073 : 掬えない眠り

 

 

SERIES ≫  縮限に対自する漸近線 / 無限遠点における挙動の含意 ” 深遠な問 ” ( 2018 )

 

 

ESQUISSE_071

 

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OFFICE KANKE / GK. ( 2018 )

 

 

 

 

ESQUISSE : 073 「 掬えない眠り 」

 

 

人質

 

暴君ディオニュスのもとに こっそりと
ダモンは 短剣を懐に忍び込んだが
捕吏たちの捕らえるところとなった
何を貴様はその剣で するつもりだったのだ 言え
彼に向かって陰鬱に 暴君は 叫んだ
この町を 暴君より救うのだ
貴様は 磔になって後悔するのだ

私は 彼は 言う 死ぬ覚悟はできている
命乞いをするつもりはない
だがもしも 情けをかけてくれるなら
三日の猶予を貰いたい
妹に婿を取らせてやるのだ
私は 人質に友人を置いて行く
もし 私が逃げたなら その者を殺して構わぬ

王は 残忍そうに微笑み
しばらく考えて こう言った
三日間 わしは 貴様に与えよう
だが 覚えておけ もし 期限を過ぎれば
貴様が わしのもとに戻る前に
そのときは お前の代わりにやつを殺す
だが 貴様の罰は 免除してやろう

そこで 彼は 友のところに行き
王は命じた
私は磔になり この命で
行いの償いをするようにと
だが 王は 三日の猶予を認めた
私が 妹に夫を持たす時間として
そこで 君に 人質として王のもとに留まって欲しいのだ
私が戻って 君の縛めを解くまで

物も言わず 彼を抱く誠実な友人は
こうして その身を暴君に委ねた
そして もう一人は その場を去り
三日目の朝焼けが出る前には
彼は 急いで 妹と夫を結びつけると
故郷を後にした 気がかりな心で
期限に遅れないようにと

そこへ 雨が際限なく降り注ぎ
山から水が流れ出して
小川が 川があふれたのだ
そして 彼が 水辺に巡礼の杖を手にたどり着いた時
そこでは 橋を渦巻が引きさらい
波が とどろく音を立てながら
橋のアーチに打ち付けていた

絶望して 彼は 岸辺の縁を歩いた
どれだけ遠くを眺めても 見渡しても
声をどれだけ張り上げても
この安全な岸を離れて
彼を 向こう岸へと渡してくれる舟はなかった
どんな舟人も 舟を操ることはできず
激しい流れは 海のようになった

彼は 岸辺にうずくまり 叫び祈った
両手をゼウスに向かって差し上げ
荒れ狂う流れを鎮めたまえ
時の流れは 速く 真昼の高さに
太陽は 昇った そして もし太陽が沈んだ時
私が 町にたどり着かなければ
友が 私の代わりに 死ぬことになるのだから

だが 流れは ますますたけり狂い
波また波と 現れては消える
刻一刻と 時間は過ぎて行く
彼は 不安に駆られたが 勇気を奮い起こして
その身を 荒れ狂う流れに投げ込んだ
そして 力強い腕でかき分けた
水の流れを そして 神は 慈悲を与えた

岸にたどり着き 彼は 先を急ぐ
神の助けに感謝しながら
そこへ 山賊たちが襲ってきた
森の暗い場所から たち現れて
行く道を妨害しようと 殺すぞと脅して
急ぎ行く旅人に 立ちふさがった
威嚇の棍棒を振りかざしながら

何がしたいのだ 恐怖に青ざめて 彼は 叫ぶ
私には この命の他は 何もないが
この命は 王に差し出さねばならぬのだ
そして すぐ近くの男の棍棒を引っ掴み
友のためだ 許せ と
三人ばかりを 力いっぱい殴りつけ
彼は 倒したので 残りは 逃げていった

太陽は 焼け付く炎を送りつけ
際限ない労苦のため
疲れ果てて 彼は 膝から崩れ落ちた
おお 山賊どもの手から 慈悲深く私を逃し
流れから 私を聖なる地へと 私を導いてくださった御身よ
ここで力尽きて斃れよというのですか
そして わが友 愛する者に死ねと

すると聞け 銀色に輝く響きで
すぐ近くに 水の流れるようなざわめきが
そして 彼は 立ち止まり 耳を澄ますと
岩の間から さらさらと すばやく
つぶやきながら 湧き出していたのだ 泉が
喜び勇んで 彼は 身をかがめ
火照った四肢を 癒したのだ

太陽が 緑の枝の間から 顔をのぞかせ
輝く草地の上に 描き出した
木の巨大な影絵を
二人の旅人が 道を行くのを 彼は 見た
急いで行き過ぎようとしたときに
彼は 二人の会話を耳にした
そろそろ あいつも 磔だな

不安が 彼の足取りを 一層速めた
心配から来る苦悩が 彼を駆り立てたのだ
夕焼けの 光のきらめきの中
遥かかなたに シラキュースの城壁
そして フィロストラトゥスが やってきた
忠実に 彼の家を守っていた男が
彼は 主人と気付くと ひどく驚いた

お戻りください もはや 友達を救うことは 叶いませぬ
ご自身の命を お守りください
まさに 今 あの方は 処刑されるところ
一刻一刻 あの方は 待ち続けておりました
望みに満ちた心で あなた様の帰りを
あの方の力強い信念は
暴君の嘲りもものとは しませんでした

もし 手遅れで 私が 彼の
救い手として 現れることが 叶わなくとも
私は 死を 彼と共にしなければならぬのだ
血に汚れた暴君の 自慢の種とはせぬ
友が 友に対する義務を果たせなかったことを
奴に二人の生贄を殺させて
愛と誠実さを 信じさせてやるのだ

太陽が沈むころ 彼は 門の前に立ち
すでに 磔台が立てられているのを見た
群集たちは 息を呑んで その周りを囲む
ロープで もう友は 吊り上げられようとするところ
彼は力 強くかき分けた ひしめき合う群集を
私を 処刑人よ 彼は 叫ぶ
殺せ 私は ここにいる 彼に代わるべき男は

驚きが周囲の群衆を捉える中
互いの腕で 二人は抱き合い
そして 泣いたのだ 苦しみと喜びで
涙なしで それを見る者はなかった
王のもとに この驚くべき知らせは伝えられ
彼は 人としての感動に突き動かされ
すぐに 王座の前に彼らを呼び寄せた

そして 彼らを見つめた じっと驚いた様子で
それから 王は 言った
お前たちの勝ちだ
お前たちに わしの心は 打ちのめされた
そして 誠実さは まだ空虚な幻想ではなかった
わしも お前たちの仲間に入れてくれ
このわしの願いを聞き入れて
お前たちの友情の中の三人目に

 

 

Die Bürgschaft

 

Zu Dionys,dem Tyrannen,schlich
Damon,den Dolch im Gewande:
Ihn schlugen die Häscher in Bande,
“Was wolltest du mit dem Dolche? sprich!”
Entgegnet ihm finster der Wüterich.
“Die Stadt vom Tyrannen befreien!”
“Das sollst du am Kreuze bereuen.”

“Ich bin”,spricht jener,”zu sterben bereit
Und bitte nicht um mein Leben:
Doch willst du Gnade mir geben,
Ich flehe dich um drei Tage Zeit,
Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit;
Ich lasse den Freund dir als Bürgen,
Ihn magst du,entrinn’ ich,erwürgen.”

Da lächelt der König mit arger List
Und spricht nach kurzem Bedenken:
“Drei Tage will ich dir schenken;
Doch wisse,wenn sie verstrichen,die Frist,
Eh’ du zurück mir gegeben bist,
So muß er statt deiner erblassen,
Doch dir ist die Strafe erlassen.”

Und er kommt zum Freunde: “Der König gebeut,
Daß ich am Kreuz mit dem Leben
Bezahle das frevelnde Streben.
Doch will er mir gönnen drei Tage Zeit,
Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit;
So bleib du dem König zum Pfande,
Bis ich komme zu lösen die Bande.”

Und schweigend umarmt ihn der treue Freund
Und liefert sich aus dem Tyrannen;
Der andere ziehet von dannen.
Und ehe das dritte Morgenrot scheint,
Hat er schnell mit dem Gatten die Schwester vereint,
Eilt heim mit sorgender Seele,
Damit er die Frist nicht verfehle.

Da gießt unendlicher Regen herab,
Von den Bergen stürzen die Quellen,
Und die Bäche,die Ströme schwellen.
Und er kommt ans Ufer mit wanderndem Stab,
Da reißet die Brücke der Strudel herab,
Und donnernd sprengen die Wogen
Dem Gewölbes krachenden Bogen.

Und trostlos irrt er an Ufers Rand:
Wie weit er auch spähet und blicket
Und die Stimme,die rufende,schicket.
Da stößet kein Nachen vom sichern Strand,
Der ihn setze an das gewünschte Land,
Kein Schiffer lenket die Fähre,
Und der wilde Strom wird zum Meere.

Da sinkt er ans Ufer und weint und fleht,
Die Hände zum Zeus erhoben:
“O hemme des Stromes Toben!
Es eilen die Stunden,im Mittag steht
Die Sonne,und wenn sie niedergeht
Und ich kann die Stadt nicht erreichen,
So muß der Freund mir erbleichen.”

Doch wachsend erneut sich des Stromes Wut,
Und Welle auf Welle zerrinet,
Und Stunde an Stunde entrinnet.
Da treibt ihn die Angst,da faßt er sich Mut
Und wirft sich hinein in die brausende Flut
Und teilt mit gewaltigen Armen
Den Strom,und ein Gott hat Erbarmen.

Und gewinnt das Ufer und eilet fort
Und danket dem rettenden Gotte;
Da stürzet die raubende Rotte
Hervor aus des Waldes nächtlichem Ort,
Den Pfad ihm sperrend,und schnaubert Mord
Und hemmet des Wanderers Eile
Mit drohend geschwungener Keule.

“Was wollt ihr?” ruft er vor Schrecken bleich,
“Ich habe nichts als mein Leben,
Das muß ich dem Könige geben!”
Und entreißt die Keule dem nächsten gleich:
“Um des Freundes willen erbarmet euch!”
Und drei mit gewaltigen Streichen
Erlegt er,die andern entweichen.

Und die Sonne versendet glühenden Brand,
Und von der unendlichen Mühe
Ermattet sinken die Knie.
“O hast du mich gnädig aus Räubershand,
Aus dem Strom mich gerettet ans heilige Land,
Und soll hier verschmachtend verderben,
Und der Freund mir,der liebende,sterben!”

Und horch! da sprudelt es silberhell,
Ganz nahe,wie rieselndes Rauschen,
Und stille hält er,zu lauschen;
Und sieh,aus dem Felsen,geschwätzig,schnell,
Springt murmelnd hervor ein lebendiger Quell,
Und freudig bückt er sich nieder
Und erfrischet die brennenden Glieder.

Und die Sonne blickt durch der Zweige Grün
Und malt auf den glänzenden Matten
Der Bäume gigantische Schatten;
Und zwei Wanderer sieht er die Straße ziehn,
Will eilenden Laufes vorüber fliehn,
Da hört er die Worte sie sagen:
“Jetzt wird er ans Kreuz geschlagen.”

Und die Angst beflügelt den eilenden Fuß,
Ihn jagen der Sorge Qualen;
Da schimmern in Abendrots Strahlen
Von ferne die Zinnen von Syrakus,
Und entgegen kommt ihm Philostratus,
Des Hauses redlicher Hüter,
Der erkennet entsetzt den Gebieter:

“Zurück! du rettest den Freund nicht mehr,
So rette das eigene Leben!
Den Tod erleidet er eben.
Von Stunde zu Stunde gewartet’ er
Mit hoffender Seele der Wiederkehr,
Ihm konnte den mutigen Glauben
Der Hohn des Tyrannen nicht rauben.”

“Und ist es zu spät,und kann ich ihm nicht,
Ein Retter,willkommen erscheinen,
So soll mich der Tod ihm vereinen.
Des rühme der blut’ge Tyrann sich nicht,
Daß der Freund dem Freunde gebrochen die Pflicht,
Er schlachte der Opfer zweie
Und glaube an Liebe und Treue!”

Und die Sonne geht unter,da steht er am Tor,
Und sieht das Kreuz schon erhöhet,
Das die Menge gaffend umstehet;
An dem Seile schon zieht man den Freund empor,
Da zertrennt er gewaltig den dichter Chor:
“Mich,Henker”,ruft er,”erwürget!
Da bin ich,für den er gebürget!”

Und Erstaunen ergreifet das Volk umher,
In den Armen liegen sich beide
Und weinen vor Schmerzen und Freude.
Da sieht man kein Augen tränenleer,
Und zum Könige bringt man die Wundermär';
Der fühlt ein menschliches Rühren,
Läßt schnell vor den Thron sie führen,

Und blicket sie lange verwundert an.
Drauf spricht er: “Es ist euch gelungen,
Ihr habt das Herz mir bezwungen;
Und die Treue,sie ist doch kein leerer Wahn –
So nehmet auch mich zum Genossen an:
Ich sei,gewährt mir die Bitte,
In eurem Bunde der dritte!”

 

 

Franz Peter Schubert, Die Bürgschaft D 246.  
Friedrich von Schiller,Die Bürgschaft.

 

 

 

 

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Text ; Image Credit With Copyright.

 

 

 

 

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