffende, wollende, werthende Ich, welches das Maass und der Werth der Dinge ist.
Und diess redlichste Sein, das Ich – das redet vom Leibe, und es will noch den Leib, selbst wenn es dichtet und schwärmt und mit zerbrochnen Flügeln flattert.
Immer redlicher lernt es reden, das Ich: und je mehr es lernt, um so mehr findet es Worte und Ehren für Leib und Erde.
Einen neuen Stolz lehrte mich mein Ich, den lehre ich die Menschen: – nicht mehr den Kopf in den Sand der himmlischen Dinge zu stecken, sondern frei ihn zu tragen, einen Erden-Kopf, der der Erde Sinn schafft!
Einen neuen Willen lehre ich die Menschen: diesen Weg wollen, den blindlings der Mensch gegangen, und gut ihn heissen und nicht mehr von ihm bei Seite schleichen, gleich den Kranken und Absterbenden!
Kranke und Absterbende waren es, die verachteten Leib und Erde und erfanden das Himmlische und die erlösenden Blutstropfen: aber auch noch diese süssen und düstern Gifte nahmen sie von Leib und Erde!
Ihrem Elende wollten sie entlaufen, und die Sterne waren ihnen zu weit. Da seufzten sie: “Oh dass es doch himmlische Wege gäbe, sich in ein andres Sein und Glück zu schleichen!” – da erfanden sie sich ihre Schliche und blutigen Tränklein!
Ihrem Leibe und dieser Erde nun entrückt wähnten sie sich, diese
Undankbaren. Doch wem dankten sie ihrer Entrückung Krampf und Wonne?
Ihrem Leibe und dieser Erde.
Milde ist Zarathustra den Kranken. Wahrlich, er zürnt nicht ihren
Arten des Trostes und Undanks. Mögen sie Genesende werden und
Überwindende und einen höheren Leib sich schaffen!
Nicht auch zürnt Zarathustra dem Genesenden, wenn er zärtlich nach seinem Wahne blickt und Mitternachts um das Grab seines Gottes schleicht: aber Krankheit und kranker Leib bleiben mir auch seine Thränen noch.
Vieles krankhafte Volk gab es immer unter Denen, welche dichten und gottsüchtig sind; wüthend hassen sie den Erkennenden und jene jüngste der Tugenden, welche heisst: Redlichkeit.
Rückwärts blicken sie immer nach dunklen Zeiten: da freilich war Wahn und Glaube ein ander Ding; Raserei der Vernunft war Gottähnlichkeit, und Zweifel Sünde.
Allzugut kenne ich diese Gottähnlichen: sie wollen, dass an sie geglaubt werde, und Zweifel Sünde sei. Allzugut weiss ich auch, woran sie selber am besten glauben.
Wahrlich nicht an Hinterwelten und erlösende Blutstropfen: sondern an den Leib glauben auch sie am besten, und ihr eigener Leib ist ihnen ihr Ding an sich.
Aber ein krankhaftes Ding ist er ihnen: und gerne möchten sie aus der Haut fahren. Darum horchen sie nach den Predigern des Todes und predigen selber Hinterwelten.
Hört mir lieber, meine Brüder, auf die Stimme des gesunden Leibes: eine redlichere und reinere Simme ist diess.
Redlicher redet und reiner der gesunde Leib, der vollkommne und rechtwinklige: und er redet vom Sinn der Erde.

 

 

 

 

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062 : それだけ広くなった蒼い空が

 

 

SERIES ≫  無限定に相対する写像 / 射影配景における切断の意味 ” 華麗な罠 ” ( 2018 )

 

 

ARTWORK_6_062

 

CLICK UP ! 「 Empyrean, from Dante’s Divine Comedy;La Divina Commedia 」
Rosa Celeste:Dante and Beatrice gaze upon the highest Heaven, The Empyrean, 19th century.
Paul Gustave Doré ( circa 1880 ) engraving.
From Wikimedia Commons, the free media repository, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Par_31.jpg

 

 

 

 

ARTWORK : 062 「 それだけ広くなった蒼い空が 」

 

 

シュトラウス : 交響詩 ツァラトゥストラは こう語った < ニーチェに従って自由に >
( ニーチェ :「 ツァラトゥストラは こう語った 」 より )

 

凝視 崇拝 経験 疑い 理解 絶望
舞踏の歌 夜の彷徨い人の歌 ( 舞踏讃歌 情熱 満たされたあこがれ )

自然の動機
畏怖の動機 あこがれの動機 信仰のテーマ
生の衝動の動機
情熱の主題 嫌悪の動機 疑いの動機
舞踏の動機

ニーチェに従って自由に

1. 序奏( 序説 )/ 日の出
2. 世界の背後を説く者について
3. 大いなるあこがれについて
4. 喜びの そして苦しみの情熱について ( 喜びと情熱について )
5. 墓場の歌
6. 学問について
7. 病より癒え行く者 ( 快癒に向かう者 )
8. 舞踏の歌
9. 夜の彷徨い人 ( 流離い人 ) の歌

 

 

Richard Georg Strauss : Sinfonische Dichtung, Also sprach Zarathustra.
< frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche >
Tondichtung für grosses Orchester Op.30, TrV 176.
( aus Also sprach Zarathustra von Nietzsche )

 

Schauen, Anbeten, Erleben, Zweifeln, Erkennen, Verzweifeln.
Das Tanzlied, Nachtwandlerlied ; Tanzhymnus, Leidenschaft, erfüllte Sehnsucht.

Naturmotiv.
Schauer-motiv, Sehnsuchtsmotiv, Glaubensthema.
Lebenstriebmotiv.
Leidenschaftsthema, Ekel-mot, Zweifel-motiv.
Tanzmotiv.

frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche.

1. Einleitung ( Vorrede )/ Sonnenaufgang
2. Von den Hinterweltlern
3. Von der großen Sehnsucht
4. Von den Freuden-und Leidenschaften
5. Das Grablied
6. Von der Wissenschaft
7. Der Genesende
8. Das Tanzlied
9. Nachtwandlerlied

 

 

 

 

1. 序奏 / 日の出

 

日の出 宇宙 そして謎

自然の動機 自然の神秘と解決されない謎を示し

太陽の主題 ( 太陽が昇る )

個人が世界に入る もしくは 世界が個人に入る

 

 

1. Einleitung ( Vorrede )/ Sonnenaufgang

 

Sonnenaufgang Universum und Geheimnis.

Naturmotiv.

Sonnenthema.( Die Sonne geht auf )

Das Individuum tritt in die Welt oder die Welt ins Individuum.

 

 

Richard Georg Strauss : Sinfonische Dichtung, Also sprach Zarathustra.
< frei nach Friedrich Wilhelm Nietzsche >
1. Einleitung ( Vorrede )/ Sonnenaufgang, Tondichtung für grosses Orchester Op.30, TrV 176.
( aus Also sprach Zarathustra von Nietzsche )

 

 

 

 

ARTWORK_6_062_u

 

CLICK UP ! 「 La confusion des langues 」
The Confusion of Tongues ; Language confusion, 19th century
Ilû Bāb, Ka Dinge / Marduk.
Paul Gustave Doré ( circa 1865-1868 ) engraving
From Wikimedia Commons, the free media repository, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Confusion_of_Tongues.png

 

 

 

 

ニーチェ : 「 ツァラトゥストラは こう語った 」 第1部 / ツァラトゥストラの序文 - 1.

 

1.

…… ある朝 ツァラトゥストラは あかつきとともに起き
太陽を迎えて立ち 次のように太陽に語りかけた
偉大なる天体よ もしあなたの光を浴びる者たちがいなかったら
あなたは はたして幸福といえるだろうか ……
…… しかし わたしたちがいて 毎朝あなたを待ち
あなたから こぼれるものを受けとり 感謝して あなたを祝福してきた ……

 

 

Friedrich Wilhelm Nietzsche : Also sprach Zarathustra, Ein Buch für Alle und Keinen.
Erster Theil. Also sprach Zarathustra / Zarathustra’s Vorrede – 1.

 

1.

Als Zarathustra dreissig Jahr alt war, verliess er seine Heimat und den See seiner Heimat und ging in das Gebirge. Hier genoss er seines Geistes und seiner Einsamkeit und wurde dessen zehn Jahr nicht müde. Endlich aber verwandelte sich sein Herz, – und eines Morgens stand er mit der Morgenröthe auf, trat vor die Sonne hin und sprach zu ihr also:
“Du grosses Gestirn! Was wäre dein Glück, wenn du nicht Die hättest, welchen du leuchtest!
Zehn Jahre kamst du hier herauf zu meiner Höhle: du würdest deines Lichtes und dieses Weges satt geworden sein, ohne mich, meinen Adler und meine Schlange.
Aber wir warteten deiner an jedem Morgen, nahmen dir deinen Überfluss ab und segneten dich dafür.
Siehe! Ich bin meiner Weisheit überdrüssig, wie die Biene, die des Honigs zu viel gesammelt hat, ich bedarf der Hände, die sich ausstrecken.
Ich möchte verschenken und austheilen, bis die Weisen unter den
Menschen wieder einmal ihrer Thorheit und die Armen einmal ihres
Reichthums froh geworden sind.
Dazu muss ich in die Tiefe steigen: wie du des Abends thust, wenn du hinter das Meer gehst und noch der Unterwelt Licht bringst, du überreiches Gestirn!
Ich muss, gleich dir, untergehen, wie die Menschen es nennen, zu denen ich hinab will.
So segne mich denn, du ruhiges Auge, das ohne Neid auch ein allzugrosses Glück sehen kann!
Segne den Becher, welcher überfliessen will, dass das Wasser golden aus ihm fliesse und überallhin den Abglanz deiner Wonne trage!
Siehe! Dieser Becher will wieder leer werden, und Zarathustra will wieder Mensch werden.”
- Also begann Zarathustra’s Untergang.

 

 

 

 

ニーチェ : ” ツァラトゥストラは こう語った ” 第3部 / 4. 日の出前

 

…… 清浄そのものの天空よ 明るいものよ 光の深淵よ
あなたが わたしを包んでいてくれれば 私は 祝福する者であり
肯定の ” 然り ” を言う者だ ……

…… どんな深淵のなかへも わたしは わたしの祝福の ” 然り ” を持ちこむ ……

…… おお わが頭上の天空よ 羞ずかしがりやのあなたは 頬をほてらせる
おお あなた 日の出の前の わたしの幸福よ
昼が近づいてきた わたしたちは 別れなければならない ……

( 肯定した相手とも 日の出への回帰が近づいたら 別れなければならない
永遠回帰に向かうには いったん生と別れ 死を迎えるのだ )

 

 

Friedrich Wilhelm Nietzsche : Also sprach Zarathustra, Ein Buch für Alle und Keinen.
Dritter Teil. Also sprach Zarathustra / 4. Vor Sonnen-Aufgan

 

O Himmel über mir, du Reiner! Tiefer! Du Licht-Abgrund! Dich schauend schaudere ich vor göttlichen Begierden.
In deine Höhe mich zu werfen – das ist meine Tiefe! In deine Reinheit mich zu bergen – das ist meine Unschuld!
Den Gott verhüllt seine Schönheit: so verbirgst du deine Sterne. Du redest nicht: so kündest du mir deine Weisheit.
Stumm über brausendem Meere bist du heut mir aufgegangen, deine Liebe und deine Scham redet Offenbarung zu meiner brausenden Seele.
Daß du schön zu mir kamst, verhüllt in deine Schönheit, daß du stumm zu mir sprichst, offenbar in deiner Weisheit:
O wie erriete ich nicht alles Schamhafte deiner Seele! Vor der Sonne kamst du zu mir, dem Einsamsten.
Wir sind Freunde von Anbeginn: uns ist Gram und Grauen und Grund gemeinsam; noch die Sonne ist uns gemeinsam.
Wir reden nicht zueinander, weil wir zu vieles wissen –: wir schweigen uns an, wir lächeln uns unser Wissen zu.
Bist du nicht das Licht zu meinem Feuer? Hast du nicht die Schwester-Seele zu meiner Einsicht?
Zusammen lernten wir alles; zusammen lernten wir über uns zu uns selber aufsteigen und wolkenlos lächeln: –
– wolkenlos hinab lächeln aus lichten Augen und aus meilenweiter Ferne, wenn unter uns Zwang und Zweck und Schuld wie Regen dampfen.
Und wanderte ich allein: wes hungerte meine Seele in Nächten und Irr-Pfaden? Und stieg ich Berge, wen suchte ich je, wenn nicht dich, auf Bergen?
Und all mein Wandern und Bergsteigen: eine Not war’s nur und ein Behelf des
Unbeholfenen – fliegen allein will mein ganzer Wille, in dich hinein fliegen!
Und wen haßte ich mehr, als ziehende Wolken und alles, was dich befleckt?
Und meinen eignen Haß haßte ich noch, weil er dich befleckte!
Den ziehenden Wolken bin ich gram, diesen schleichenden Raub-Katzen: sie nehmen dir und mir, was uns gemein ist – das ungeheure unbegrenzte Ja- und Amen-sagen.
Diesen Mittlern und Mischern sind wir gram, den ziehenden Wolken: diesen Halb- und Halben, welche weder segnen lernten, noch von Grund ausfluchen.
Lieber will ich noch unter verschlossenem Himmel in der Tonne sitzen, lieber ohne Himmel im Abgrund sitzen, als dich, Licht-Himmel, mit Zieh-Wolken befleckt sehn!
Und oft gelüstete mich, sie mit zackichten Blitz-Golddrähten festzuheften, daß ich, gleich dem Donner, auf ihrem Kessel-Bauche die Pauke schlüge: –
– ein zorniger Paukenschläger, weil sie mir dein Ja! und Amen! rauben, du Himmel über mir, du Reiner! Lichter! Du Licht-Abgrund! – weil sie dir mein Ja! und Amen! rauben.
Licht-Abgrund! – weil sie dir mein Ja! und Amen! rauben.
Denn lieber noch will ich Lärm und Donner und Wetter-Flüche, als diese bedächtige zweifelnde Katzen-Ruhe; und auch unter Menschen hasse ich am besten alle Leisetreter und Halb- und Halben und zweifelnde, zögernde Zieh-Wolken.
Und »wer nicht segnen kann, der soll fluchen lernen!« – diese helle Lehre fiel mir aus hellem Himmel, dieser Stern steht auch noch in schwarzen Nächten an meinem Himmel.
Ich aber bin ein Segnender und ein Ja-Sager, wenn du nur um mich bist, du Reiner! Lichter! Du Licht-Abgrund! – in alle Abgründe trage ich da noch mein segnendes Ja-sagen.
Zum Segnenden bin ich worden und zum Ja-Sagenden: und dazu rang ich lange und war ein Ringer, daß ich einst die Hände frei bekäme zum Segnen.
Das aber ist mein Segnen: über jedwedem Ding als sein eigener Himmel stehn, als sein rundes Dach, seine azurne Glocke und ewige Sicherheit: und selig ist, wer also segnet!
Denn alle Dinge sind getauft am Borne der Ewigkeit und jenseits von Gut und Böse; Gut und Böse selber aber sind nur Zwischenschatten und feuchte Trübsale und Zieh-Wolken.
Wahrlich, ein Segnen ist es und kein Lästern, wenn ich lehre: »Über allen Dingen steht der Himmel Zufall, der Himmel Unschuld, der Himmel Ohngefähr, der Himmel Übermut.«
»Von Ohngefähr« – das ist der älteste Adel der Welt, den gab ich allen Dingen zurück, ich erlöste sie von der Knechtschaft unter dem Zwecke.
Diese Freiheit und Himmels-Heiterkeit stellte ich gleich azurner Glocke über alle Dinge, als ich lehrte, daß über ihnen und durch sie kein »ewiger Wille« – will.
Diesen Übermut und diese Narrheit stellte ich an die Stelle jenes Willens, als ich lehrte: »bei allem ist eins unmöglich -Vernünftigkeit!«
Ein wenig Vernunft zwar, ein Same der Weisheit zerstreut von Stern zu Stern – dieser Sauerteig ist allen Dingen eingemischt: um der Narrheit willen ist Weisheit allen Dingen eingemischt!
Ein wenig Weisheit ist schon möglich; aber diese selige Sicherheit fand ich an allen Dingen: daß sie lieber noch auf den Füßen des Zufalls – tanzen.
O Himmel über mir, du Reiner! Hoher! Das ist mir nun deine Reinheit, daß es keine ewige Vernunft-Spinne und -Spinnennetze gibt –
– daß du mir ein Tanzboden bist für göttliche Zufälle, daß du mir ein Göttertisch bist für göttliche Würfel und Würfelspieler! –
Doch du errötest? Sprach ich Unaussprechbares? Lästerte ich, indem ich dich segnen wollte?
Oder ist es die Scham zu zweien, welche dich erröten machte? – Heißest du mich gehn und schweigen, weil nun – der Tag kommt?
Die Welt ist tief –: und tiefer, als je der Tag gedacht hat. Nicht alles darf vor dem Tage Worte haben. Aber der Tag kommt: so scheiden wir nun!
O Himmel über mir, du Schamhafter! Glühender! O du mein Glück vor Sonnen-Aufgang! Der Tag kommt: so scheiden wir nun! –

 

 

 

 

ARTWORK_062_u_cut

 

CLICK UP ! 「 Chart of Hell, La Carte de l’Enfer 」
El gráfico del Infierno, obra de Sandro BotticelliLa.
Sandro Botticelli ; Alessandro di Mariano Filipepi ( between 1480 and 1490 )
Different tones, Pointe d’argent, encre, coloré à la détrempe.
Current location: Vatican City, Vatican Library.
From Wikimedia Commons, the free media repository, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sandro Botticelli – La Carte de l’Enfer.jpg

 

 

 

 

そのとき上に

上にある天は 名づけられておらず
下にある地にもまた 名がなかった時のこと
はじめに アプスーがあり すべてが生まれ出た
混沌を表すティアマトもまた すべてを生み出す母であった
水は たがいに混ざり合っており
野は 形がなく 湿った場所も見られなかった
神々の中で 生まれているものは 誰もいなかった

 

 

Incipit : Enûma Eliš

e-nu-ma e-liš la na-bu-ú šá-ma-mu
šap-lish am-ma-tum šu-ma la zak-rat
ZU.AB-ma reš-tu-ú za-ru-šu-un
mu-um-mu ti-amat mu-al-li-da-at gim-ri-šú-un
A.MEŠ-šú-nu iš-te-niš i-ḫi-qu-ú-šú-un
gi-pa-ra la ki-is-su-ru su-sa-a la she-’u-ú
e-nu-ma DINGIR.DINGIR la šu-pu-u ma-na-ma

 

 

beginning of the first edition ” Enûma Eliš “.
Babylonia Genesis ; בראשית, ένεσις.

 

 

 

 

Picture, Drawing & Photo, Text ; Image Credit With Copyright.

 

 

 

 

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